Masterarbeit, 2022
126 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
I. Theoretischer Hintergrund
2. Operationsverständnis
2.1 Definition und Begriffsklärung
2.2 Multiplikation und Division
2.2.1 Grundvorstellungen
2.2.2 Rechengesetze
2.2.3 Das Einmaleins und Einsdurcheins
2.3 Bedeutung für das Weiterlernen
3. Darstellungsmittel im Mathematikunterricht
3.1 Definition und Begriffsklärung
3.2 Das E I S-Prinzip nach Bruner
3.3 Das Verstehen von ikonischen Darstellungen aus psychologischer Sicht
4. Das Punktefeld als Darstellungsmittel
4.1 Aufbau und Verwendung
4.2 Einführung der Multiplikation und Division am Punktefeld
4.3 Vertiefung der Multiplikation und Division durch das Punktefeld
5. Digitale Medien im Mathematikunterricht
5.1 Zur Wirkung digitaler Medien in der Schule
5.2 Einsatzmöglichkeiten im Mathematikunterricht
5.3 Das digitale Punktefeld
6. Forschungsfragen
II. Empirische Forschung
7. Forschungsmethodisches Vorgehen
7.1 Forschungsdesign
7.1.1 Interviewleitfaden
7.2. Interviewaufgaben
7.3 Auswahl der Schüler:innen
7.4 Auswertung der Daten
8. Darstellung der Ergebnisse
9. Diskussion der Ergebnisse
9.1 Einordnung in aktuellen Forschungsstand
9.2 Interpretation der Ergebnisse
9.3 Schlussfolgerung
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Wirksamkeit eines digitalen Punktefeldes bei der Unterstützung von Schüler:innen im Bereich der Multiplikation und Division. Das primäre Ziel ist es zu erforschen, ob und wie ein solches digitales Werkzeug das Operationsverständnis fördern kann und welche Bedingungen für eine erfolgreiche Nutzung im mathematischen Lernprozess entscheidend sind.
4.1 Aufbau und Verwendung
Das Punktefeld als Darstellungsmittel ist ein quadratisches Feld, das aus Zehn mal Zehn Punkten besteht. Schon die traditionelle Rechenmethodik bediente sich dessen Vorteile (vgl. Floer 1996, S. 67). In allen Fällen weißen die Punktefelder eine Fünfer- und Zehnerstrukturierung auf, welche entweder farblich, durch Abstände oder mit Hilfe von Linien verdeutlicht wird. So wird ein simultanes Erfassen der Punkteanzahl in den Zeilen und Spalten, als auch der 25 Punkte in den vier Quadranten vereinfacht, was dem zählenden Rechnen entgegenwirkt (vgl. Transchel 2020, S. 44). Es handelt sich um ein strukturiertes Material, was den kardinalen Zahlenaspekt betont (Schipper, Ebeling, Dröge, 2015, S. 60). Je nach Schulbuch und Verlag unterscheiden sich die Punktefelder optisch, ihre mathematische Ergiebigkeit wird dadurch aber nicht beeinträchtigt. Deutscher konnte in einer Studie mit Schulanfänger:innen belegen, dass Punktefelder durch ihren Aufbau einen Charakter haben, welcher zum Deuten und Nutzen der Struktur zur Anzahlbestimmung der Punkte auffordert (vgl. Deutscher 2015, S. 157f). Das Punktefeld wird durch einen sogenannten Malwinkel ergänzt, mit welchem man Zeilen und Spalten abdecken kann. Dadurch ist nicht das ganze Feld zu sehen, sondern nur ein Ausschnitt. Mit Hilfe des Malwinkels können so unterschiedliche Aufgaben mit unterschiedlichen Faktoren am Hunderterpunktefeld gelegt werden (vgl. Wittmann, Müller 2017, S. 146). Die Abbildung 4 zeigt die Darstellung des Punktefeldes von PriMakom einmal ohne und einmal mit Malwinkel.
Es ist sinnvoll abwischbare Punktefelder mit transparenten Malwinkeln zu verwenden. So sind sie langlebiger und mit einem farbigen Folienstift lassen sich unterschiedliche Rechnungen innerhalb des Materials einzeichnen und individuelle Rechenstrategien vergleichen (vgl. Akinwunmi et. al. 2014c, S. 117).
1. Einleitung: Beschreibt die Bedeutung des Operationsverständnisses im Mathematikunterricht und skizziert die Problematik unzureichenden Verständnisses bei Schüler:innen nach dem Übergang in weiterführende Schulen.
2. Operationsverständnis: Erläutert das Konzept des Operationsverständnisses, beleuchtet Multiplikation und Division im Kontext von Grundvorstellungen und Rechengesetzen sowie deren Bedeutung für das Lernen.
3. Darstellungsmittel im Mathematikunterricht: Definiert Darstellungsmittel und das E I S-Prinzip nach Bruner sowie dessen Relevanz für den Lernprozess und das Verstehen ikonischer Darstellungen.
4. Das Punktefeld als Darstellungsmittel: Detailliert den technischen Aufbau und didaktische Verwendungsmöglichkeiten des Punktefeldes für die Einführung und Vertiefung von Multiplikation und Division.
5. Digitale Medien im Mathematikunterricht: Reflektiert den Einsatz digitaler Lernmedien, deren wissenschaftliche Belege zur Wirksamkeit und stellt die spezifische App des digitalen Punktefeldes vor.
6. Forschungsfragen: Leitet aus der Theorie die konkreten Forschungsfragen zur intuitiven Bedienung des digitalen Punktefeldes und zur Unterstützung im Lösungsprozess ab.
7. Forschungsmethodisches Vorgehen: Begründet das qualitative Forschungsdesign der Interviewstudie mit Fünftklässler:innen der Realschule.
8. Darstellung der Ergebnisse: Präsentiert die empirischen Daten der Interviewauswertung deskriptiv mittels Code-Matrix und Kategorien wie Vorerfahrung oder Nutzungsverhalten.
9. Diskussion der Ergebnisse: Verknüpft die Ergebnisse mit dem aktuellen Forschungsstand, interpretiert die Bedeutung für die Forschungsfragen und zieht Schlussfolgerungen für Forschung und Praxis.
Operationsverständnis, Multiplikation, Division, Punktefeld, E I S-Prinzip, Digitale Medien, Grundvorstellungen, Rechengesetze, Qualitatives Forschungsdesign, Lernstand 5, Unterstützungsleistung, Interaktive Lernumgebung, Arithmetische Basiskompetenzen, Distributivgesetz, Mathematisierungsprozess.
Die Arbeit untersucht, ob und wie ein digitales Punktefeld als Werkzeug genutzt werden kann, um das Operationsverständnis bei Schüler:innen in den Bereichen Multiplikation und Division zu fördern und welche Rolle dabei individuelle Vorerfahrungen spielen.
Die zentralen Themen sind das Operationsverständnis, die Verwendung von Darstellungsmitteln (insbesondere Punktefelder), der Einsatz digitaler Medien im Unterricht sowie die kognitive Unterstützung beim Lösen mathematischer Aufgaben.
Das primäre Ziel ist die Erforschung der Wirksamkeit eines digitalen Punktefeldes für die Unterstützung von Schüler:innen und die Beantwortung der Fragen nach der intuitiven Bedienbarkeit, der Unterstützung im Lösungsprozess und den Bedingungen für eine erfolgreiche Nutzung.
Es wird ein qualitativer Forschungsansatz gewählt. Konkret wurden leitfadengestützte Interviews mit Fünftklässler:innen durchgeführt, deren Daten anhand einer inhaltlich-systematischen Qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Aspekte zum Operationsverständnis und Darstellungsmitteln sowie den praktischen Teil, in dem ein digitales Punktefeld vorgestellt und dessen Nutzung in einer Interviewstudie empirisch untersucht wird.
Die wichtigsten Schlüsselwörter umfassen Operationsverständnis, Multiplikation und Division, Punktefeld, digitales Lernmaterial sowie Qualitatives Forschungsdesign.
Technische Probleme während der Interviews führten zu Unterbrechungen des Lösungsprozesses der Schüler:innen. Die Arbeit reflektiert diese Störungen kritisch und betont, dass eine uneingeschränkt funktionierende Software eine notwendige Grundvoraussetzung für den erfolgreichen Lerneinsatz ist.
Nein, der Nutzen hängt stark vom Vorwissen und dem individuellen Operationsverständnis ab. Schüler:innen mit geringerer Kompetenz profitieren eher von der visuellen Unterstützung, während leistungsstärkere Schüler:innen das Punktefeld bei lösbaren Kopfrechenaufgaben mitunter als redundant empfinden.
Der Autor empfiehlt eine intuitive Bedienbarkeit, beispielsweise durch automatische Befüllfunktionen für farbliche Impulse, zusätzliche visuelle Strukturierungshilfen wie farbliche Markierungen für Fünfer- und Zehnergruppen sowie eine Anzeige der Gesamtzahl der Punkte.
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