Bachelorarbeit, 2022
49 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Zielsetzung und Forschungsfragen
1.3. Methodik
1.4. Aufbau der Arbeit
2. Theoretische Fundierung
2.1. Geschichtlicher Hintergrund der Persönlichen Assistenz
2.2. Definition des Begriffs „Persönliche Assistenz“
2.3. Finanzierung der Persönlichen Assistenz
2.4. Voraussetzungen für die Assistenten
2.5. Voraussetzungen für die Assistenznehmer
2.6. Verschiedene Modelle der Persönlichen Assistenz
3. Darstellung und Diskussion der Forschungsergebnisse
3.1. Einarbeitungsstrategien in Pflege und Wirtschaft
3.1.1. Stationäre Pflege
3.1.2. Ambulante Pflege
3.1.3. Wirtschaft
3.2. Diskussion der Übertragbarkeit von Einarbeitungsstrategien aus der Pflege auf die Persönliche Assistenz
3.3. bereits bestehende Ansätze in der Persönlichen Assistenz
3.3.1. Pflegebasiskurs der Futura GmbH Berlin
3.3.2. Online-Weiterbildungsprogramm auf „ava.services“ in Österreich
4. Formulierung der Einarbeitungsstrategie
5. Fazit und Ausblick
Ziel der Arbeit ist die Entwicklung einer evidenzbasierten Einarbeitungsstrategie für den Bereich der Persönlichen Assistenz, die sowohl von assistenznehmenden Arbeitgebern als auch von Assistenzdiensten genutzt werden kann, um eine strukturierte und individuell anpassbare Einarbeitung neuer Mitarbeiter zu ermöglichen.
1.1. Problemstellung
Warum ist eine Einarbeitungsstrategie in der Persönlichen Assistenz notwendig und sinnvoll? Hedtke (n.d.) macht mit folgenden Worten die Bedeutung einer Einarbeitungsstrategie für die Persönliche Assistenz sowie das aktuelle Nichtvorhandensein dieser deutlich:
„Persönliche Assistenz ist in Deutschland noch immer nicht als Beruf anerkannt. […] Oft bekämen neue Kolleginnen und Kollegen nicht mal eine richtige Einarbeitung, kritisiert CeBeeF-Betriebsrätin Astrid Buchheim. Der Arbeitgeber rate ihnen lapidar, sie sollten sich Hausschuhe mitnehmen, der Rest ergebe sich von selbst. Doch so leicht ist es nicht. Viele fühlten sich überfordert, berichtet die Gewerkschafterin. ‚Etwa die Hälfte kündigt in den ersten Monaten wieder.‘ Die Belastung sei hoch. Die Beschäftigten arbeiten in privaten Wohnungen, dort seien sie weitgehend auf sich gestellt. Schwierig sei auch, das Verhältnis von Nähe und Distanz auszuloten. ‚Die Grenzen verschwimmen‘, so Astrid Buchheim. ‚Es ist nicht leicht, sich abzugrenzen.‘ Viele Assistenznehmer/innen litten unter Depressionen. Zum Beispiel Menschen, die nach einem Unfall plötzlich bis zum Hals gelähmt sind. Oder die unter einer tödlichen Krankheit leiden. Einige reden von Selbstmord, andere sind aggressiv.“
Auch bei der Literaturrecherche für diese Arbeit (vgl. Kapitel 1.3) war auffällig, dass bislang weder ein solches Konzept noch ausreichend allgemeine, öffentlich zugängliche und wissenschaftlich evaluierte Informationen zur Einarbeitung in der Persönlichen Assistenz existieren. Bestehende Einarbeitungskonzepte für die Pflege können ohne Transfer nicht angewendet werden (vgl. Kapitel 3.2).
1. Einleitung: Beschreibt die Ausgangslage, die hohe Fluktuationsrate in der Persönlichen Assistenz mangels Einarbeitungskonzepten und definiert Zielsetzung sowie methodische Herangehensweise.
2. Theoretische Fundierung: Liefert den historischen Kontext, definiert rechtliche Rahmenbedingungen wie das Persönliche Budget und erläutert die verschiedenen Anforderungs- und Kompetenzprofile von Assistenznehmern und Assistenten.
3. Darstellung und Diskussion der Forschungsergebnisse: Untersucht bestehende Einarbeitungskonzepte aus stationärer Pflege, ambulanter Pflege und Wirtschaft auf ihre Übertragbarkeit auf die Persönliche Assistenz und analysiert bestehende Schulungsansätze.
4. Formulierung der Einarbeitungsstrategie: Führt die theoretischen Erkenntnisse zusammen und entwickelt eine modulare Einarbeitungscheckliste, die flexibel an individuelle Bedürfnisse angepasst werden kann.
5. Fazit und Ausblick: Resümiert die erfolgreiche Erarbeitung der evidenzbasierten Strategie und empfiehlt weiterführende qualitative Studien zur Praxisvalidierung.
Persönliche Assistenz, Einarbeitungsstrategie, Onboarding, Literaturarbeit, Assistenznehmer, Arbeitgebermodell, Pflege, Kompetenz, Einarbeitungscheckliste, Evidenzbasierung, Personalmanagement, Behindertenhilfe, Fachkräftemangel, Fluktuation, Selbstbestimmung
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung einer strukturierten Einarbeitungsstrategie für Menschen, die als Persönliche Assistenten für behinderte Menschen tätig werden, da bisher kein standardisiertes Konzept für dieses Berufsfeld existierte.
Die Arbeit beleuchtet den geschichtlichen Hintergrund, die gesetzlichen Finanzierungsgrundlagen durch das Persönliche Budget sowie die spezifischen Rollenanforderungen und Kompetenzen von Assistenzgebern und -nehmern.
Das Ziel ist die Erstellung einer evidenzbasierten, modularen Einarbeitungscheckliste, welche die Einarbeitung neuer Assistenten spürbar professionalisiert, schneller gestaltet und die Fluktuation verringert.
Die Autorin wendet die Methodik einer Literaturarbeit an, bei der qualitative Studien und Fachliteratur aus den Bereichen Pflege, Personalwirtschaft und Persönliche Assistenz ausgewertet und für den Transfer in die Praxis aufbereitet wurden.
Der Hauptteil evaluiert bestehende Einarbeitungskonzepte (Pflege/Industrie) auf ihre praktische Eignung, diskutiert die Limitationen dieser Übertragbarkeit und prüft bereits existierende Schulungsansätze wie den Pflegebasiskurs der Futura GmbH.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Persönliche Assistenz, Einarbeitungsstrategie, Onboarding, Arbeitgebermodell sowie Selbstbestimmtes Leben.
Die Arbeit arbeitet klar heraus, dass die Persönliche Assistenz keine rein pflegerische Dienstleistung ist, sondern das gesamte soziale Umfeld umfasst, weshalb pflegespezifische Delegationskonzepte hier nicht ohne Modifikation anwendbar wären.
Die Strategie ist modular aufgebaut und sieht optionales Training bei fehlender Vorerfahrung vor, kombiniert mit einer entwicklungsorientierten Einführung, die den Assistenten schrittweise an seine Aufgaben heranführt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

