Bachelorarbeit, 2022
182 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1. Hintergrund und Aufbau der Arbeit
1.2. Forschungsvorhaben
2. Grundlagen des Risikomanagements
2.1. Definition und Begriffsherkunft
2.2. Gesetze und Normen
2.3. Kategorisierung und Systematisierung von Risiken
2.4. Risikomanagementprozess in der Immobilienwirtschaft
2.4.1. Risikoidentifikation und -analyse
2.4.2. Risikobewertung
2.4.3. Risikosteuerung und -bewältigungsplanung
2.5. Phasen der Immobilienprojektentwicklung
3. Methodik
4. Risikoregister für das Redevelopment von Wohnimmobilien
4.1. Grundstück und Bauzustand
4.1.1. Schadstoffe
4.1.2. Gebäudegründung und Statik
4.1.3. Bauphysik
4.1.4. Brandschutz
4.1.5. Baugenehmigung und Planungsunterlagen
4.1.6. Bebauungsplan
4.1.7. Technische Gebäudeausrüstung
4.2. Vertragsmanagement
4.3. Eigentumsverhältnisse und Schutzvorschriften
4.3.1. Grundbuch
4.3.2. Nachbar
4.3.3. Denkmalschutz
4.3.4. Umwelt- und Gesundheitsschutz
4.3.5. Urheberrecht
4.4. Wirtschaftlichkeit und Finanzierung
4.4.1. Förderungszuschüsse
4.4.2. Zertifizierung
4.4.3. Kostenplanung
4.4.4. Finanzierung
4.5. Zusammenfassung
5. Praktische Anwendung des Risikoregisters auf das Redevelopment eines Wohnheims
5.1. Vorstellung der Immobilie und des Bauvorhabens
5.2. Risikoregister im Anwendungsprozess
5.3. Risikoportfolio des Redevelopments
6. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, ein praxisbezogenes Risikoregister für das Redevelopment von Wohnimmobilien zu konzipieren, um Projektrisiken während der Konzeptionsphase frühzeitig zu identifizieren und geeignete Bewältigungsmaßnahmen zu definieren. Dabei steht die Beantwortung der Forschungsfrage im Fokus, welche objektspezifischen Risiken bei einem solchen Vorhaben zu erwarten sind und wie diese durch ein systematisches Risikomanagement gesteuert werden können.
4.1.1. Schadstoffe
Gebäudeschadstoffe haben eine unmittelbare Auswirkung auf den Termin- und Kostenfaktor eines Redevelopments, da entsprechende Schadstoffsanierungen, je nach Ausmaß der Kontamination, mit hohem Aufwand verbunden sind. Um das Risiko in einem ersten Schritt zu beurteilen, können die verwendeten Schadstoffmaterialien der entsprechenden Baujahre anhand verschiedener Auswertungen überprüft werden, um daraus erste Kosten- und Risikoeinschätzungen treffen zu können.
Es lässt sich erkennen, dass in den 1990er Jahren durch Verwendungsverbote die bis dahin oftmals verbauten Schadstoffe nicht mehr weiter genutzt wurden. Diese Verbote traten durch das im Jahr 1999 eingeführten Bundes-Bodenschutzgesetz (BBodSchG) in Kraft, welches durch die Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung ergänzt wird, sowie zwischen behebungspflichtigen und nicht behebungspflichtigen Maßnahmen unterscheidet (Kamping, 2016, S. 288). Während demnach insbesondere Altlasten behebungspflichtig sind, kommt bei Bodenverunreinigungen die Gefahr erst zum Tragen, wenn durch Unterbauungen oder Kellerbauten Eingriffe in den kontaminierten Boden vorgenommen werden müssen. Auch unterirdische Tanks können hierbei eine Gefahr darstellen.
Bei dem Kauf einer Immobilie, welche einem potenziellen Redevelopment unterzogen werden soll, ist also stets auf das Altlastenrisiko einzugehen. Kaufvertragliche Vereinbarungen wie Kaufpreisanpassungen, die Abwälzung des Rückbaus und der Entsorgung auf den Verkäufer, oder auch das Errichten eines Testaments, welches einen schadstofffreien Baugrund sicherstellt, können das Kostenrisiko minimieren.
1. Einleitung: Diese Einleitung erläutert den Hintergrund des Risikomanagements in der Immobilienwirtschaft und definiert das Forschungsvorhaben sowie die Forschungsfragen zur Identifikation unsystematischer Risiken in der Konzeptionsphase.
2. Grundlagen des Risikomanagements: Dieses Kapitel behandelt die theoretischen Definitionen, rechtliche Rahmenbedingungen sowie Methoden zur Kategorisierung und systematischen Steuerung von Risiken.
3. Methodik: Hier wird der methodische Ansatz der Arbeit beschrieben, der auf Literaturrecherche und qualitativen Experteninterviews mit Branchenvertretern basiert.
4. Risikoregister für das Redevelopment von Wohnimmobilien: Dieses Hauptkapitel detailliert die verschiedenen Risikobereiche – von Grundstücks- und Bauzustandsfragen bis hin zu Finanzierungs- und Vertragsaspekten – sowie entsprechende Bewältigungsstrategien.
5. Praktische Anwendung des Risikoregisters auf das Redevelopment eines Wohnheims: Das Kapitel veranschaulicht die praktische Implementierung des entwickelten Risikoregisters an einem konkreten Fallbeispiel in München.
6. Fazit und Ausblick: Hier werden die Ergebnisse kritisch gewürdigt und Empfehlungen für eine zukünftige, toolgestützte Risikokontrolle in der Projektentwicklung ausgesprochen.
Risikomanagement, Redevelopment, Wohnimmobilien, Konzeptionsphase, Risikoregister, Projektentwicklung, Gebäudeschadstoffe, Baubestand, Vertragsmanagement, Immobilienfinanzierung, Denkmalschutz, Bauphysik, Brandschutz, Sanierung, Risikobewertung
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und Anwendung eines Risikoregisters als Managementinstrument für das Redevelopment von Wohnimmobilien in der Konzeptionsphase.
Die zentralen Felder umfassen Gebäudeschadstoffe, statische Grundlagen, Brandschutzkonzepte, vertragsrechtliche Risiken sowie wirtschaftliche Aspekte wie Finanzierung und Zertifizierungen.
Das Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, welche unsystematischen, objektspezifischen Risiken bei der Planung von Wohnungsredvelopments auftreten und wie diese effizient bewältigt werden können.
Es wird ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, der auf einer fundierten Literaturrecherche und der Auswertung von strukturierten Experteninterviews mit Immobilienfachleuten beruht.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Risikoanalyse der relevanten Teilbereiche der Projektentwicklung sowie die darauffolgende Anwendung dieser Erkenntnisse auf ein konkretes Praxisprojekt.
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Risikomanagement, Redevelopment, Gebäudezustand, Kostenplanung und Projektentwicklung aus.
Schadstoffe haben eine unmittelbare Auswirkung auf Termin- und Kostenfaktoren, da ihre Sanierung oft mit hohem Aufwand verbunden ist, weshalb eine frühzeitige Identifikation essentiell ist.
Da umfassende Sanierungen oder Nutzungsänderungen zum Verlust des Bestandsschutzes führen können, müssen bei einem Redevelopment neue rechtliche und bautechnische Anforderungen erfüllt werden, was ein erhebliches Risiko darstellt.
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