Magisterarbeit, 2007
152 Seiten, Note: 1,3
Diese Magisterarbeit untersucht die deutsche Außenpolitik während der Irak-Krise 2003 und analysiert den sogenannten „deutschen Weg“, der sich von der Politik anderer westlicher Staaten unterschied. Die Arbeit beleuchtet die komplexen Faktoren, die zu dieser Positionierung Deutschlands führten.
Die Einleitung führt in die Thematik ein und beschreibt die Herausforderungen für die deutsche Außenpolitik nach dem Ende des Kalten Krieges. Kapitel II und III beleuchten die Auswirkungen des 11. Septembers und die außenpolitische Konzeption der rot-grünen Regierung. Kapitel IV bis VI behandeln die Bedrohungsperzeption der Bundesregierung, die Stimmung in der Bevölkerung und die deutschen Interessen in Bezug auf den Irak. Kapitel VII skizziert die Entstehung des „deutschen Weges“. Die Kapitel VIII und IX analysieren die Auswirkungen des „deutschen Weges“ auf die Beziehungen zu wichtigen Partnern und untersuchen die Interessenorientierung der deutschen Außenpolitik.
Kapitel X konzentriert sich auf innerstaatliche Ursachen des „deutschen Weges“, während Kapitel XI die Rhetorik und Diplomatie der Bundesregierung im Kontext der Krise untersucht.
Deutsche Außenpolitik, Irak-Krise 2003, „Deutscher Weg“, transatlantische Beziehungen, deutsch-französische Kooperation, Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik (GASP), Multilateralismus, Interessenorientierung, Innenpolitik, Rhetorik, Diplomatie.
Der „deutsche Weg“ bezeichnet die spezifische außenpolitische Positionierung der Bundesrepublik Deutschland unter der rot-grünen Regierung, die sich 2003 gegen eine Teilnahme am Irak-Krieg entschied und damit einen eigenständigen Kurs einschlug.
Die Arbeit untersucht das Selbstverständnis von Kanzler Schröder und Außenminister Fischer, wobei zwischen neuem „Selbstbewusstsein“ und traditioneller „Selbstbeschränkung“ in der deutschen Außenpolitik abgewogen wird.
Die Krise führte zu einer deutlichen Distanzierung von den USA und markierte einen Wandel von uneingeschränkter Solidarität hin zu einer kritischeren Haltung und einer verstärkten Kooperation mit Frankreich.
Unter dem Leitsatz „Foreign policy begins at home“ analysiert die Arbeit die Stimmung der Bevölkerung im Vorfeld des Krieges als maßgeblichen Faktor für die Regierungsentscheidung.
Die Untersuchung zeigt eine zeitweise Irrelevanz der GASP auf, da Deutschland eher auf nationale Alleingänge oder bilaterale Kooperationen (wie mit Frankreich) setzte, anstatt auf einen rein multilateralen EU-Ansatz.
Ja, die Arbeit thematisiert stilistische Fehltritte in der Rhetorik und Diplomatie der Bundesregierung, die zum Ende der deutschen Berechenbarkeit für internationale Partner beitrugen.
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