Bachelorarbeit, 2020
41 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
2. Das Prinzip des ,,Gottes aus der Maschine”
2.1 Definition und Verwendung im antiken Theater
2.2 Entstehungsprozess aus religionswissenschaftlicher Perspektive
3. Aus Wissen wird Wissenschaft
3.1 Licht aus dem Osten
3.2 Die Geburt der Wissenschaft in der griechischen Antike
3.2.1 Die Ionische Aufklärung
3.2.2 Anaxagoras´ Desakralisierung des Kosmos
3.2.3 Die Attische Philosophie
3.2.4 Die Schule von Alexandria
4. Der abrahamitische Monotheismus und die Wissenschaft
5. Die Wiederentdeckung und Erweiterung des antiken Wissens
5.1 Entdeckungen, Naturkatastrophen und Glaubenskriesen
5.2 Die Welt bekommt ein neues Bild
5.3 Der Prozess gegen die Empirie
5.4 Rationales Denken wird zum Motor des Fortschritts
6. Zwei Forscher ein Ziel
6.1 Alexander von Humboldt: Die Vermessung der Natur
6.2 Charles Darwin: Von einer Weltreise zur Evolution
7. Moderne Formen des Empirismus
8. Fazit
9. Literaturverzeichnis
9.1 Quellen
9.2 Forschungsliteratur
Diese Arbeit untersucht die historische Genese der empirisch fundierten Wissenschaften durch eine historiographische Skizze, welche den Übergang von mythologischen Erklärungsmodellen hin zu kritisch-rationalem und empirischem Denken nachzeichnet.
2.1 Definition und Verwendung im antiken Theater
Seiner lexikalischen Bedeutung nach beschreibt die Bezeichnung ,,Deus ex Machina” einen inszenierten ,,Auftritt eines Gottes, der kraft seiner Macht einen an sich unlösbaren Konflikt, eine dramatische Aporie, löst.” Dieser Eingriff erfolgte im antiken Theater überraschend und mittels einer Hebemaschine (lat. machina). Intendiert war dabei eine künstlich hervorgerufene und unerwartete Lösung von Problemen und Notsituationen.
Exemplarisch hierfür sind vor allem die Dramen des antiken griechischen Tragödiendichters Euripides (480 oder 485/484-406 v. Chr.), der zusammen mit Aischylos (525-456 v. Chr.) und Sophokles (497/496-406/405 v. Chr.) zu den drei großen Protagonisten der klassischen Tragödie des Altertums gehört. Dies gilt insbesondere für das 431 v. Chr. von ihm geschriebene Bühnenstück ,,Medea”, das auf einem griechischen Mythos basiert. Als magisch begabte Tochter des Königs Aietes von Kolchis, eine an der Ostküste des Schwarzen Meeres gelegene antike Landschaft, steht Medea anfangs ihrem Ehegatten Iason, Sohn des Königs Aison von Iolkos, bei seiner Suche nach dem ,,Goldenen Vlies” mit ihren Zauberkünsten zur Seite. Nachdem sie jedoch erfahren hat, dass dieser Ehebruch beging, möchte sie sich als beleidigte Ehefrau an ihm rächen, indem sie mehrere Morde plant und bei diesen vor nichts und niemandem – nicht einmal vor dem Leben ihrer eigenen Söhne – haltmacht. Obwohl Iason aufgrund des traurigen Schicksals seiner Söhne von Hass, Zorn und Wut zerfressen ist und Medea ebenfalls umbringen möchte, erhält er keine Gelegenheit seine Gedanken in die Tat umzusetzen, weil er durch das Eingreifen einer höheren göttlichen Macht aufgehalten wird.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Notwendigkeit des Wissenserwerbs für den Menschen ein und begründet das Ziel, die Entwicklung von mythischen Weltdeutung zum kritisch-rationalen Denken zu skizzieren.
2. Das Prinzip des ,,Gottes aus der Maschine”: Das Kapitel definiert den Begriff "Deus ex Machina" im antiken Theater und beleuchtet dessen religionswissenschaftliche Entstehung als Antwort auf Notsituationen.
3. Aus Wissen wird Wissenschaft: Es werden die Grundvoraussetzungen wissenschaftlichen Denkens beschrieben und die Geburtsstunde der Wissenschaft in der griechischen Antike sowie die Bedeutung Mesopotamiens hervorgehoben.
4. Der abrahamitische Monotheismus und die Wissenschaft: Dieses Kapitel vergleicht den Umgang mit antikem Wissen im europäischen Mittelalter und im islamischen Kulturraum.
5. Die Wiederentdeckung und Erweiterung des antiken Wissens: Es wird die Transformation des Weltbildes durch Entdeckungsreisen, Reformation und die wissenschaftliche Revolution thematisiert.
6. Zwei Forscher ein Ziel: Die empirischen Arbeitsweisen von Alexander von Humboldt in der Naturforschung und Charles Darwin in der Evolutionstheorie werden detailliert betrachtet.
7. Moderne Formen des Empirismus: Dieses Kapitel diskutiert die Ansätze des Wiener Kreises zum Logischen Empirismus und den Übergang zum kritischen Rationalismus nach Karl Popper.
8. Fazit: Das Fazit fasst das Verhältnis von Wissenschaft und Religion als dynamischen Prozess zusammen und plädiert für die Freiheit der Wissenschaft.
Wissenschaftsgeschichte, Empirismus, Aufklärung, Deus ex Machina, Griechische Antike, Rationalität, Naturkatastrophen, Evolution, Alexander von Humboldt, Charles Darwin, Kritischer Rationalismus, Wiener Kreis, Religion, Weltbild, Wissenserkenntnis.
Die Bachelorarbeit behandelt die historische Entwicklung des menschlichen Wissens von mythischen Erklärungsmodellen hin zu den empirisch fundierten modernen Wissenschaften.
Zu den zentralen Themen gehören das "Deus ex Machina"-Prinzip, die Entwicklungsgeschichte der Wissenschaft in der Antike, der Wissenstransfer im Mittelalter sowie die moderne Wissenschaftstheorie.
Das Ziel ist eine historiographische Skizze, die den Prozess der kritisch-rationalen Verwissenschaftlichung menschlichen Wissens im Laufe der Geschichte nachvollziehbar macht.
Die Arbeit nutzt die Methode der historischen Wissenschaftsanalyse und vergleicht primäre und sekundäre Quellen zur Wissenschaftsgeschichte, um die Genese empirischer Erkenntnismethoden aufzuzeigen.
Im Hauptteil werden die Etablierung wissenschaftlicher Standards von der griechischen Antike bis hin zu den Naturforschern des 19. Jahrhunderts und den wissenschaftstheoretischen Debatten des 20. Jahrhunderts analysiert.
Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch Begriffe wie Empirismus, Wissenschaftsgeschichte, Aufklärung, Evolution und Kritischer Rationalismus beschreiben.
Der Autor interpretiert das Prinzip als ein stilistisches Mittel, das in antiken Notsituationen eingesetzt wurde, um Konflikte metaphysisch zu lösen, und beschreibt diesen als Gegenentwurf zur späteren rationalen Weltdeutung.
Darwin unterschied sich durch die konsequente Stützung seiner Evolutionstheorie auf breit angelegte, empirische Beobachtungen, die ihn von rein theoretischen Vorgängern abhoben.
Er markiert das Ende einer Entwicklung, in der die Grenzen des Reduktionismus des Wiener Kreises aufgezeigt und durch die Falsifizierbarkeit als neues Kriterium für wissenschaftliche Theorien ersetzt wurden.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

