Magisterarbeit, 2003
90 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
1.1 Einführung in die Problematik
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Definitionen des Begriffs Investor Relations
2.2 Abgrenzung zwischen Investor Relations, Public Relations und Marketing
2.3 Organisatorische Einbindung von Investor Relations in das Unternehmen
2.4 Investor Relations und Shareholder Value
3 Ziele
3.1 Primärziele
3.1.1 Optimale Unternehmensbewertung finden
3.1.2 Senkung der Kapitalkosten
3.1.3 Beeinflussung der Aktionärsstruktur
3.1.4 Hoher Aktienkurs als Schutz vor Übernahmen
3.2 Sekundärziele
3.2.1 Steigerung des Bekanntheitsgerades/ Imagegewinn
3.2.2 Förderung des Vertrauens
4 Zielgruppen
4.1 Investoren
4.1.1 Institutionelle Investoren
4.1.2 Private Investoren
4.2 Multiplikatoren
4.2.1 Finanzanalysten
4.2.2 Wirtschafts- oder Finanzjournalisten
4.2.3 Anlageberater
5 Instrumente und Maßnahmen
5.1 Pflichtmaßnahmen
5.1.1 Veröffentlichungspflichten bei der Zulassung zum Handel
5.1.2 Regelmäßige Unternehmenspublizität
5.1.3 Hauptversammlung
5.1.4 Ad-hoc-Publizität
5.2 Freiwillige Maßnahmen
5.2.1 Schriftliche, unpersönliche Unternehmenskommunikation
5.2.2 Mündliche, persönliche Unternehmenskommunikation
5.2.3 Internet
6 Vorbereitung und Durchführung der empirischen Studie
6.1 Problemformulierung
6.2 Konzeption der Studie
6.2.1 Informationsquelle
6.2.2 Erhebungsinstrument
6.3 Durchführung
7 Auswertung der Studie
7.1 Teil A: Allgemeine Fragen zu Investor Relations (Fragen 1-5)
7.2 Teil B: Aussagen über die Aktionäre (Fragen 6-9)
7.3 Teil C: Aussagen über die Zielgruppenunterscheidung
7.3.1 Private Aktionäre (Fragen 10-15)
7.3.2 Institutionelle Investoren (Fragen 16-20)
7.3.3 Finanzanalysten (Fragen 21-24)
7.3.4 Journalisten (Fragen 25-30)
7.3.5 Allgemein zu IR-Instrumenten und Zielgruppen (Fragen 31-33)
7.4 Teil D: Aussagen über die Informationen im Internet
7.4.1 Allgemeine Informationen über die Gesellschaft (Fragen 34-39)
7.4.2 Finanzberichte (Fragen 40-43)
7.4.3 Aktien (Fragen 44-49)
7.4.4 Video- und Liveübertragungen (Fragen 50-54)
7.4.5 Presse (Fragen 55-56)
7.4.6 Service (Fragen 57-64)
7.4.7 Hauptversammlung (Fragen 65-73)
7.4.8 Kontaktmöglichkeiten (Fragen 74-79)
8 Zusammenfassung und Auswertung der Ergebnisse
8.1 Teil A:
8.2 Teil B:
8.3 Teil C:
8.4 Teil D:
9 Schlussbetrachtung
Die Arbeit analysiert die Möglichkeiten und Herausforderungen einer zielgruppenadäquaten Finanzkommunikation börsennotierter Unternehmen. Das primäre Ziel besteht darin, durch eine empirische Untersuchung der DAX-30-Gesellschaften aufzuzeigen, wie effektiv verschiedene Investor-Relations-Instrumente eingesetzt werden, um die unterschiedlichen Informationsbedürfnisse von Aktionären, Analysten und Journalisten zu befriedigen.
1.1 Einführung in die Problematik
„Alle Aktionäre sind dumm und frech. Dumm, weil sie Aktien kaufen, und frech, weil sie dann auch noch eine Dividende haben wollen.“ Diese Ideologie von Carl Fürstenberg spiegelte lange das Verhältnis vieler Aktiengesellschaften zu ihren Eigentümern wider. Inzwischen hat sich dies aber bedeutend verändert. Der Stellenwert der Aktionäre in der Gesellschaft ist höher angesiedelt denn je, weil in Zeiten stark schwankender Aktienkurse und einer rezessiven bzw. stagnierenden Konjunktur das Vertrauen der Investoren immer wichtiger wird. Es gilt dieses zurück zu gewinnen, das Vertrauen der Investoren in die Börse im Allgemeinen und in die Aktie des eigenen Unternehmens im Besonderen. Ziel der Aktiengesellschaften muss es daher sein, durch einen kontinuierlichen Dialog sowohl mit den aktuellen und potentiellen Investoren, als auch mit den Analysten und Journalisten eine erfolgreiche Markendifferenzierung im Hinblick auf das Unternehmen, wie auch auf die Aktie selbst zu erreichen.
Zudem sind Aktionäre nur dann bereit zu investieren, wenn Erfolg versprechende Aussichten auf Kapitalzuwachs bei den Unternehmen vorhanden sind. Kapitalsuchende Unternehmen müssen nicht nur im aktuellen operativen Geschäft attraktive Wertsteigerungen realisieren, sondern müssen diese vorab in Form von strategischen Unternehmenskonzepten formulieren und diese den Zielgruppen glaubhaft vermitteln.
Diese Kommunikation zwischen der Gesellschaft und ihren Zielgruppen wird Investor Relations genannt. Investor Relations kann eine stabilisierende und langfristige Wirkung auf den Aktienkurs haben, wenn die Firmen ehrlich, transparent und zielgruppengerecht aktuelle Informationen an die „Financial Community“ kommunizieren.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die veränderte Rolle der Aktionärskommunikation ein und erläutert die Zielsetzung sowie den Aufbau der Arbeit.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert den Begriff Investor Relations, grenzt ihn von PR und Marketing ab und beleuchtet die organisatorische Einbindung sowie den Zusammenhang zum Shareholder-Value-Konzept.
3 Ziele: Hier werden die primären Ziele, wie die optimale Unternehmensbewertung, sowie sekundäre Ziele, etwa die Imagebildung, differenziert dargestellt.
4 Zielgruppen: Dieses Kapitel analysiert die heterogene Zusammensetzung der Financial Community, insbesondere die Anforderungen von Investoren und Multiplikatoren.
5 Instrumente und Maßnahmen: Es erfolgt eine detaillierte Aufarbeitung sowohl gesetzlich verpflichtender Maßnahmen als auch freiwilliger Kommunikationsinstrumente.
6 Vorbereitung und Durchführung der empirischen Studie: Dieses Kapitel legt die Methodik der eigenen Untersuchung dar, einschließlich der Auswahl der untersuchten DAX-Gesellschaften.
7 Auswertung der Studie: Die Ergebnisse der empirischen Umfrage werden hier detailliert nach Zielgruppen und Instrumenten ausgewertet und analysiert.
8 Zusammenfassung und Auswertung der Ergebnisse: Dieses Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse der empirischen Studie zusammen und interpretiert die Ergebnisse.
9 Schlussbetrachtung: Die Arbeit endet mit einem Fazit zur aktuellen Situation der Investor Relations und einem Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.
Investor Relations, Finanzkommunikation, Shareholder Value, Aktiengesellschaften, Finanzanalysten, Privataktionäre, DAX-30, Unternehmenspublizität, Kapitalmarkt, Investor Relations-Instrumente, Hauptversammlung, Geschäftsbericht, Internet, Finanzpressearbeit, Unternehmensbewertung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der professionellen Kommunikation zwischen börsennotierten Unternehmen und deren verschiedenen Anspruchsgruppen am Kapitalmarkt.
Im Fokus stehen die theoretischen Grundlagen von Investor Relations, die Definition von Zielgruppen sowie die Analyse verschiedener Kommunikationsinstrumente in Theorie und Praxis.
Das Hauptziel ist es, auf Basis einer empirischen Studie bei DAX-Unternehmen zu prüfen, wie zielgruppenadäquat die aktuelle Investor Relations-Arbeit in Deutschland gestaltet ist.
Die Autorin führte eine standardisierte Befragung unter den DAX-30-Gesellschaften durch, ergänzt durch eine systematische Analyse der jeweiligen Internetpräsenzen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine detaillierte Erläuterung der Instrumente (Pflicht vs. freiwillig) und die Auswertung einer empirischen Studie zum tatsächlichen Status quo.
Investor Relations, Finanzkommunikation, Shareholder Value, Kapitalmarkt, Zielgruppendifferenzierung und Unternehmenspublizität.
Da diese Gruppen völlig unterschiedliche Informationsbedürfnisse und Kommunikationsgewohnheiten haben, erfordert eine effiziente Investor Relations-Arbeit eine spezifische Aufbereitung und Bereitstellung der Finanzinformationen für beide Zielgruppen.
Das Internet wird als zentrales Dialoginstrument identifiziert, das kostengünstige, zeitnahe und globale Kommunikation ermöglicht, aber von vielen Unternehmen bisher nur unzureichend als interaktives Service-Tool genutzt wird.
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