Bachelorarbeit, 2022
80 Seiten, Note: 1,0
1. Einführung
2. Theoretische Rahmung
2.1. Unipolare Depression: Eine psychische Störung
2.1.1. Epidemiologie
2.1.2. Prävalenz
2.1.3. Therapie
2.2. Tiergestützte Therapie
2.2.1. Geschichtlicher Hintergrund der tiergestützten Therapie
2.2.2. Erklärungsansätze der Mensch-Tier-Beziehung
2.2.2.1. Biophilie-Hypothese
2.2.2.2. Du-Evidenz
2.2.2.3. Bindungstheorie
2.2.2.4. Bindungshormon Oxytocin
2.3. Der Therapiebegleithund
2.3.1. Der Therapiebegleithund in der Psychotherapie
2.4. Finanzielle Rahmenbedingungen hundegestützter Therapie
2.5. Zwischenfazit: Zusammenschau zentraler theoretischer Erkenntnisse
3. Zielsetzung und Fragestellung
4. Methodik
4.1. Übersichtstabelle
4.2. Ein- und Ausschlusskriterien
4.3. Datenbanken
4.4. Güte der Studien
4.5. Suchstrategie und Studienauswahl
5. Hundegestützte Therapie bei Menschen mit Depression
5.1. Vorstellung der ausgewählten Studien
5.2. Ergebnisse
5.3. Unterstützung durch einen Therapiebegleithund im Rahmen tiergestützter Psychotherapie
5.3.1. Hinsichtlich des Therapeutischen Prozesses
5.3.2. Hinsichtlich des Menschen mit Depression
5.4. Chancen und Hürden bei der Unterstützung von Menschen mit Depression durch einen Therapiebegleithund im Rahmen tiergestützter Therapie
5.4.1. Chancen
5.4.2. Hürden
5.5. Limitationen der gesichteten Studien
6. Diskussion
6.1. Bezug zu theoretischen Erkenntnissen
6.2. Beantwortung der leitenden Fragestellung
7. Fazit und Ausblick für weitere Forschung
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, mittels einer literaturbasierten Recherche zu untersuchen, inwieweit Therapiebegleithunde bei der psychotherapeutischen Behandlung von Menschen mit unipolarer Depression unterstützend wirken können. Dabei steht die systematische Analyse bisheriger wissenschaftlicher Studien im Fokus, um Erkenntnisse über den Nutzen, die Chancen sowie die Limitationen dieses ergänzenden Therapieansatzes zu gewinnen.
2.3.1. Der Therapiebegleithund in der Psychotherapie
„Ein Hund kann in Welten vordringen, in denen der Mensch nicht einmal mehr die Erlaubnis bekommt, auch nur leise anzuklopfen“ (Nülle-Horre, 2015, 26).
Ganser (2017) zufolge ließen sich Hunde sehr gut in die Psychotherapie einbinden, da der Hund Fähigkeiten mitbringe, die kein anderes Tier aufweise. Das bestätigt auch Röger-Lakenbrink (2018):
[Therapiebegleithunde] stellen keine Anforderungen und haben keine Erwartungshaltung. Sie nähern sich unvoreingenommen und akzeptieren jeden Menschen ohne Vorurteile. Sie schenken Vertrauen und sind auch vertrauenswürdig. Sie vermitteln Nähe, Sicherheit und Geborgenheit. Sie reagieren sensibel auf Stimmungen und Gefühle. Sie motivieren zum Leben […]. (10).
Hunde sind als Rudeltiere sozial lebende Wesen, die nach sozialer Interaktion streben und die Fähigkeit besitzen, Bindungen zueinander einzugehen und sich auf das Gegenüber einzustellen (Miklósi, 2011). Diese Ähnlichkeiten zum Menschen bilden die Basis für den gemeinsamen Prozess innerhalb einer Psychotherapie (Beetz et al., 2018c). Laut Vernooij und Schneider (2018) fördern Hunde u. a. durch diese Ähnlichkeiten die Persönlichkeitsentwicklung des Menschen.
1. Einführung: Das Kapitel stellt die Depression als verbreitetes Krankheitsbild dar und erläutert die Relevanz ergänzender Therapieformen, speziell der tiergestützten Intervention.
2. Theoretische Rahmung: Hier werden die medizinischen Grundlagen der unipolaren Depression sowie die wissenschaftliche Basis der tiergestützten Therapie, inklusive theoretischer Erklärungsmodelle und der Bedeutung des Therapiebegleithundes, fundiert dargelegt.
3. Zielsetzung und Fragestellung: Das Kapitel definiert das Forschungsziel der literaturbasierten Recherche und leitet daraus die zentrale sowie die ergänzenden Forschungsfragen ab.
4. Methodik: Es wird das Vorgehen des systematischen Literaturreviews beschrieben, einschließlich der Suchstrategie, der Datenbankauswahl sowie der definierten Ein- und Ausschlusskriterien für die Studien.
5. Hundegestützte Therapie bei Menschen mit Depression: In diesem Kapitel werden die ausgewählten Studien vorgestellt und deren Ergebnisse kritisch analysiert, insbesondere hinsichtlich ihrer Auswirkung auf den therapeutischen Prozess und das Befinden der Betroffenen.
6. Diskussion: Die Ergebnisse werden in den theoretischen Kontext eingeordnet, kritisch evaluiert und dienen als Basis für die Beantwortung der zentralen Forschungsfrage.
7. Fazit und Ausblick für weitere Forschung: Das Kapitel reflektiert die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse, identifiziert Limitationen und formuliert Empfehlungen für zukünftige Forschungsarbeiten in diesem Feld.
Hundegestützte Therapie, Psychotherapie, Unipolare Depression, Therapiebegleithund, Mensch-Tier-Beziehung, Literaturreview, Bindungstheorie, Psychische Gesundheit, Interventionsforschung, Evidenz, Therapeutischer Prozess, Befindlichkeit, Affektive Störungen, Soziale Unterstützung, Oxytocin.
Der Fokus der Arbeit liegt auf dem Potenzial hundegestützter Therapien als ergänzender Ansatz in der psychotherapeutischen Behandlung von Menschen mit einer unipolaren Depression.
Die Arbeit behandelt die klinischen Grundlagen der Depression, die wissenschaftlichen Theorien zur Mensch-Tier-Interaktion, die Rolle des Therapiebegleithundes und die methodische Auswertung bestehender Studien zu diesem Thema.
Das Ziel ist es, mittels einer systematischen literaturbasierten Recherche zu ermitteln, ob und wie Therapiebegleithunde therapeutische Prozesse bei depressiven Patienten positiv unterstützen können.
Die Autorin führt ein systematisches Literaturreview durch, bei dem wissenschaftliche Studien nach strengen Ein- und Ausschlusskriterien gesichtet, bewertet und analysiert wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Einleitung in das Störungsbild und die Interventionsform, gefolgt von einer ausführlichen methodischen Beschreibung der Recherche und der Analyse von sechs ausgewählten Studien.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie hundegestützte Psychotherapie, Depression, Therapiebegleithund, Wirkmechanismen der Mensch-Tier-Beziehung und empirische Evidenz beschreiben.
Die Brückenfunktion beschreibt die Fähigkeit des Hundes, als emotional „ungefährlicher“ Vermittler eine angstfreie Atmosphäre zu schaffen, die den Beziehungsaufbau zwischen Patient und Therapeut in der Psychotherapie erleichtert.
Wie in den Limitationen (Kapitel 5.5) dargelegt, liegen die Gründe in den geringen Stichprobengrößen der Studien und einer schwierigen Umsetzbarkeit randomisierter kontrollierter Designs, was die Vergleichbarkeit der Ergebnisse einschränkt.
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