Bachelorarbeit, 2021
102 Seiten, Note: 2,5
1 Einleitung und allgemeine Einordnung
1.1 Problemstellung
1.2 Ziel der Arbeit
1.3 Begriff der Rechtsform
1.4 Begriff Steuern
2 Unterschiedliche Rechtsformen
2.1 Einzelunternehmen
2.2 Gesellschaft bürgerlichen Rechts
2.3 Gesellschaft mit beschränkter Haftung
2.4 Offene Handelsgesellschaft
2.5 Kommanditgesellschaft
2.6 Aktiengesellschaft
3 Steuerbelastungsvergleich zwischen Einzelunternehmen, Gesellschaft mit beschränkter Haftung und der Offenen Handelsgesellschaft
3.1 Einkommensteuer
3.2 Körperschaftsteuer
3.3 Zuschlagsteuern zur Einkommen- und Körperschaftsteuer
3.4 Gewerbesteuer
4 Berechnung anhand von Rechenbeispielen
4.1 Einzelunternehmen
4.2 Gesellschaft mit beschränkter Haftung
4.3 Offene Handelsgesellschaft
4.4 Vergleich der Steuerbelastungen
4.5 Auswahl der steuergünstigsten Rechtsform
5 Fazit
Die vorliegende Bachelor-Thesis untersucht die steuerlichen Aspekte bei der Wahl der Rechtsform für ein Unternehmen, wobei ein direkter Vergleich zwischen dem Einzelunternehmen, der GmbH und der OHG im Fokus steht, um dem Unternehmer eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu bieten.
2.1 Einzelunternehmen
Ein Einzelunternehmen ist ein Unternehmen, das als Unternehmensträger eine einzige natürliche Person hat. Die Rechtsform des Einzelunternehmens liegt bei ca. 70 Prozent der betriebenen Unternehmen vor. Für die Gründung eines Einzelunternehmens sind keine Gründungsformalitäten einzuhalten. Ein Einzelunternehmer besitzt bei der Gründung ausschließlich Privatvermögen. Nach der Gründung teilt sich das Vermögen des Einzelunternehmers jedoch in Privat- und Betriebsvermögen auf. Das Betriebsvermögen ist der Teil, der dem Unternehmen zugeordnet wird. Das Vermögen kann sowohl Geld als auch Sachmittel (z.B. Büroeinrichtung, Computer, Kfz) darstellen.
Das Betriebsvermögen bleibt immer Teil des Gesamtheitsvermögens des Einzelunternehmers und wird lediglich rechnungstechnisch abgesondert (etwa durch Ausweis in der Bilanz). Bei Gewinnen oder Verlusten des Einzelunternehmers vermehrt oder vermindert sich automatisch das Gesamthandvermögen des Einzelunternehmers. Jede Veränderung hat eine unmittelbare Auswirkung auf das Vermögen des Einzelunternehmers, denn dem Einzelunternehmer werden alle Gewinne und Verluste seines Unternehmens unmittelbar zugeordnet, d.h. dass er persönlich und unbeschränkt mit seinem gesamten Vermögen (Betriebsvermögen und Privatvermögen) haftet. Der Einzelunternehmer betreibt als Kaufmann seine Handelsgeschäfte unter dem Namen seiner Firma (vgl. § 17 Abs. 1 HGB). Für die Gewinnermittlung eines Einzelunternehmens gibt das Einkommensteuergesetz zwei Methoden vor. Zum einen die Gewinnermittlungsmethode des Reinvermögenszugangs nach § 4 Abs. 1 Satz 1 EStG und zum anderen die Ermittlung des Überschusses der Betriebseinnahmen über die Betriebsausgaben nach § 4 Abs. 3 Satz 1 EStG (auch genannt: Einnahmenüberschussrechnung; kurz: EÜR).
1 Einleitung und allgemeine Einordnung: Dieses Kapitel erläutert die Problemstellung bei der Rechtsformwahl und definiert Zielsetzung sowie die zentralen Begriffe der Arbeit.
2 Unterschiedliche Rechtsformen: Hier werden die gängigsten Rechtsformen in Deutschland, insbesondere des privaten Rechts, detailliert beschrieben.
3 Steuerbelastungsvergleich zwischen Einzelunternehmen, Gesellschaft mit beschränkter Haftung und der Offenen Handelsgesellschaft: Dieses Kapitel vergleicht die steuerliche Belastung hinsichtlich Einkommen-, Körperschaft-, Gewerbe- und Zuschlagsteuern.
4 Berechnung anhand von Rechenbeispielen: Anhand einer Fallstudie von Rainer Zufall werden die steuerlichen Belastungen der verschiedenen Rechtsformen konkret berechnet und verglichen.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass die Rechtsformwahl eine individuelle Entscheidung basierend auf verschiedenen betriebswirtschaftlichen und steuerlichen Aspekten ist.
Einzelunternehmen, Offene Handelsgesellschaft, Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Rechtsformwahl, Gewerbesteuer, Einkommensteuer, Körperschaftsteuer, Steuerbelastungsvergleich, Unternehmensgründung, Gesamthandsvermögen, Besteuerung, Betriebsvermögen, Privatvermögen, Haftung.
Die Arbeit befasst sich mit der steuerlichen Analyse der Rechtsformwahl bei der Unternehmensgründung in Deutschland, wobei ein direkter Steuerbelastungsvergleich zwischen dem Einzelunternehmen, der GmbH und der OHG durchgeführt wird.
Die zentralen Themen umfassen die rechtlichen Grundlagen der genannten Gesellschaftsformen, die steuerliche Gewinnermittlung sowie die konkrete Ermittlung der Steuerlast anhand quantitativer Berechnungsmodelle.
Ziel ist es, die steuerlichen Vor- und Nachteile sowie die Haftungsverhältnisse beim Einzelunternehmen, der OHG und der GmbH gegenüberzustellen, um Gründern eine Entscheidungshilfe bei der Wahl der Rechtsform zu geben.
Es handelt sich um eine betriebswirtschaftlich-ökonomische Analyse, die insbesondere auf der Auswertung relevanter Steuergesetze (EStG, KStG, GewStG) und einer methodischen Vergleichsrechnung mittels Fallbeispielen basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Vorstellung der Rechtsformen und deren steuerrechtliche Einordnung sowie in den praktischen Teil der quantitativen Vergleichsberechnungen anhand definierterGewinnszenarien.
Zu den Kernbegriffen zählen: Rechtsformwahl, Einzelunternehmen, GmbH, OHG, Einkommensteuer, Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer, Steuerbelastung und Unternehmensgründung.
Die Haftung ist ein zentrales Kriterium, wobei insbesondere die GmbH durch die Haftungsbeschränkung auf das Gesellschaftsvermögen Schutz bietet, während Einzelunternehmer und OHG-Gesellschafter persönlich und unbeschränkt haften.
Die Gewerbesteuerbelastung ist ein entscheidender Faktor, da sie sich je nach Rechtsform unterscheidet und bei Personengesellschaften wie der OHG teilweise auf die Einkommensteuer angerechnet werden kann.
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