Bachelorarbeit, 2022
76 Seiten, Note: 1.0
1. Entstehung der Migrationsgesellschaft Deutschland.
1.1 Postmigrantische Gesellschaft Deutschland, im 21. Jahrhundert
1.2 Muslim:innen im säkularen Deutschland, im 21. Jahrhundert
2. Islamische (Be)Kleidung und das Kopftuch
2.1 Das Kopftuch innerhalb Deutschlands, im 21. Jahrhundert
2.2 Modest Fashion
3. Aus- und Abgrenzung durch das Kopftuch
3.1 Politisierte Religion
3.2 Soziale Ausgrenzung
3.3 kritische Mediale Inzenierung
4. Emanzipatorische Bewegung
4.1 Islamischer Feminismus und das Kopftuch
4.2 Reyhan Şahin
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutungsvarianzen und Paradoxien, die der muslimischen Kopfbedeckung (Kopftuch) in der deutschen Gesellschaft des 21. Jahrhunderts zugeschrieben werden, mit dem Ziel, das Kopftuch nicht nur als Ausgrenzungsmerkmal, sondern auch als Instrument der Integration und Emanzipation kritisch zu hinterfragen.
2.1 Das Kopftuch innerhalb Deutschlands, im 21. Jahrhundert
Als besonders spannungsreich gilt der Untersuchungsgegenstand ‚Kopftuch‘ in Deutschland im 21. Jahrhundert, da über dieses meist aus einer westlichen nicht-muslimischen Perspektive gesprochen wird. Dabei wird das Tragen des Kopftuches seit Jahrzehnten aus westlicher Sicht als ein eindeutiges Symbol für die Rückständigkeit und patriarchale Unterdrückungsstrukturen der islamischen Gesellschaft gedeutet.
Während über ‚Kopftücher‘ gestritten wird, findet eine Depersonalisierung der Akteurinnen statt. Dabei gilt die Wahl für ein Kopftuch und somit für ein Kleidungsstück als ‚Instrument‘, mit welchem muslimische Frauen in Deutschland eine ‚Brücke‘ zwischen zwei Kulturen erbauen können. Denn das Kopftuch ‚erlaubt‘ Akteurinnen, sich konform mit ihren eigenen Wertevorstellungen in einer säkularen Gesellschaft gesellschaftskonform zu verhalten und dabei gleichzeitig individuell zu agieren und diese Individualität zum Ausdruck zu bringen. Kopftuchträgerinnen haben dabei keine einheitliche Version, das Kopftuch zu tragen oder islamischen (Be)Kleidungsformen zu befolgen.
Durch das ‚vestimentäre Mixing‘ von islamischen Kleidungsvorschriften mit ästhetischen Elementen wie Schminke (Abb. 1.), hohen Absätzen (Abb. 2.) oder körperbetonter Kleidung (Abb. 3.) findet das benannte ‚Brücken zwischen den Kulturen‘ sichtbar statt. Auch wenn die Muslimin sich gegen das ‚Brücken-Bauen‘ zwischen den Kulturen entscheidet, hat jede Muslimin ihre individuellen Gründe und Motivationen für ‚das Kopftuch‘. Denn ebendieses, sowie andere Zuschreibungen von Zeichen, sind wandelbar.
1. Entstehung der Migrationsgesellschaft Deutschland: Kontextualisierung der Arbeit durch die Darstellung der deutschen Zuwanderungsgeschichte und Definition der Postmigration als analytischer Rahmen.
2. Islamische (Be)Kleidung und das Kopftuch: Untersuchung der historischen und gesellschaftlichen Dimensionen des Kopftuchs sowie Analyse von 'Modest Fashion' als modernes modisches Phänomen.
3. Aus- und Abgrenzung durch das Kopftuch: kritische Analyse der Stigmatisierung und medialen Inszenierung des Kopftuchs als politisches Symbol.
4. Emanzipatorische Bewegung: Darstellung des islamischen Feminismus und der Rolle von Reyhan Şahin bei der Neuerzählung und individuellen Auslegung des Kopftuchtragens.
Kopftuch, Deutschland, Postmigration, Islam, Modest Fashion, Emanzipation, Feminismus, Ausgrenzung, Geschlechtergerechtigkeit, Medien, Klischees, Stereotype, Identität, Reyhan Şahin, Integration.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der muslimischen Kopfbedeckung in Deutschland und den verschiedenen Bedeutungen sowie Paradoxien, die ihr im säkularen Kontext des 21. Jahrhunderts zugeschrieben werden.
Zentrale Themen sind die Migrationsgeschichte, die Entwicklung von 'Modest Fashion', die Medialisierung und Politisierung des Kopftuchs sowie emanzipatorische Ansätze innerhalb des islamischen Feminismus.
Ziel ist es, das Kopftuch über die einseitige Wahrnehmung als Symbol der Unterdrückung hinaus als vielseitiges Instrument der individuellen Selbstinszenierung und Emanzipation zu analysieren.
Die Arbeit nutzt eine diskursanalytische Herangehensweise, um gesellschaftliche Narrative und wissenschaftliche Forschungsstände gegenüberzustellen und kritisch zu reflektieren.
Der Hauptteil gliedert sich in die Kontextualisierung der Migrationsgesellschaft, die Analyse von Kleidung als Modeinstrument, die Untersuchung von Ausgrenzungsmechanismen und die Darlegung emanzipatorischer Bewegungen.
Wichtige Begriffe sind Bedeutungsvarianzen, Paradoxien, Postmigration, islamischer Feminismus und mediale Inszenierung.
Sie dient als konkretes Beispiel für eine islamische Feministin, die durch Provokation und fundierte Analysen die Debatte um das Kopftuch aktiv mitgestaltet und erweitert.
Es wird als Instrument verstanden, durch das muslimische Frauen ihre religiöse Zugehörigkeit mit den Werten einer säkularen Gesellschaft vereinen und gleichzeitig eine eigene, individuelle Identität ausdrücken können.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

