Diplomarbeit, 2009
127 Seiten, Note: 2,0
1 Einführung in die Thematik
1.1 Globalisierung als Anlass für internationales Messewesen
1.2 Die Koelnmesse GmbH
1.3 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2 Grundlagen zur Internationalisierung in der Literatur
2.1 Begriffliche Grundlagen: Internationalisierungsstrategie
2.2 Strategieplanung zur Erschließung des Zielmarktes
2.2.1 Strategische Stoßrichtung
2.2.2 Ziellandstrategie
2.2.3 Timingstrategien
2.2.4 Formen der Internationalen Unternehmensorientierung
2.3 Umfeld- und Situationsanalysen
2.4 Risiken der Internationalisierung
2.4.1 Ländermarktrisiken
2.4.2 Der Business Environment Risk Index
3 Besonderheiten der Internationalisierung von Messegesellschaften
3.1 Die internationale Entwicklung des deutschen Messewesens
3.2 Besonderheiten des Marketing im internationalen Messewesen
3.3 Internationale Vertriebs- und Markteintrittsformen im Messewesen
3.4 Benchmarking im Messewesen
4 Voraussetzungen bei der Outbound-Internationalisierung von Messegesellschaften
5 Voraussetzungen zur Umsetzung der IIHS in Indien
5.1 Rahmenbedingungen zur Gültigkeit der Umsetzungsmaßnahmen
5.2 IIHS – Ursprung der Projektidee und Status Quo der Umsetzung
5.3 Länderprofil und PEST- Analyse von Indien
5.4 Zielmarktanalyse
5.5 Konzeptbewertung
5.6 Handlungsempfehlung
6 Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse, Schlussbemerkung und Ausblick
Die Arbeit befasst sich mit den Voraussetzungen für die erfolgreiche Durchführung von Auslandsmessen durch deutsche Messegesellschaften. Das primäre Ziel besteht darin, einen allgemeingültigen Leitfaden sowie ein Bewertungsverfahren für Auslandsmessen zu entwickeln und diese Erkenntnisse exemplarisch auf das Projekt „India International Hardware Show“ (IIHS) der Koelnmesse GmbH in Indien zu übertragen.
1.1 Globalisierung als Anlass für internationales Messewesen
Getrieben durch die weltweite Globalisierung stellen sich Unternehmen immer neuen Herausforderungen und Risiken um ihre Möglichkeiten auf neuen und fremden Märkten zu entdecken und ihre Chancen auszuschöpfen. Doch eine Wahl haben die Unternehmen meistens nicht, die Globalisierung stellt sie in Zugzwang. Denn, handeln sie nicht grenzüberschreitend, so agiert der Wettbewerb. Somit sind alle Akteure der globalen Wirtschaft nicht nur unter Zugzwang sondern ebenso unter Zeitdruck.
Auch das Messewesen kann sich der Globalisierung und dessen Konsequenzen nicht entziehen. Veranstaltungen, die am Standort der Messegesellschaften durchgeführt werden, sind auf internationale Besucher und Aussteller angewiesen. Denn die ausstellenden Unternehmen sind aufgrund der Globalisierung gezwungen ihre Produkte und Dienstleistungen über die Grenzen des Landes hinweg anzubieten und müssen sie somit auf Messen sowohl ihren nationalen wie auch internationalen Kunden und Partnern anbieten. Auch die Besucher von Leitmessen erwarten einen Überblick über den gesamten Markt der jeweiligen Branche und nicht nur den Nationalen. Ein hoher Grad an Internationalität verlangt somit von den Messegesellschaften weltweites und gezieltes Marketing für ihre Veranstaltungen, welches abhängig von der Organisation der Gesellschaft unterschiedlich realisiert wird. Demnach sind Vertriebseinheiten überall auf der Welt unerlässlich für eine erfolgreiche Messegesellschaft. Gleichzeitig wirken zwei Kräfte auf die Messegesellschaften, um ihre Veranstaltungen in anderen und neuen Wirtschafträumen durchzuführen. Diese Kräfte können als push und pull Effekte benannt werden.
1 Einführung in die Thematik: Erläutert die Auswirkungen der Globalisierung auf das Messewesen und stellt das Unternehmen Koelnmesse GmbH sowie die Zielsetzung der Arbeit vor.
2 Grundlagen zur Internationalisierung in der Literatur: Definiert zentrale Begriffe der Internationalisierung und stellt Instrumente zur Strategieplanung, Umfeldanalyse und Risikobewertung vor.
3 Besonderheiten der Internationalisierung von Messegesellschaften: Analysiert die spezifischen Anforderungen und Strategien, wie Marketing und Vertrieb, für den internationalen Messebetrieb.
4 Voraussetzungen bei der Outbound-Internationalisierung von Messegesellschaften: Präsentiert einen Leitfaden zur Planung von Auslandsmessen auf Basis von Expertenbefragungen und Literatur.
5 Voraussetzungen zur Umsetzung der IIHS in Indien: Wendet das theoretische Konzept auf das Praxisbeispiel der IIHS in Indien an, inklusive Marktanalyse und Bewertung.
6 Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse, Schlussbemerkung und Ausblick: Resümiert die Ergebnisse der Arbeit und gibt einen Ausblick auf künftige Entwicklungen im internationalen Messewesen.
Internationalisierungsstrategie, Koelnmesse, Auslandsmessen, Messewesen, Strategieplanung, PEST-Analyse, SWOT-Analyse, Länderrisiken, Marketingmix, Markteintritt, Indien, IIHS, Benchmarking, Messeorganisation, Foreign Fair Index
Die Arbeit untersucht die strategischen Voraussetzungen und operativen Bedingungen für deutsche Messegesellschaften, wenn sie Veranstaltungen im Ausland durchführen.
Die zentralen Felder sind Internationalisierungsstrategien, spezifische Marketing- und Vertriebsformen im Messewesen, Instrumente der Marktanalyse sowie das Risikomanagement bei Auslandsprojekten.
Das Ziel ist die Erstellung eines praxisorientierten Leitfadens und eines Bewertungsverfahrens (FFI) für Auslandsmessen, um Messekonzepte zielgerichtet planen und evaluieren zu können.
Neben einer umfassenden Literaturrecherche wird die Delphi-Methode zur Expertenbefragung genutzt, um Kriterien für die Bewertung von Auslandsmessen zu gewichten.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, Besonderheiten des internationalen Messemarketings und die praktische Anwendung auf das Projekt der IIHS (India International Hardware Show) in Indien.
Wichtige Begriffe sind Internationalisierung, Koelnmesse, Auslandsmessen, Markteintritt, Strategieplanung und das spezifisch entwickelte Bewertungsmodell FFI.
Indien bietet als schnell wachsender BRIC-Staat enormes Potenzial für das IIHS-Konzept, stellt jedoch aufgrund kultureller Unterschiede und spezifischer Marktbarrieren besondere Anforderungen an den Veranstalter.
Der FFI ist ein vom Autor entwickeltes Scoring-Modell, das verschiedene Konzepte von Auslandsmessen quantitativ vergleichbar macht und als Entscheidungshilfe für das Management dient.
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