Bachelorarbeit, 2008
52 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Johan Huizingas Spieltheorie
2.1 Das Leben Johan Huizingas
2.2 Homo Ludens – Besonderheiten des neuen kulturanthropologischen Ansatzes Huizingas
2.2.1 Der Begriff des Spiels nach Huizinga
2.2.2 Spiel und kulturelle Erscheinungsformen
2.2.3 Spiel im kulturellen Kontext Huizingas Zeit
2.3 Die Spielformen der Kunst und Huizingas Ausschluss von Spiel als Bestandteil bildender Kunst
3. Kulturphilosophische und kulturtheoretische Untersuchung zur bildenden Kunst
3.1 Was ist Kunst? - Der Begriff der bildenden Kunst
3.1.1 Kunst nach Immanuel Kant
3.1.2 Kunst nach Herbert Mainusch
3.2 Das Kunstwerk und seine Wirkung Magrittes Pfeife und der sichtbare Gedanke
3.2.1 Das Leben und das Kunstverständnis René Magrittes
3.2.2 Magrittes Pfeife („Der Verrat der Bilder“)
3.3 Joan Miró, Paul Klee und das Spiel in der Malerei
3.4 Zusammenfassung zur bildenden Kunst
4. Spiel und bildende Kunst - Der Versuch einer Symbiose
4.1 Binden, Verstecken, Verrätseln und Verkleiden Das Spielmoment im Kunstschaffen
4.2 Suchen, Lösen, Spüren und Betreten Die Spielhaltung bei der Rezeption
5. Abschluss
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern die kulturwissenschaftliche Spieltheorie nach Johan Huizinga, die der bildenden Kunst einen Spielcharakter weitgehend abspricht, auf eben diese Kunstform ausgeweitet werden kann, um spielerische Momente in Produktion und Rezeption aufzuzeigen.
3.2.2 Magrittes Pfeife („Der Verrat der Bilder“)
Besehen wir uns nun Magrittes Pfeife, um dem Rätselcharakter dieses Kunstwerks nachzuspüren.
Im Grunde gibt es zwei Pfeifen, welchen in diesem Rahmen Aufmerksamkeit gebührt; allerdings reicht die Untersuchung der einen, um auf ein ähnliches Ergebnis bei der anderen zu gelangen.
Die erste Pfeife ist die Darstellung einer Pfeife, unter der in schön geschwungener Schrift „Ceci n’est pas une pipe“* steht, die „zweite“ ist eine Abbildung eben diesen Bildes auf einer Staffelei auf Bretterdielen und über dem ganzen eine übergroße, nicht räumliche Pfeife schwebend.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problemstellung ein, Huizingas Spieltheorie auf die bildende Kunst anzuwenden, der er selbst den Spielcharakter absprach.
2. Johan Huizingas Spieltheorie: Dieses Kapitel erläutert die kulturanthropologische Spieltheorie Huizingas, ihre Definitionen und seine Begründung, warum die bildende Kunst aus seinem Spielbegriff herausfällt.
3. Kulturphilosophische und kulturtheoretische Untersuchung zur bildenden Kunst: Hier wird der Kunstbegriff mithilfe von Philosophen wie Kant und Mainusch untersucht und an den Beispielen Magritte, Miró und Klee die spielerische Komponente in Werk und Wahrnehmung analysiert.
4. Spiel und bildende Kunst - Der Versuch einer Symbiose: Dieses Kapitel führt Huizingas Spieltheorie mit den Erkenntnissen über das künstlerische Schaffen und die Rezeption zusammen, um eine Spielhaltung in der bildenden Kunst zu begründen.
5. Abschluss: Der Abschluss resümiert, dass auch die bildende Kunst trotz Huizingas Einwänden einen Anspruch auf Spielhaftigkeit erheben kann.
Johan Huizinga, Homo Ludens, Spieltheorie, Bildende Kunst, Kulturphilosophie, Surrealismus, René Magritte, Joan Miró, Paul Klee, Ästhetik, Kunstverständnis, Spielhaltung, Rezeption, Kunstschaffen, Symbolik
Die Arbeit untersucht das Verhältnis von Spiel und bildender Kunst unter Rückgriff auf Johan Huizingas einflussreiche Spieltheorie.
Im Zentrum stehen die Kulturphilosophie des Spiels, die ästhetische Theoriebildung zur bildenden Kunst sowie die Analyse künstlerischer Schaffensprozesse.
Das Ziel ist es, Huizingas These zu widerlegen, dass der bildenden Kunst der Spielcharakter fehle, und Spielmomente im Kunstschaffen und bei der Rezeption nachzuweisen.
Die Arbeit basiert auf einer wissenschaftstheoretischen und historisch forschenden Vorgehensweise durch Literaturrecherche und die exemplarische Analyse konkreter Kunstwerke.
Es erfolgt eine detaillierte Auseinandersetzung mit Huizingas „Homo Ludens“, eine kulturphilosophische Einordnung der Kunst durch Kant und Mainusch sowie eine Untersuchung spielerischer Aspekte bei Surrealisten.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Homo Ludens, Spieltheorie, bildende Kunst, Surrealismus, ästhetische Erfahrung und Spielhaltung.
Magritte nutzt das Motiv der Pfeife, um die logische Verbindung zwischen Wort, Bild und der Realität zu brechen und den Betrachter in ein Rätselspiel über die Wahrnehmung zu verwickeln.
Für Klee ist die Kunst nicht starr, sondern ein produktives Spiel, bei dem Richtig und Falsch aufgehoben werden, ähnlich wie sich Kräfte im Weltgeschehen harmonisch vereinen.
Weil der Betrachter ähnlich wie ein Spieler freiwillig in eine andere Realität eintaucht, die durch den Rahmen des Kunstwerks einen eigenen, begrenzten Raum definiert.
Die Miró zugeschriebene Naivität wird als eine spielerische Freiheit interpretiert, mit der er sich von konventionellen Abbildungsregeln löst und einen eigenen Kosmos aus Zeichen und Symbolen schafft.
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