Bachelorarbeit, 2020
71 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Grundlagen der Lesekompetenz und Leseförderung
2.1 Lesekompetenz nach Rosebrock und Nix
2.2 Leseverstehen
2.3 Lesemotivation
3 Lesespurgeschichten
3.1 Aufbau und Ablauf einer Lesespurgeschichte
3.1.1 Differenzierung
3.2 Methodische Möglichkeiten
3.3 Bezug zum Bildungsplan
4 Exemplarische Untersuchung der Methode anhand der Lesespurgeschichte „Die Suche nach dem goldenen Ei“
4.1 Inhalt
4.2 Umfang
4.3 Lesespurtext – Differenzierung
4.4 Förderung des Leseverstehens
4.5 Förderung der Lesemotivation
5 Schulpraktische Untersuchung der Lesefreude
5.1 Methodische Durchführung der Untersuchung
5.1.1 Entwicklung des Fragebogens
5.2 Ausführlicher Unterrichtsentwurf
5.2.1 Institutionelle Überlegungen
5.2.2 Anthropologische und soziale Bedingungen
5.2.3 Didaktische Überlegungen
5.2.4 Methodische Überlegungen
5.3 Reflexion der Unterrichtsstunde
5.4 Auswertung der Ergebnisse
6 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das pädagogische Potenzial von Lesespurgeschichten im Deutschunterricht der Primarstufe, insbesondere im Hinblick auf deren Fähigkeit, die Lesemotivation und das sinnentnehmende Lesen der Lernenden gezielt zu fördern.
3.1 Aufbau und Ablauf einer Lesespurgeschichte
Während Grundschulkindern das Vorlesen eines Textes relativ flüssig gelingt, bereitet das Verstehen des Gelesenen häufig größere Schwierigkeiten (Wedel-Wolff, 2005). Lesespurgeschichten setzen bei der „Sinnspur“ (ebd., S.54) von Lesetexten an und fördern durch ihren Aufbau spielerisch das Leseverstehen.
Bei einer Lesespurgeschichte handelt es sich um eine Geschichte, die in einzelne, nummerierte Textabschnitte zerteilt ist. Zum Material gehört des Weiteren eine Lesespurkarte, welche ein Bild oder eine Landkarte darstellt. Auf dieser sind einzelne Bildelemente mit zu den Textabschnitten passenden Nummern versehen. Ziel der Lesespurgeschichte ist es den verborgenen Hinweisen im Text zu folgen und die Lesespurkarte zu nutzen, um die korrekte Reihenfolge der Textabschnitte herauszufinden (Blomann, Maier, Rook, Zöh, & Schlimok, 2015). Die Handlung der Geschichte wird durch das Nachgehen der Hinweise und Informationen vorangetrieben und kommt mit dem letzten Textabschnitt zum Ende. Die Lösung der Lesespur wird als Ziffernfolge notiert. Hierbei gibt es nur eine korrekte Reihenfolge, die es durch genaues Lesen zu ermitteln gilt. Ungenaues Lesen führt auf eine der falschen Spuren. Um Verwechslungen ähnlicher Bildelemente auf der Lesespurkarte, zum Beispiel durch fehlende Details, zu vermeiden, müssen dem Text alle relevanten Informationen entnommen werden. Die falschen Spuren verweisen im jeweiligen Textabschnitt stets auf die letzte korrekte Spur, um den Irrweg kenntlich zu machen und den Lesefortschritt zu sichern (Blomann et al., 2015). Häufig muss zusätzlich zur Ziffernfolge ein Lösungswort ermittelt werden. Dieses kann eine zusätzliche Aufgabe für schnelle Leserinnen und Leser sein oder noch ungeklärte Fragen der Geschichte beantworten (siehe Blomann et al., 2015, S. 11).
1 Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die Relevanz der Leseförderung und führt in das Format der Lesespurgeschichte als motivierendes Instrument ein.
2 Grundlagen der Lesekompetenz und Leseförderung: Es werden die theoretischen Basismodelle der Lesekompetenz nach Rosebrock und Nix sowie das Zwei-Säulen-Modell des Leseverstehens erläutert.
3 Lesespurgeschichten: Dieses Kapitel beschreibt die Funktionsweise, den methodischen Aufbau sowie die Differenzierungsmöglichkeiten und den Bezug zum Bildungsplan.
4 Exemplarische Untersuchung der Methode anhand der Lesespurgeschichte „Die Suche nach dem goldenen Ei“: Hier wird das spezifische Material analysiert, um die Theorie mit der unterrichtspraktischen Anwendbarkeit zu verknüpfen.
5 Schulpraktische Untersuchung der Lesefreude: Das Kapitel dokumentiert die Planung, Durchführung und Auswertung einer empirischen Studie mit Fragebögen in verschiedenen Klassenstufen.
6 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Reflexion der Ergebnisse und einem Ausblick auf die wachsende Bedeutung von Lesespurgeschichten über die Primarstufe hinaus.
Lesekompetenz, Leseförderung, Lesespurgeschichte, Grundschule, Lesemotivation, Leseverstehen, Sinnerfassendes Lesen, Deutschunterricht, Grundschulpädagogik, Lesefreude, Differenzierung, Empirische Untersuchung.
Die Arbeit untersucht, welchen Beitrag Lesespurgeschichten als methodisch neuartiges Format zur Leseförderung im Deutschunterricht der Primarstufe leisten können.
Der Schwerpunkt liegt auf der Verbindung von Leseverstehen und Lesemotivation unter Einbeziehung des Mehrebenenmodells nach Rosebrock und Nix.
Das Ziel ist es, die theoretischen Potenziale der Lesespurgeschichte zu klären und anhand einer konkreten praktischen Unterrichtserprobung zu prüfen, wie sie die Lesefreude beeinflusst.
Es wurde eine quantitative Untersuchung mittels eines standardisierten Fragebogens direkt im Anschluss an durchgeführte Unterrichtsstunden gewählt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Analyse der Methode und eine ausführliche Dokumentation des schulpraktischen Unterrichtsentwurfs sowie der Ergebnisauswertung.
Die Arbeit ist zentral durch Begriffe wie Lesespurgeschichte, sinnerfassendes Lesen, Lesemotivation, Differenzierung und schulpraktische Evaluation geprägt.
Durch den spielerischen Rätselcharakter (Detektiv-Rollen) schlüpfen die Kinder aktiv in das Geschehen, was die Motivation erhöht und den Leseakt in einen handlungsorientierten Kontext einbettet.
Aufgrund von Schulschließungen im Zuge der Sars-CoV-2-Pandemie konnte die geplante Stichprobengröße für die empirische Untersuchung nicht im vollen Umfang erreicht werden.
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