Bachelorarbeit, 2019
58 Seiten, Note: 1,7
Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation
1. Einleitung
2. Bisherige Forschung zu Fake News
2.1. Der Begriff „Fake News“
2.2. Fake News und die Krise der etablierten Medien
2.3. Verbreitung von Fake News
2.3.1. Die Rolle des Rechten Milieus bei der Verbreitung von Fake News
2.4. Wirkung von Fake News
2.5. Wer erkennt eigentlich Fake News? - Bisherige Forschung, Forschungsfrage und Hypothesen
2.6. Politische Orientierung: Das Links- Rechts- Schema
3. Methode
4. Ergebnisse
4.1. Abhängige Variable: Fake News erkennen
4.2. Hypothese 1: Zusammenhang mit der Einstellung gegenüber Medien
4.3. Hypothese 2: Zusammenhang mit Alter und Geschlecht
4.4. Hypothese 3: Zusammenhang mit dem Bildungsabschluss
4.5. Zusammenhang mit dem Einkommen
4.6. Zusammenhang mit Social Media und Online-Nachrichtennutzung
4.7. Zusammenhang mit der politischen Orientierung
4.8. Zusammenhang mit der politischen Meinungskonformität der Nachricht
4.9. Zusammenhang mit der Self-Efficacy
5. Schlussbetrachtung
6. Diskussion
Die vorliegende Arbeit untersucht mittels einer quantitativen experimentellen Befragung, welche soziodemografischen Merkmale, psychologischen Faktoren und Mediennutzungsgewohnheiten die Fähigkeit von Individuen beeinflussen, Fake News als solche zu erkennen.
Die Rolle des Rechten Milieus bei der Verbreitung von Fake News
Sängerlaub, Meier & Rühl (2018) untersuchten im Zeitraum von sechs Monaten vor der Bundestagswahl 2017 die prominentesten Fake News aus Facebook, Twitter, Nachrichtenwebsites, Blogs, etc. Dabei stellten sie fest, dass die meisten Falschnachrichten aus dem politisch Rechten Milieu stammten. Der AfD als Rechts gesinnter Partei kam bei deren Forschung eine besondere Rolle zu: Sieben von zehn Fake News wurden auf Plattformen der AfD verbreitet, sie fungiert daher als ein Hauptverteiler solcher Nachrichten. Auffallend ist, dass die meisten Fake News inhaltlich kaum russisch-propagandistisch oder linkspopulistisch motiviert sind, sondern hauptsächlich rechtspopulistisch. Auch ist bei falschen Nachrichten das Themenfeld „Flüchtlinge und Kriminalität“ besonders häufig zu finden. Dies ist unter anderem ein Grund, weshalb sich Fake News besonders erfolgreich unter den Anhängern der Rechten Parteien verbreiten (Sängerlaub et al., 2018). Andere Gründe dafür könnten laut Sängerlaub et al. (2018) sein, dass AfD-Wähler sich weniger über öffentlich-rechtliches Fernsehen, Online-Nachrichten oder Tageszeitungen informieren. Teilweise verzichten sie sogar ganz darauf, aktuelle Nachrichten regelmäßig zu konsumieren. Der größte Teil der AfD-Wählerschaft aber bezieht seine Informationen über Social Media oder alternative Medien. Dort befinden sie sich wiederum in einer „Echokammer“, in der sich hauptsächlich Menschen mit ähnlichen Interessen und konsonanten Meinungen und Einstellungen begegnen. Die Nachrichten mit einstellungskonformen Inhalten werden dann häufig geteilt, um sich gegenseitig Bestätigung zu geben, oder aber um sich gegenüber der Außenwelt zu rechtfertigen (Sängerlaub, 2017, S.9).
1. Einleitung: Stellt das Phänomen „Fake News“ dar, skizziert deren zunehmende Bedeutung im medialen Diskurs und leitet die Forschungsfrage der Arbeit her.
2. Bisherige Forschung zu Fake News: Bietet einen Überblick über Definitionen, Verbreitungswege und psychologische Erklärungsmodelle wie Motivated Reasoning, die das Erkennen von Falschinformationen beeinflussen.
3. Methode: Beschreibt das Design der quantitativen experimentellen Befragung, die Operationalisierung der Variablen und das Vorgehen bei der Datenerhebung.
4. Ergebnisse: Präsentiert die statistische Auswertung der Daten hinsichtlich der Zusammenhänge zwischen Personenmerkmalen, Einstellungen und der Erkennungsleistung bei Fake News.
5. Schlussbetrachtung: Führt die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die anhaltende gesellschaftliche Relevanz des Themas Fake News.
6. Diskussion: Reflektiert kritisch die Limitationen der Studie, insbesondere hinsichtlich der Stichprobenzusammensetzung, und gibt Ausblicke für zukünftige Forschungsansätze.
Fake News, Desinformation, Politische Orientierung, Soziodemografie, Medienvertrauen, Self-Efficacy, Motivated Reasoning, Selective Exposure, Social Media, Nachrichtenkompetenz, Experimentelle Befragung, Online-Kommunikation, Politische Bildung, Mediennutzung, Echokammern.
Die Arbeit analysiert, welche persönlichen Merkmale und Hintergrundfaktoren dazu führen, dass Menschen „Fake News“ entweder als solche entlarven oder ihnen Glauben schenken.
Im Zentrum stehen die politische Einstellung, die Nutzung von Social Media, das Vertrauen in etablierte Medien sowie die psychologische Selbstwirksamkeit (Self-Efficacy) der Probanden.
Ziel ist es, die Forschungsfrage zu beantworten, welche Personenmerkmale und Verhaltensweisen mit der Identifikation von erfundenen, politisch gefärbten Nachrichten korrelieren.
Die Verfasserin nutzt eine quantitative experimentelle Online-Befragung von 258 Testpersonen, in der diese eine Reihe wahrer und falscher Schlagzeilen nach ihrer Glaubwürdigkeit bewerten müssen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Literaturaufarbeitung zu Fake News und ein praktisches Kapitel zur Methodik bzw. zur anschließenden statistischen Analyse der Studienergebnisse.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Desinformation, politische Orientierung, Medienvertrauen, psychologische Filtermechanismen (Motivated Reasoning) und Medienkompetenz beschreiben.
Die Autorin untersucht, ob ein höheres Vertrauen in die eigene politische Kompetenz (interne Self-Efficacy) mit einer besseren Fähigkeit korreliert, Falschnachrichten als solche zu identifizieren.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die politische Meinungskonformität einer Nachricht die Erkennungsleistung beeinflusst – Menschen neigen dazu, Nachrichten eher zu glauben, die ihr eigenes Weltbild bestätigen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

