Fachbuch, 2008
66 Seiten, Note: Sehr gut
1. EINFÜHRUNG
1.1. Thema
1.2. Börsenhandel und Over–the–Counter–Handel
1.3. Optionen
Positionen
1.4. Forwards und Futures
Stetige Verzinsung
1.5. Händlertypen
2. EIGENSCHAFTEN VON AKTIENOPTIONEN
2.1. Beweggründe zum Kauf einer Option
2.2. Bestimmungsfaktoren
2.3. Wertober– und Wertuntergrenzen
Wertobergrenzen
Wertuntergrenzen
2.4. Put–Call–Parität
3. WIENER–PROZESSE, ITÔS LEMMA UND GEOMETRISCHE BROWNSCHE BEWEGUNG
3.1. Stochastische Prozesse
Markov–Prozess
3.2. Wiener–Prozesse
Allgemeiner Wiener–Prozess
3.3. Itôs Lemma
Herleitung des Lemmas von Itô
3.4. Der Prozess für Aktienpreise als geometrische Brownsche Bewegung
4. BLACK–SCHOLES–MERTON–MODELL
4.1. Hypothesen
4.2. Black–Scholes–Merton–Differentialgleichung
4.3. Der faire Call– und Put–Preis
Berücksichtigung von Dividenden
4.4. Volatilität
5. SENSITIVITÄTEN VON OPTIONSPREISEN
Delta – Die Sensitivität des Optionspreises auf Preisveränderungen des Basiswerts
Gamma – Die Sensitivität des Deltawerts in Abhängigkeit vom Preis des Basiswerts
Theta – Die Variation des Optionspreises bei sich verändernder Laufzeit
Vega – Die Sensitivität des Optionspreises in Abhängigkeit der Standardabweichung
Rho – Die Sensitivität des Optionspreises in Abhängigkeit vom risikolosen Zinssatz
6. STRATEGIE AN DER BÖRSE
7. KRITIKPUNKTE DES BLACK–SCHOLES–MERTON–MODELLS UND EIN BEISPIEL EINES GROSSEN VERLUSTES BEI EINEM DERIVATGESCHÄFT
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Berechnung des fairen Preises für europäische Call- und Put-Optionen unter Verwendung des Black-Scholes-Merton-Modells. Die Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie mathematisch fundierte Bewertungsverfahren eingesetzt werden können, um Arbitrage-freie Optionspreise zu bestimmen und die damit verbundenen Risiken sowie Sensitivitäten (Greeks) systematisch zu analysieren.
1.2. Börsenhandel und Over–the–Counter–Handel
Definition (2): Eine Börse ist ein organisierter Markt, zum Zweck der zeitlichen, örtlichen und auch bereits virtuellen Konzentration des Handels (hervorgerufen durch Angebot und Nachfrage), für Wertpapiere, Devisen, bestimmte Waren oder ihre Derivate.
„Eine Derivatbörse ist ein Marktplatz, auf dem Marktteilnehmer standardisierte Kontrakte handeln, deren Bedingungen die jeweilige Börse bestimmt.“
Während festgelegter Handelszeiten werden an der Börse laufend Kurse fixiert, die sich aus den bei den Börsenmaklern vorliegenden Kauf– und Verkaufsaufträgen (Orders) ergeben. Durch die zeitliche und örtliche (virtuelle) Konzentration des Handels von fungiblen Gütern unter beaufsichtigter Preisbildung erreicht man eine Steigerung der Effizienz und der Marktliquidität, gesteigerte Transparenz, eine Verringerung der Transaktionskosten und einen notwendigen Schutz vor Manipulationen. Die Kontrolle haben Handelsüberwachungsstellen der jeweiligen Börse inne (Compliance).
Das Pendant zum Börsenhandel ist der Over–the–Counter–Handel (OTC–Handel). Man beachte, dass dies kein potentieller Schwarzmarkt ist, sondern ein außerbörslicher Handel direkt zwischen den Intermediären, die finanzielle Transaktionen tätigen, welche nicht über die Börse abgewickelt werden. Die Händler treffen einander nicht persönlich, sie sind per Computer und Telefon in einem gemeinsamen Netzwerk verbunden. Der OTC–Handel ist zweifelsohne eine bedeutende Alternative zum Handel an der Börse und weist mittlerweile ein größeres Handelsvolumen auf als der börsennotierte Handel.
Diverse Geschäfte werden in der Regel zwischen zwei Finanzinstituten oder zwischen einem Finanzinstitut und einem seiner Firmenkunden abgeschlossen. Oftmals treten Finanzinstitute als „Market Maker“ für häufig verkaufte bzw. gekaufte Papiere auf. Das bedeutet, dass sie immer bereit sind einerseits ein Kaufangebot (Bid–Preis: Preis, zu dem das Finanzinstitut zu kaufen bereit ist), andererseits ein Verkaufsangebot (Offer–Preis: Preis, zu dem das Finanzinstitut verkaufen will) zu stellen.
1. EINFÜHRUNG: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über den Handel an der Börse, führt grundlegende Begriffe wie Optionen, Forwards und Futures ein und klassifiziert verschiedene Händlertypen.
2. EIGENSCHAFTEN VON AKTIENOPTIONEN: Hier werden die Motive für den Optionskauf beleuchtet, die wesentlichen Bestimmungsfaktoren für den Optionspreis definiert sowie Wertober- und Wertuntergrenzen erläutert.
3. WIENER–PROZESSE, ITÔS LEMMA UND GEOMETRISCHE BROWNSCHE BEWEGUNG: Dieses Kapitel legt die mathematischen Grundlagen, wie stochastische Prozesse und Itôs Lemma, um die Kursentwicklung von Aktien zu modellieren.
4. BLACK–SCHOLES–MERTON–MODELL: Das zentrale Kapitel leitet das Black-Scholes-Merton-Modell her, definiert die Hypothesen und berechnet die fairen Call- und Put-Preise.
5. SENSITIVITÄTEN VON OPTIONSPREISEN: Es wird die Dynamik von Optionspreisen bei veränderten Parametern (Greeks) mittels partieller Ableitungen analysiert.
6. STRATEGIE AN DER BÖRSE: Die theoretischen Erkenntnisse werden in einer praktischen Strategie am Beispiel der BWIN Aktie angewendet.
7. KRITIKPUNKTE DES BLACK–SCHOLES–MERTON–MODELLS UND EIN BEISPIEL EINES GROSSEN VERLUSTES BEI EINEM DERIVATGESCHÄFT: Abschließend werden die Grenzen des Modells kritisch hinterfragt und die Risiken spekulativer Derivatgeschäfte anhand historischer Fälle demonstriert.
Finanzmathematik, Optionen, Derivate, Black-Scholes-Merton-Modell, Aktienkurs, Volatilität, Stochastische Prozesse, Geometrische Brownsche Bewegung, Delta-Hedging, Arbitrage, Optionspreis, Laufzeit, Zinssatz, Risikoneutrale Bewertung, Handelsstrategie.
Das Buch behandelt die mathematische Fundierung und Berechnung fairer Optionspreise mittels des bekannten Black-Scholes-Merton-Modells im Kontext der Finanzmathematik.
Die zentralen Themen umfassen die stochastische Modellierung von Aktienkursen, die Theorie der Optionsbewertung, das Risikomanagement durch Hedging und die praktische Anwendung mathematischer Modelle auf Börsenstrategien.
Das primäre Ziel ist die Herleitung und Anwendung der Black-Scholes-Formeln, um faire europäische Call- und Put-Preise für Aktienoptionen zu berechnen.
Es werden Methoden aus der stochastischen Analysis verwendet, insbesondere stochastische Differentialgleichungen, Itôs Lemma, die geometrische Brownsche Bewegung sowie numerische Methoden zur Preisbestimmung.
Der Hauptteil konzentriert sich auf die theoretische Herleitung des Black-Scholes-Merton-Modells, die Bestimmung der Sensitivitäten (Greeks) zur Risikoanalyse sowie die praktische Umsetzung dieser Konzepte in Software-Programmen wie Mathematica und Excel.
Wichtige Begriffe sind Arbitrage, Volatilität, risikoneutrale Bewertung, Derivate, Hebeleffekt und stochastische Prozesse.
Der Börsenhandel ist durch standardisierte Kontrakte und eine zentrale, regulierte Preisbildung gekennzeichnet, während der OTC-Handel außerbörslich stattfindet, mehr Flexibilität bei den Vertragsbedingungen bietet, jedoch ein höheres Kreditrisiko birgt.
Es gilt als Standardverfahren der Finanzwirtschaft, da es eine mathematisch konsistente und analytische Lösung zur fairen Bewertung von Optionen bietet, die auf real beobachtbaren Marktdaten basiert.
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