Bachelorarbeit, 2020
59 Seiten, Note: 1,8
1. Einleitung
2. Methoden des Intervallfastens
2.1. Die 16:8-Methode
2.2. Die 5:2-Methode
2.3. Weitere Methoden
3. Gesundheitliche Auswirkungen des intermittierenden Fastens
3.1. Stoffwechseleffekte
3.1.1. Der Fastenstoffwechsel
3.1.2. Der Glukosespiegel
3.1.3. Der Insulinspiegel
3.2. Erkrankungen
3.2.1. Diabetes mellitus
3.2.2. Herzkreislauferkrankungen
3.2.3. Krebs
4. Fragestellungen
5. Methodisches Vorgehen
5.1. Qualitative Sozialforschung
5.2. Beschreibung der Stichprobe
5.3. Erhebungsinstrument
5.3.1. Erstellung des Interviewleitfadens
5.3.2. Transkription
5.4. Durchführung
5.5. Untersuchungsdesign
5.5.1. Kodierung
6. Darstellung der Ergebnisse
6.1. Lebensqualität
6.1.1. Psychisches Wohlbefinden
6.1.2. Körperliches Wohlbefinden
6.2. Gesundheitszustand
6.2.1. Gewicht
6.2.2. Essgewohnheiten
6.3. Ergebnisse der Kontrollgruppe
6.3.1. Vergleich zu den Erfahrungsinterviews
6.3.2. Auswirkungen des Intervallfastens auf chronische Erkrankungen
6.3.3. Wichtige Anmerkungen
7. Diskussion
7.1. Bedeutung der Ergebnisse im Hinblick auf die Forschungsfragen
7.2. Kritische Diskussion und Methodenkritik
8. Fazit und Ausblick
Ziel dieser Arbeit ist es, die Auswirkungen des Intervallfastens auf die Gesundheit und Lebensqualität von Menschen zu untersuchen, zu bewerten, ob es als Präventionsmaßnahme für chronische Erkrankungen geeignet ist und hierzu Erfahrungen von Anwendern und Experten durch qualitative Interviews zu analysieren.
3.1.1. Der Fastenstoffwechsel
Nach George Cahill gibt es fünf Phasen, die den Übergang vom Sattzustand zum Fastenzustand erklären. Die erste Phase ist die Nahrungsaufnahme, wodurch der Blutzuckerspiegel und der Insulinspiegel steigen. Durch die Ausschüttung von Insulin wird Glukose in die Zellen befördert, um Energie daraus zu beziehen. Überschüssige Glukose wird in Fett umgewandelt oder in die Leber transportiert. Gespeicherte Glucose in der Leber nennt man Glykogen (Fung & Moore, 2017, S. 60).
Darauf folgt die Postabsorptive Phase, welche etwa nach 6 bis 24 Stunden nach der letzten Nahrungszufuhr beginnt. In dieser Zeit sinken sowohl Blutzucker (BZ) als auch Insulin. Damit der Körper trotzdem weiterhin mit Energie versorgt werden kann, wird das gespeicherte Glykogen in der Leber als Glukose freigesetzt (Martin, 2014, S. 11; Fung & Moore, 2017, S. 61). Dieser Vorgang wird auch als Glykogenolyse bezeichnet. Die Glykogenreserven der Leber dienen vor allem dazu den Blutzuckerspiegel aufrechtzuerhalten (Martin, 2014, S. 11). Doch die Kohlehydratvorräte sind begrenzt, sodass sie nach dem ersten Fastentag schon deutlich verringert und etwa nach 24 bis 36 Stunden abgebaut sind (siehe Abbildung 1) (Fung & Moore, 2017, S. 61; Martin, 2014, S. 11). Aus diesem Grund muss eine Stoffwechselumschaltung erfolgen, um ein mehrtägiges Fasten zu ermöglichen. Dies funktioniert durch die Gluconeogenese (Martin, 2014, S. 11).
Unter Gluconeogenese versteht man die Neubildung von Glukose. Wenn also die Glykogenspeicher der Leber aufgebraucht sind, wird neue Glukose mithilfe von Aminosäuren hergestellt, welche dann hauptsächlich für die Nervenzellen zur Verfügung stehen (Martin, 2014, S. 11).
Neben der Gluconeogenese spielt auch die Ketogenese eine große Rolle für den Fastenstoffwechsel. Darunter versteht man die Umwandlung von Fettsäuren in Ketonkörper (Martin, 2014, S. 11). Denn sobald der Glykogenspeicher aufgebraucht wird, beginnt der Fettabbau, bei dem Fettsäuren frei werden (Backes, 2018, S. 20). Aus diesen Fettsäuren wird dann in fast allen Körpergeweben direkt Energie gewonnen. Im Gehirn ist dies allerdings nicht möglich, da die Fettsäuren die Blut-Hirn-Schranke nicht durchdringen können. Deshalb muss der Körper aus den Fettsäuren Ketonkörper herstellen, die in der Lage sind die Schranke zu durchbrechen und dem Gehirn somit Energie zu liefern (Fung & Moore, 2017, S. 61f.).
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die weltweite Zunahme von Übergewicht und Adipositas sowie deren gesundheitliche Folgen und stellt das Intervallfasten als möglichen Ansatz zur Gegensteuerung vor.
2. Methoden des Intervallfastens: Es werden gängige Modelle wie die 16:8- und 5:2-Methode sowie weitere Ansätze wie Dinner-Cancelling und Alternate Day Fasting hinsichtlich ihrer Durchführung, Vorteile und Herausforderungen erläutert.
3. Gesundheitliche Auswirkungen des intermittierenden Fastens: Dieses Kapitel erläutert die physiologischen Stoffwechselveränderungen während des Fastens, insbesondere den Fastenstoffwechsel, Glukose- und Insulinspiegel, und untersucht den Zusammenhang mit chronischen Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs.
4. Fragestellungen: Basierend auf der Theorie wird die Forschungsfrage zur Auswirkung des Intervallfastens auf Gesundheit und Lebensqualität konkretisiert und in vier Unterfragen sowie eine Experten-Fragestellung gegliedert.
5. Methodisches Vorgehen: Der empirische Teil der Arbeit wird durch die Darstellung der qualitativen Sozialforschung, der Beschreibung der Stichprobe, des Erhebungsinstruments (Interviews) und des Designs der Datenauswertung (Inhaltsanalyse nach Mayring) begründet.
6. Darstellung der Ergebnisse: Die Ergebnisse der Interviews mit Probanden und Experten werden strukturiert nach den Hauptkategorien Lebensqualität und Gesundheitszustand präsentiert und mit Erkenntnissen aus der Kontrollgruppe verglichen.
7. Diskussion: Die erhobenen Ergebnisse werden auf Basis der Forschungsfragen interpretiert, in den fachwissenschaftlichen Kontext eingeordnet und einer kritischen methodischen Reflexion unterzogen.
8. Fazit und Ausblick: Zusammenfassend wird die Eignung des Intervallfastens als Ernährungsform bestätigt, während zugleich aufgezeigt wird, dass weitere Langzeitstudien notwendig sind und die Anwendung nur in Verbindung mit einer gesunden Ernährung und unter Berücksichtigung individueller Unterschiede sinnvoll ist.
Intervallfasten, intermittierendes Fasten, Gesundheitsförderung, Gewichtsreduktion, Stoffwechsel, Lebensqualität, Diabetes mellitus Typ 2, Ernährungsumstellung, qualitative Forschung, Experteninterview, Fastenstoffwechsel, Fettabbau, Prävention, Insulinspiegel, qualitatives Interview
Die Bachelorarbeit untersucht das Intervallfasten als einen Beitrag zur Gesundheitsförderung. Dabei stehen die Vor- und Nachteile der restriktiven Nahrungszufuhr sowie deren Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und Lebensqualität im Mittelpunkt.
Die zentralen Themen umfassen die physiologischen Stoffwechselprozesse des Fastens, verschiedene Fastenmethoden (wie 16:8 oder 5:2), den Einfluss auf chronische Erkrankungen sowie die subjektive Wahrnehmung von Anwendern und Experten bezüglich Lebensqualität und Gesundheit.
Das primäre Ziel ist es, herauszufinden, welche Auswirkungen das Intervallfasten auf die Lebensqualität sowie die Gesundheit des Menschen hat, und zu klären, ob es als Präventionsmaßnahme für chronische Erkrankungen geeignet ist.
Die Autorin wählt einen qualitativen Forschungsansatz. Es wurden leitfadengestützte Interviews mit neun Personen durchgeführt (sechs Anwender des Intervallfastens sowie drei Experten aus dem ernährungswissenschaftlichen Bereich), deren Ergebnisse anschließend mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet wurden.
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen zu Fastenmethoden und Stoffwechseleffekten erarbeitet. Darauf folgt der empirische Teil, der das methodische Vorgehen darlegt, die Ergebnisse aus den Interviews präsentiert und diese in einer Diskussion kritisch bewertet.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Intervallfasten, Stoffwechsel, Lebensqualität, Gewichtsreduktion, Diabetes mellitus Typ 2, qualitative Forschung und Ernährungsumstellung charakterisieren.
Die Anwender stehen dem Intervallfasten tendenziell positiver gegenüber, da sie von persönlichen Erfolgen berichten. Experten hinterfragen die Methode kritischer, da sie in ihrem Arbeitsalltag oft mit Anwendungsfehlern und Patienten konfrontiert sind, bei denen Fasten kontraproduktiv wirken könnte, und weisen auf fehlende Langzeitstudien hin.
Die Arbeit betont, insbesondere durch die Experteninterviews, dass die reine Zeitbeschränkung der Nahrungsaufnahme nicht ausreicht. Nur in Kombination mit einer ausgewogenen Ernährung (nach DGE-Vorgaben) lassen sich optimale gesundheitliche Effekte erzielen und eine Fehlernährung oder Essstörungen vermeiden.
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