Bachelorarbeit, 2020
38 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Die vier Grundtypen der filmischen Literaturadaption
2.1 Adaption als Aneignung literarischen Rohstoffs
2.2 Adaption als Illustration
2.3 Adaption als Transformation
2.4 Adaption als Dokumentation
3. Verfahren der Literaturverfilmung
3.1 Die Transposition
3.2 Die Adaption
3.3 Die Transformation
3.4 Die Transfiguration
4. Gattungszuordnung und Klassifizierung des Filmgenres
5. Clemens Meyers Kurzgeschichte „In den Gängen“
6. Inhalt der filmischen Adaption „In den Gängen“
6.1 Das Kapitel „Christian“
6.2 Das Kapitel „Marion“
6.3 Das Kapitel „Bruno“
7. Gemeinsamkeiten und Unterschiede – Ein Vergleich
8. Figurenkonzeption im Kontext des Films
8.1 Die Figur Christian
8.2 Die Figur Marion
8.3 Die Figur Bruno
9. Welche Themen und Motive offenbart die filmische Adaption?
9.1 Brunos Suizid
9.2 Die Liebe zwischen Christian und Marion
9.3 Die Freundschaft zwischen Christian und Bruno
10. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis von literarischer Vorlage und filmischer Adaption am Beispiel der Kurzgeschichte „In den Gängen“ von Clemens Meyer und ihrer Verfilmung durch Thomas Stuber. Dabei analysiert die Arbeit die gattungs- und medientheoretischen Grundlagen der Literaturverfilmung, um die narrativen und ästhetischen Besonderheiten der filmischen Umsetzung zu verdeutlichen und zentrale Motive wie Liebe, Einsamkeit und Tod im filmischen Kontext zu beleuchten.
Die Figur Christian
Christian weist einen dynamischen Charakter auf. Es handelt sich um eine Figur, die sich während des Films entwickelt. In den Szenen mit Marion ist diese Entwicklung deutlich zu sehen, denn bis er sie sieht, geht er „mit wenigen Worten und langen Blicken durch die Probetage.“ Die am Anfang der Geschichte eher schüchtern und introvertiert dargestellte Figur wird in Anwesenheit von Marion im Verlauf des Films mutiger und offener dargestellt. Zu Beginn des Films ist Christian eine Figur, dem es schwerfällt, über Gefühle oder Emotionen zu sprechen. Er kommuniziert sein Interesse an Marion durch Taten und nicht durch die Sprache.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Literaturadaption ein und stellt die Kurzgeschichte „In den Gängen“ als Analyseschwerpunkt für die Arbeit vor.
2. Die vier Grundtypen der filmischen Literaturadaption: Das Kapitel differenziert vier zentrale Adaptionsarten, wie etwa Adaption als Illustration oder Transformation, um die verschiedenen Standpunkte hinsichtlich der Werktreue darzulegen.
3. Verfahren der Literaturverfilmung: Hier werden die vier Grundverfahren wie Transposition und Transfiguration erläutert, die sich zwar theoretisch abgrenzen lassen, in der Praxis jedoch oft ineinandergreifen.
4. Gattungszuordnung und Klassifizierung des Filmgenres: Dieses Kapitel ordnet die Kurzgeschichte und den Film in ihren gattungsspezifischen Kontext ein und diskutiert die Herausforderungen einer klaren Genrezuweisung.
5. Clemens Meyers Kurzgeschichte „In den Gängen“: Es erfolgt eine Kurzbiografie des Autors sowie eine kurze inhaltliche Vorstellung des Erzählbandes „Die Nacht, die Lichter. Stories“.
6. Inhalt der filmischen Adaption „In den Gängen“: Eine zusammenfassende Darstellung der Filmhandlung, unterteilt in die drei inhaltlichen Abschnitte rund um die Charaktere Christian, Marion und Bruno.
7. Gemeinsamkeiten und Unterschiede – Ein Vergleich: Dieses Kapitel stellt die literarische Vorlage und die filmische Adaption gegenüber, um spezifische Veränderungen und Anpassungen im Film kritisch zu hinterfragen.
8. Figurenkonzeption im Kontext des Films: Hier werden die Hauptfiguren Christian, Marion und Bruno im Rahmen der filmischen Figurenkonzeption auf ihre Entwicklung und Funktion für das Narrativ analysiert.
9. Welche Themen und Motive offenbart die filmische Adaption?: Die zentralen Themen der Geschichte wie Suizid, Liebe und Freundschaft werden auf ihre filmische Aufarbeitung und ihre Bedeutung für die Rezeption hin untersucht.
10. Fazit: Die Arbeit resümiert die Analyseergebnisse und prüft abschließend, ob die filmische Adaption die literarische Vorlage angemessen überträgt und zu einer eigenen ästhetischen Form findet.
Literaturverfilmung, Clemens Meyer, Thomas Stuber, Adaption, Transformation, Transposition, Transfiguration, Kurzgeschichte, In den Gängen, Figurenkonzeption, Narrativ, Werktreue, Filmgenre, Medienvergleich, Literaturtheorie
Diese Arbeit befasst sich mit dem komplexen Prozess der Literaturverfilmung, insbesondere der Adaption von Clemens Meyers Kurzgeschichte „In den Gängen“ durch den Regisseur Thomas Stuber.
Neben der theoretischen Klassifizierung von Adaptionsarten und -verfahren werden vor allem die filmische Figurenentwicklung und zentrale Motive wie Einsamkeit, soziale Entfremdung und zwischenmenschliche Beziehungen thematisiert.
Ziel ist es, die spezifischen Transformationsleistungen des Films zu beleuchten und aufzuzeigen, wie durch filmische Mittel ein eigenständiges ästhetisches Analogon zum literarischen Vorbild geschaffen wird.
Die Arbeit basiert auf einer methodischen Analyse, die sowohl literaturwissenschaftliche Theorien zur Adaption als auch Ansätze der filmischen Figurenkonzeption und Narratologie kombiniert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Einordnung von Adaptionstypen sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit den Charakteren Christian, Marion und Bruno und deren filmischer Umsetzung.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Literaturverfilmung, Adaption, Transformation, Figurenkonzeption und das spezifische Werk „In den Gängen“ charakterisieren.
Bruno fungiert im Film als Vertrauter von Christian, wobei seine Einsamkeit und letztlich sein Suizid wichtige Wendepunkte für das Verständnis von Christians eigener innerer Entwicklung bilden.
Der Großmarkt dient im Film als "Mikrokosmos", in dem die Protagonisten isoliert von der Außenwelt agieren und ihre spezifische Dynamik der zwischenmenschlichen Interaktion entfalten.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

