Masterarbeit, 2020
68 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Forschungsmethodik und Vorgehen
3. Systemdefinition
4. Stand der Technik
4.1 Aufbau- und Ablauforganisation im Unternehmen
4.1.1 Shopfloor-Management
4.1.2 Shopfloor-Management-Kommunikationskaskade
4.2 Lieferantenvereinbarung
4.2.1 Lastenheft
4.2.2 Pflichtenheft
4.3 Geschlossener Regelkreis
4.3.1 Komponente des geschlossenen Regelkreises
4.3.2 Komponente des Qualitätsregelkreises
4.3.2.1. Qualitätsregelkreisarten
4.3.2.2. Ebenenübergreifende Qualitätsregelkreise
5. Stand der Forschung
5.1 Pilotprojekte der Qualitätsregelkreis-Grundtypen-Matrix
5.2 Anwendbarkeit der Regelungstechnik auf die Aufbau- und Ablauforganisation
5.3 Konzeptentwicklung des Qualitätsregelkreises
6. Methodik Fallstudie
6.1 Durchführung der Fallstudie
6.2 Fallbeschreibung
6.2.1 Datenaufbereitung
6.2.2 Datenanalyse
7. Konzeptentwicklung
8. Rahmenbedingungen Laborexperiment
8.1 Ausgangslage der Simulation
8.2 Simulationsdurchführung und Datenanalyse
9. Fazit
Diese Arbeit zielt darauf ab, ein ebenenübergreifendes Qualitätsregelkreiskonzept zu entwickeln, das Elemente der klassischen Regelungstechnik mit Aspekten der Aufbau- und Ablauforganisation in Produktionsunternehmen verbindet, um komplexe Prozesse besser steuern und regeln zu können.
4.1.1 Shopfloor-Management
Das Shopfloor-Management (SFM) ist ein Bestandteil des Lean-Managements und hat seinen Ursprung bei Toyota in Japan. Ziel des Lean-Managements ist es, Verschwendung im produzierenden Unternehmen durch den Einsatz verschiedener Methoden (Lean-Methoden) zu verringern und die Wertschöpfung zu steigern (Lendzian und Martin-Martin, 2016). SFM bedeutet: „[…] Führen und Steuern am Ort der Wertschöpfung“ (Conrad et al., 2019, S. 1). Das Führen und Steuern wird dabei auf das Management bezogen und unter dem Ort der Wertschöpfung wird das Shopfloor gemeint (Conrad et al., 2019, S. 1). Beim SFM geht es darum, alle Mitarbeiter der jeweiligen Hierarchieebene in den Prozess der kontinuierlichen Verbesserung miteinzubeziehen. In diesem Zusammenhang wird auch vom Selbstmanagement gesprochen (Brunner, 2017, S. 99).
Hoshin Kanri ist ebenfalls eine Methode des Lean-Managements. Es beschreibt einen Zielableitungsprozess, der sich aus der Unternehmensvision ergibt. Dabei leitet die Führungskraft gemeinsam mit den Mitarbeitern aus der Unternehmensvision Ziele für die jeweilige Hierarchieebene ab (Bertagnolli, 2018, S. 320). Zur Zielerreichung der jeweiligen Hierarchieebene (operativ oder strategisch) werden verschiedene Elemente des SFMs angewandt (Brenner, 2019, S. 15).
1. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die Notwendigkeit, Produktionsprozesse durch echtzeitbasierte Regelkreissysteme effizienter zu steuern, um auf Störungen flexibel reagieren zu können.
2. Forschungsmethodik und Vorgehen: Es wird der methodische Rahmen beschrieben, der eine kritische Literaturrecherche, die Konzeption von Einzelfallstudien sowie eine Simulation mittels Excel/VBA umfasst.
3. Systemdefinition: Dieses Kapitel definiert das Unternehmen als ein komplexes, geschlossenes System, das durch Informationsübertragung zwischen Elementen innerhalb einer Aufbau- und Ablauforganisation gesteuert wird.
4. Stand der Technik: Hier werden die theoretischen Grundlagen zu Aufbau- und Ablauforganisation, Lieferantenvereinbarungen sowie Komponenten geschlossener Regelkreise und Qualitätsregelkreise dargelegt.
5. Stand der Forschung: Das Kapitel bietet einen Überblick über bestehende Ansätze wie das Aachener Qualitätsmanagement Modell und Forschungsvorhaben zu unternehmensübergreifenden Regelkreisen.
6. Methodik Fallstudie: Die Vorgehensweise bei der empirischen Untersuchung wird erläutert, wobei der Fokus auf explanativen und explorativen Fallstudien zur Klärung von Kausalzusammenhängen liegt.
7. Konzeptentwicklung: Basierend auf den Erkenntnissen wird ein ebenenübergreifendes Qualitätsregelkreiskonzept vorgestellt, welches die vertikale und horizontale Ebene im Unternehmen integriert.
8. Rahmenbedingungen Laborexperiment: Die Parameter und technischen Voraussetzungen der Simulation mittels Microsoft Excel/VBA zur Überprüfung des entwickelten Konzepts werden detailliert aufgeführt.
9. Fazit: Die Ergebnisse bestätigen die Anwendbarkeit des Konzepts und zeigen Potenziale zur weiteren Integration in ERP-Systeme sowie für vermaschte Regelkreise auf.
Qualitätsregelkreis, Aufbauorganisation, Ablauforganisation, Regelungstechnik, Shopfloor-Management, Prozessfähigkeit, Simulation, Produktionsunternehmen, Wertstrom, Regelkommunikation, Managementebene, Ausführungsebene, Kausalzusammenhänge, Prozessoptimierung, Qualitätsmanagement
Die Arbeit untersucht, wie klassische Regelkreis-Konzepte der Regelungstechnik auf die Aufbau- und Ablauforganisation in Produktionsunternehmen übertragen werden können, um ein ebenenübergreifendes Qualitätsmanagementsystem zu schaffen.
Die Arbeit verknüpft die Bereiche Regelungstechnik, Qualitätsmanagement, Unternehmensstruktur (Aufbau-/Ablauforganisation) und Lean-Methoden wie das Shopfloor-Management.
Ziel ist es, Anpassungen des klassischen Regelkreises zu identifizieren, um ein durchgängiges, ebenenübergreifendes Qualitätsregelkreiskonzept mit Rückkopplung in höhere Hierarchieebenen zu realisieren.
Es wurde ein zweistufiger Ansatz gewählt: Zunächst eine kritische Literaturrecherche zur Theoriebildung, gefolgt von der Ausarbeitung fünf verschiedener Einzelfallstudien und deren Überprüfung in einem Laborexperiment mittels Excel-Simulation.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der zugrunde liegenden Systeme, die Darstellung des Stands der Technik und der Forschung, die methodische Durchführung der Fallstudien sowie die darauf aufbauende Konzeptentwicklung.
Zentrale Begriffe sind Qualitätsregelkreis, ebenenübergreifende Steuerung, Prozessfähigkeit (Cpk), Shopfloor-Management sowie die Modellierung von Kausalzusammenhängen in Produktionsprozessen.
Die Entscheidung basiert auf der hohen Verbreitung von Excel in der industriellen Praxis sowie bei Studierenden, was die Reproduzierbarkeit und Anwendbarkeit der entwickelten Simulation ohne spezielle proprietäre Software ermöglicht.
Die Rückführung ist entscheidend, um bei kritischen Qualitätsabweichungen, die auf einer Ebene nicht gelöst werden können, Informationen an die nächsthöhere Instanz zur Maßnahmenbestimmung zu eskalieren.
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