Bachelorarbeit, 2016
75 Seiten, Note: 1,5
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Allgemeine Verbrennung
2.2 Rußpartikelbildung
2.3 Rußpartikeltransport
2.3.1 Sedimentationsverluste
2.3.2 Diffusionsverluste
2.3.3 Thermophoretische Verluste
2.4 Partikelemissionen aus biomassebetriebenen Kleinfeuerungsanlagen
2.4.1 Feinstaubbegriff
2.4.2 Zusammensetzung der Partikelemissionen
2.4.3 Betriebsphasen
3 Beschreibung der Forschungsanlage
3.1 Porenbrennersystem
3.2 Rußpartikelgenerator
3.2.1 Aufbau und Funktionsprinzip
3.2.2 Rezepterstellung
3.3 Feststoffpartikeldispergierer
4 Material und Methoden
4.1 Eingesetzte Messgeräte
4.2 Materialaufstellung
4.3 Materialauf- und -nachbereitung
5 Versuchsdurchführung
5.1 Vorgehen
5.2 Reproduzierbarkeit
5.3 Experimenteller Aufbau
5.4 Empirische Bestimmung der Partikelemissionen
5.4.1 Gravimetrische Konzentrationsmessung
5.4.2 Messung der Partikelgrößenverteilung
5.4.3 Vergleich der Messtechnikmethodik
6 Ergebnisse und Diskussion
6.1 Singulärer Betrieb Palas Rußgenerator
6.1.1 Rezepte
6.1.2 Einfluss der Quenchung
6.1.3 Einfluss der Verdünnungsluft
6.2 Singulärer Betrieb Palas Feststoffpartikeldispergierer
6.3 Kombi-Betrieb der Anlage
6.4 Fehlerbewertung der Messergebnisse
7 Zusammenfassung und Fazit
8 Ausblick
Die Arbeit befasst sich mit der Charakterisierung einer Forschungsanlage, die dazu entwickelt wurde, Partikelemissionen aus biomassebetriebenen Kleinfeuerungsanlagen unter stationären, reproduzierbaren Bedingungen nachzubilden. Die zentrale Forschungsfrage liegt in der Validierung der Anlage, um die Eignung der installierten Komponenten zur gezielten Erzeugung definierter Abgaszustände für zukünftige Emissionsstudien zu evaluieren.
2.4.1 Feinstaubbegriff
Die Partikelemissionen aus biomassebetriebenen Kleinfeuerungsanlagen werden in Feinstaub- und Grobstaub- Emissionen unterschieden. Feinstaub fasst verschiedene Schwebstoffe zusammen, die aufgrund ihres aerodynamischen Durchmessers lange in der Atmosphäre verweilen können[29]. Dabei wird der Feinstaub abermals in Größenklassen, abhängig vom aerodynamischen Durchmesser der Partikel, unterteilt:
• inhalierbarer Feinstaub (PM10): Aerodynamischer Durchmesser < 10 μm
• Lungengängiger Feinstaub (PM2,5): Aerodynamischer Durchmesser < 2,5 μm
• Ultrafeine Partikel (UP): Aerodynamischer Durchmesser < 0,1 μm
PM steht hier für „Standard for Particulate Matter“, einer 1987 von der US-amerikanischen Umweltschutzbehörde EPA eingeführten Definition des Feinstaubs[31]. Besondere Gesundheitsgefährdung geht von den Ultrafeinen Partikeln aus, die sehr tief in die Lunge eindringen können und zu Entzündungen der Alveolengefäße führen. Des Weiteren können diese Partikel wegen ihrer großen spezifischen Oberfläche toxisch und mutagen wirken, insbesondere wenn sie Schwermetalle oder Dioxine an sich binden und transportieren. Die gesundheitlichen Auswirkungen der Feinstäube werden vor allem durch Häufigkeit und Dauer der Exposition sowie der Partikelanzahl und dem Partikeldurchmesser beeinflusst[33].
1. Einleitung: Beschreibt die Relevanz der Partikelemissionen durch Kleinfeuerungsanlagen und die Notwendigkeit einer stationären Forschungsanlage zu deren Untersuchung.
2. Theoretische Grundlagen: Erläutert die physikalischen und chemischen Prozesse der Verbrennung, der Rußpartikelbildung, deren Transportmechanismen sowie die Definition von Partikelemissionen.
3. Beschreibung der Forschungsanlage: Stellt die Komponenten Porenbrennersystem, Rußpartikelgenerator und Feststoffpartikeldispergierer und deren Funktionsweisen vor.
4. Material und Methoden: Beschreibt die zur Emissionsmessung eingesetzten Instrumente wie das Gravimat, den SMPS sowie die Vorbereitung der Probenmaterialien.
5. Versuchsdurchführung: Dokumentiert das Vorgehen bei der Validierung, den experimentellen Aufbau der Messstrecke und die Methoden der Partikelanalyse.
6. Ergebnisse und Diskussion: Analysiert und diskutiert die Messreihen zum Einzel- und Kombibetrieb der Komponenten sowie eine Bewertung der aufgetretenen Messfehler.
7. Zusammenfassung und Fazit: Resümiert die Eignung der Forschungsanlage zur reproduzierbaren Nachbildung von Partikelemissionen und zieht ein Gesamtfazit.
8. Ausblick: Identifiziert Weiterentwicklungspotenziale für die Anlage, insbesondere hinsichtlich Regelungssoftware und verbesserter Probenahmetechnik.
Partikelemissionen, Kleinfeuerungsanlagen, Biomasseverbrennung, Feinstaub, Nanopartikel, Rußpartikelgenerator, Feststoffpartikeldispergierer, Isokinetik, Partikelgrößenverteilung, Verbrennungsprozesse, Laborsimulation, Emissionsmessung, Agglomeration
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Aufbau, der Charakterisierung und der Validierung einer Forschungsanlage am Fraunhofer-Institut für Bauphysik, die dazu dient, Partikelemissionen aus Biomasse-Kleinfeuerungsanlagen unter kontrollierten Bedingungen nachzubilden.
Die zentralen Themen umfassen die Verbrennungstechnik, die Bildung und das Verhalten von Ruß- und Feststoffpartikeln sowie die messtechnische Erfassung von Feinstaubemissionen unter variablen Betriebsparametern.
Das Hauptziel besteht darin nachzuweisen, dass die Anlage instationäre Verbrennungsvorgänge in stationäre, reproduzierbare Parameter übersetzen kann, um somit eine belastbare Testumgebung für Abgasnachbehandlungssysteme zu schaffen.
Es werden gravimetrische Bestimmungen der Staubkonzentration sowie optische Messverfahren zur Partikelgrößenverteilung (SMPS) eingesetzt und diese mit theoretischen Modellen abgeglichen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Partikelbilanzierung, die technische Beschreibung des Prüfstands, die methodische Vorgehensweise bei den Messreihen sowie die detaillierte Auswertung der Ergebnisse unter Berücksichtigung von Fehleranalysen.
Die Arbeit zeichnet sich durch eine detaillierte technische Validierung von Labor-Rußgeneratoren und Dispergierern aus, wobei ein besonderer Fokus auf die Vergleichbarkeit von experimentellen Daten und physikalischen Berechnungsmodellen liegt.
Die als „Quenchen“ bezeichnete schnelle Abkühlung mittels Stickstoff führt zu einem lokalen Abbruch der Reaktionsprozesse, was die Partikelbildung stabilisiert und ein weiteres unkontrolliertes Wachstum oder eine ungewollte Kondensation im Gasstrom verhindert.
Die Unterscheidung ist gesundheitlich relevant, da insbesondere Ultrafeine Partikel (UP) sehr tief in die Atemwege und die Blutbahn gelangen können, während grobe Partikel geringere toxikologische Risiken bergen.
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