Diplomarbeit, 2007
106 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Grundlagen der Unternehmensbewertung
2.1 Anlässe und Interessenten
2.2 Funktionen
2.3 Unterschied zwischen Wert und Preis
3 Methoden zur Unternehmensbewertung
3.1 Überblick
3.2 Einzelbewertungsverfahren
3.2.1 Substanzwertverfahren
3.2.2 Liquidationswertverfahren
3.3 Gesamtbewertungsverfahren
3.3.1 Kapitalwertorientierte Verfahren
3.3.1.1 Einführung
3.3.1.1.1 Kapitalwert
3.3.1.1.2 Kapitalisierungszins
3.3.1.1.3 Fortführungswert oder „Continue Value“
3.3.1.2 Ertragswertmethode
3.3.1.2.1 Grundlagen und Berechnung
3.3.1.2.2 Risikoberücksichtigung
3.3.1.2.2.1 Sicherheitsäquivalenzmethode
3.3.1.2.2.2 Risikozuschlagsmethode
3.3.1.2.2.3 Zusammenführung beider Methoden
3.3.1.2.2.4 Risikosimulation
3.3.1.3 Discounted Cashflow (DCF)-Verfahren
3.3.1.3.1 Grundlagen
3.3.1.3.1.1 Allgemeines
3.3.1.3.1.2 Verschiedene Cashflowgrößen
3.3.1.3.2 Equity-Verfahren
3.3.1.3.3 Entity-Verfahren
3.3.1.3.3.1 Weighted Average Cost of Capital (WACC)-Ansatz
3.3.1.3.3.2 Adjusted Present Value (APV)-Ansatz
3.3.1.3.3.3 Total Cashflow (TCF)-Ansatz
3.3.1.3.4 Ermittlung des Tax Shields bei deutscher Steuergesetzgebung
3.3.1.3.5 Missverständnisse im Zusammenhang mit den DCF-Verfahren
3.3.1.4 Realoptionsansatz
3.3.2 Multiplikatorverfahren als Vergleichsbewertungsverfahren
3.4 Kritische Würdigung der Verfahren und ihre Bedeutung in der Praxis
4 Werttreiber-Analyse im Rahmen der DCF-Verfahren
4.1 Bestimmung der Werttreiber
4.2 Analyse und Planung der Werttreiber
5 Das Economic Value Added (EVA)-Konzept
5.1 Grundlagen und Ziele
5.2 Vom Accounting-Modell zum Economic-Modell als Datenbasis
5.3 Elemente des EVA-Konzeptes
5.3.1 Ermittlung des Net Operating Profit Less Adjusted Taxes (NOPLAT)
5.3.2 Ermittlung des Kapitalkostensatzes
5.3.3 Ermittlung des investierten Kapitals
5.4 Berechnung des EVA
6 Zusammenfassung
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die fundierte Vorstellung und Analyse der gängigen Verfahren zur Unternehmensbewertung, insbesondere der DCF-Methoden, sowie deren praktische Anwendbarkeit und die Identifikation wertbeeinflussender Faktoren. Die Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie Unternehmen in einem komplexen Umfeld bewertet werden können und welche Rolle dabei wertorientierte Managementkonzepte spielen.
3.3.1.3.1.1 Allgemeines
In den letzten Jahren bedient man sich auch in Deutschland zunehmend der angloamerikanisch geprägten DCF-Verfahren zur Unternehmensbewertung. Dabei handelt es sich wie beim Ertragswertverfahren um formelorientierte Verfahren, die auf dem Barwertkalkül basieren. Auch im Rahmen der DCF-Verfahren wird der zu untersuchende Zeitraum in einem Zweiphasenmodell beleuchtet. In der ersten Phase finden die Detailplanungen statt, während diese Daten für die folgende Phase fortgeschrieben werden. Basis der DCF-Verfahren sind verschiedene Arten der Cashflows. Eine Konzentration auf einen Jahresüberschuss, der über eine Vielzahl bilanzpolitischer Mittel und Wege beeinflussbar ist, wird dadurch umgangen, so dass die Betrachtung von Cashflows objektiver und vorteilhafter erscheint.
Ziel der DCF-Verfahren ist die Ermittlung des Eigenkapitalwertes eines Unternehmens. Dabei lassen sich die DCF-Verfahren grundsätzlich in Bruttoermittlungsverfahren (sog. „Entity-Approach“) und Nettoermittlungsverfahren (sog. „Equity-Approach“) unterteilen. Bei der Bruttomethode werden Cashflows in die Berechnungen einbezogen, die allen Kapitalgebern zur Verfügung stehen, d. h. sowohl Eigen- als auch Fremdkapitalgebern. Es wird also zunächst der Gesamtwert des Kapitals bestimmt. Davon ist der Wert des Fremdkapitals zu subtrahieren, so dass als Ergebnis der Wert des Eigenkapitals übrig bleibt. Bei diesem Ansatz handelt es sich folglich um eine indirekte Bestimmung des Eigenkapitalwertes. Auf direktem Weg wird der Eigenkapitalwert mit der Nettomethode bestimmt, da lediglich die Zahlungen an die Eigenkapitalgeber betrachtet werden.
1 Einleitung: Vorstellung der Relevanz der Unternehmensbewertung im Kontext zunehmender M&A-Transaktionen und Zielsetzung der Arbeit zur Analyse der gängigen Bewertungsverfahren.
2 Grundlagen der Unternehmensbewertung: Darstellung der Bewertungsanlässe, der verschiedenen Interessentengruppen sowie der Abgrenzung von Wert und Preis.
3 Methoden zur Unternehmensbewertung: Umfassende Analyse und Systematisierung der Bewertungsverfahren, von Einzel- über Gesamtbewertungsverfahren bis hin zum Realoptionsansatz und Multiplikatorverfahren.
4 Werttreiber-Analyse im Rahmen der DCF-Verfahren: Identifikation und Analyse der Faktoren, die einen signifikanten Einfluss auf den Unternehmenswert haben, wie Kapitalrendite und Wachstum.
5 Das Economic Value Added (EVA)-Konzept: Vorstellung eines kapitalmarktorientierten Modells zur Periodenmessung des geschaffenen Mehrwerts und Erläuterung der notwendigen Datenanpassungen.
6 Zusammenfassung: Synthese der Ergebnisse zur Eignung und praktischen Bedeutung der verschiedenen Bewertungsverfahren.
Unternehmensbewertung, DCF-Verfahren, Ertragswertmethode, WACC-Ansatz, APV-Ansatz, Equity-Ansatz, Werttreiber-Analyse, Economic Value Added, EVA-Konzept, Unternehmenswert, Kapitalkosten, Cashflow, Shareholder Value, Kapitalmarktorientierung, Unternehmensführung.
Die Arbeit befasst sich mit der systematischen Darstellung, Analyse und kritischen Würdigung verschiedener Methoden zur Unternehmensbewertung, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf den Discounted Cashflow (DCF)-Verfahren liegt.
Die zentralen Felder umfassen die Grundlagen der Unternehmensbewertung, die verschiedenen Bewertungskategorien (Einzel-, Gesamt- und Vergleichsbewertungsverfahren), die Analyse von Werttreibern sowie das EVA-Konzept.
Das Ziel ist es, die gängigen Bewertungsverfahren vorzustellen, ihre praktische Relevanz zu beurteilen und aufzuzeigen, wie wertorientierte Führung und Werttreiber-Analysen den Unternehmenswert beeinflussen können.
Die Arbeit stützt sich auf eine systematische Literaturanalyse der einschlägigen Betriebswirtschaftslehre zur Unternehmensbewertung, ergänzt durch mathematische Herleitungen der Bewertungsmodelle und eine beispielhafte Veranschaulichung anhand einer "Beispiel AG".
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Vorstellung der Bewertungsverfahren (Substanzwert, Ertragswert, DCF, Realoptionen, Multiplikatoren), die Analyse von Werttreibern (Wachstumsrate, Kapitalrendite) und die Erläuterung des EVA-Konzepts als Controlling-Instrument.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Unternehmensbewertung, DCF-Verfahren, Werttreiber, WACC-Ansatz und Economic Value Added charakterisiert.
Das "Tax Shield" beschreibt die steuerliche Ersparnis durch den Abzug von Fremdkapitalzinsen, deren Ermittlung unter Berücksichtigung der deutschen Steuergesetzgebung für eine korrekte Unternehmensbewertung essenziell ist.
Das EVA-Konzept ist relevant, da es als Residualgewinnmodell periodenbezogen messen kann, ob das Management einen Mehrwert für die Anteilseigner geschaffen hat, und sich somit hervorragend für die Steuerung einzelner Geschäftsbereiche eignet.
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