Bachelorarbeit, 2021
63 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 (Gesetzliche) Grundlagen und Begriffsklärung
2.1 Gesetzliche Grundlagen der EUTB®
2.2 Das Arbeitsfeld der Behindertenhilfe
2.3 Die Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB®)
2.4 Die Peer-Beratung
3 Persönlichkeitsstörung und mögliche Herausforderungen für das soziale Umfeld
3.1 Die Persönlichkeit
3.2 Die Persönlichkeitsstörung
3.3 Individualpsychologischer Ansatz nach Adler
4 Aktuelle Bezüge
4.1 Modellprojekt „Peer Counseling im Rheinland“
4.2 Anforderungsprofil des EUTB®-Berater
4.3 Das EUTB®-Team
4.3.1 Die Teamfähigkeit
4.3.2 Das Vulnerabilitäts-Stress-Modell
5 Fürsorgepflicht des Arbeitgebers
5.1 Organisationspathologien
5.2 Gesunde Organisationen
5.3 Handlungsoptionen für Arbeitgeber gemäß „gesunder Organisationen“
6 Methodisches Vorgehen
7 Diskussion
7.1 Grundlagen des EUTB®-Konzepts
7.2 Anforderungsprofil eines EUTB®-Beraters
7.3 Personale Faktoren des EUTB®-Beraters mit Persönlichkeitsstörung
7.4 Organisationskultur
8 Schlussfolgerung
9 Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, förderliche Rahmenbedingungen für die Zusammenarbeit in EUTB®-Teams zu eruieren, die durch die Präsenz von Teammitgliedern mit Persönlichkeitsstörungen vor besondere Herausforderungen gestellt werden. Die Forschungsarbeit analysiert hierbei die bestehende Problematik, um präventive Maßnahmen und Handlungsempfehlungen für Arbeitgeber und übergeordnete Stellen abzuleiten.
Die Persönlichkeit
Nach Allport handelt es sich bei der Persönlichkeit um eine «„dynamische Ordnung derjenigen psychophysischen Systeme im Individuum, die seine einzigartigen Anpassungen und die Umwelt bestimmen“» (Klaudius 2017, S. 632).
Somit trägt die individuelle Persönlichkeit eines Menschen maßgeblich dazu bei, den Herausforderungen des Alltags zu begegnen und diese zu bewältigen. In der Regel führen neue Aufgabenstellungen, die es zu meistern gilt, zu einem persönlichen Wachstum und tragen zu einer Erweiterung des eigenen Handlungs-Spektrums bei. Die Persönlichkeitsstrukturen, auch Persönlichkeitsstile genannt, einzelner Menschen weisen eine Begrenzung hinsichtlich ihrer Fähigkeit, flexibel und adäquat auf die Gegebenheiten des Alltags zu reagieren, auf. Betroffene fühlen sich unglücklich und außerstande, aktive Einflussnahme auf ihre Lebensgestaltung auszuüben. Dies könnte zu einer Herabsetzung der Anpassungsfähigkeit sowie zu einer Herausbildung einer Persönlichkeitsstörung führen. (Vgl. Wittchen/Hoyer 2011, S. 1102)
Als Beschreibungsgrundlage der individuellen Gesamtpersönlichkeit wird derzeit am häufigsten das Fünf-Faktoren-Modell (FFM) herangezogen (vgl. Hanke/Seel 2015, S. 382). Das FFM erfasst in der ersten Ebene folgende fünf Hauptdimensionen der Persönlichkeit: Offenheit für Erfahrungen, Gewissenhaftigkeit, Extraversion, Soziale Verträglichkeit und Neurotizismus.
1 Einleitung: Vorstellung des Bundesteilhabegesetzes und der EUTB®-Beratung unter besonderer Berücksichtigung der Herausforderungen in der Peer-Beratung bei psychischen Beeinträchtigungen.
2 (Gesetzliche) Grundlagen und Begriffsklärung: Detaillierte Darstellung der rechtlichen Basis der EUTB® und der geschichtlichen sowie konzeptionellen Entwicklung der Behindertenhilfe und des Peer-Counselings.
3 Persönlichkeitsstörung und mögliche Herausforderungen für das soziale Umfeld: Definition der Persönlichkeit und theoretische Einordnung des Störungsbildes der Persönlichkeitsstörung, ergänzt um den individualpsychologischen Ansatz nach Alfred Adler.
4 Aktuelle Bezüge: Analyse des Modellprojekts „Peer Counseling im Rheinland“ sowie Diskussion von Anforderungsprofilen und Teameigenschaften im Kontext von EUTB®-Beratungsstellen.
5 Fürsorgepflicht des Arbeitgebers: Erörterung der arbeitsschutzrechtlichen Pflichten samt Analyse von Organisationspathologien und den Merkmalen gesunder Organisationen als Gegenentwurf.
6 Methodisches Vorgehen: Beschreibung des multidisziplinären Rechercheansatzes und der eingesetzten qualitativen Auswertungsmethodik zur Strukturierung der theoretischen Kernaussagen.
7 Diskussion: Kritische Auseinandersetzung mit der Qualifizierung von EUTB®-Beratern, den Auswirkungen von Persönlichkeitsstörungen auf Teams und dem Einfluss der Organisationskultur auf das psychische Wohlbefinden.
8 Schlussfolgerung: Synthese der Ergebnisse mit Empfehlungen für eine Optimierung des Anforderungsprofils und die Notwendigkeit einer bewussten Personaleinsatzplanung durch die Träger.
9 Ausblick: Vorschlag zur weiteren methodischen Erforschung der Thematik mittels qualitativer Experteninterviews und empirischer Datenerhebung zur Fluktuationsrate.
EUTB®, Peer-Beratung, Persönlichkeitsstörung, Rahmenbedingungen, Arbeitsumfeld, Teamfähigkeit, Fürsorgepflicht, Organisationspathologie, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Empowerment, Teilhabeberatung, psychosoziale Belastung, Personale Kompetenzen, Konfliktmanagement, Inklusion
Die Arbeit untersucht, unter welchen förderlichen Rahmenbedingungen eine gelingende kollegiale Zusammenarbeit in EUTB®-Teams möglich ist, insbesondere wenn Teammitglieder selbst von einer Persönlichkeitsstörung betroffen sind.
Die zentralen Felder umfassen die EUTB®-Strukturen, die klinische Psychologie von Persönlichkeitsstörungen, Ansätze des betrieblichen Gesundheitsmanagements und die Bedeutung personaler sowie sozialer Kompetenzen für Teamprozesse.
Das Ziel ist die Identifikation von Ansatzpunkten zur Entlastung der Teams durch präventive Maßnahmen und die Definition eines optimierten Anforderungsprofils für Berater, um Spannungsfelder abzubauen.
Es wurde eine disziplinübergreifende Literatur-Recherche durchgeführt, kombiniert mit einer strukturierten qualitativen Inhaltsanalyse der gewonnenen Kernaussagen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen (Kapitel 2-3), die aktuelle Praxissituation (Kapitel 4), die rechtliche und organisatorische Fürsorgepflicht des Arbeitgebers (Kapitel 5) und die abschließende Diskussion der Ergebnisse (Kapitel 7).
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie EUTB®, Peer-Beratung, Persönlichkeitsstörung, Fürsorgepflicht, Organisationspathologie und Teamentwicklung beschreiben.
Die Arbeit diskutiert den Widerspruch zwischen der Forderung nach Niederschwelligkeit für Ratsuchende und dem Bedarf nach hoher Professionalisierung der Berater, was bei politisch festgelegten Strukturen oft mit finanziellen und rechtlichen Hürden verbunden ist.
Adlers Theorien dienen dazu, Machtstreben im Kollegium als Kompensationsmechanismus für tieferliegende Minderwertigkeitsgefühle bei Personen mit Persönlichkeitsstörungen zu deuten.
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