Fachbuch, 2009
16 Seiten
A. Problemstellung
B. Max Webers inadäquater Begriff der Handelns
C. Metamorphose gesellschaftlicher Notwendigkeiten des Handelns in soziale Rollen
D. Rolle und Erwartung
E. Soziale Rollen und menschliche Freiheit
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, das Verständnis sozialer Rollen grundlegend zu revidieren, indem sie diese nicht mehr als bloße Erwartungsbündel, sondern als Ausdruck gesellschaftlich bedingter, objektiver Notwendigkeiten des Handelns begreift. Der Autor untersucht dabei die Metamorphose, bei der notwendige Bedingungen des Handelns in eine rollenförmige Struktur übergehen, und analysiert das Spannungsfeld zwischen dieser Rollenhaftigkeit und der menschlichen Freiheit.
C. Metamorphose gesellschaftlicher Notwendigkeiten des Handelns in soziale Rollen
Der im Untertitel dieser Arbeit verwendete Begriff „Metamorphose“ wurde mit Bedacht gewählt, da er einen Gestalt- bzw. Formwandel irgendeines Existierenden bezeichnet. Ihm kann jeder entnehmen, dass in den sozialen Rollen die einer gesellschaftlich notwendigen Bedingung inhärente Notwendigkeit des Handelns in einer sozialen Rolle nur eine andere Existenzform annimmt, die sich in einer äußerlich anderen Gestalt dieses Existierenden manifestiert.
Weil der Begriff „Metamorphose“ auch die Tatsache einschließt, dass jenes „Irgendetwas“ in seiner neuen Existenzform weiter existiert, ist dieser Tatsache zugleich auch die Feststellung zu entnehmen, dass die einer gesellschaftlichen Bedingung inhärente Notwendigkeit des Handelns der Inhalt einer sozialen Rolle, und diese nur ihre äußerlich in Erscheinung tretende Form, ist.
Damit erweist sich die zu erklärende Metamorphose der gesellschaftlich notwendigen Bedingungen inhärenten Notwendigkeiten des Handelns in sozialen Rollen als ein konkreter Fall der universellen Inhalt - Form – Dialektik. Folglich ist daher zunächst zu erklären, warum die einer gesellschaftlich notwendigen Bedingung inhärente Notwendigkeit des Handelns, jene Rollenform annimmt.
A. Problemstellung: Der Autor kritisiert Dahrendorfs Suche nach einer Elementarkategorie für die Soziologie und bemängelt das fehlende Verständnis für die objektiven Bedingungen, die dem Handeln inhärent sind.
B. Max Webers inadäquater Begriff der Handelns: Es wird dargelegt, dass Webers subjektivistische Definition des Handelns die objektiven Sachzwänge ausblendet, die das Handeln in der Realität maßgeblich bestimmen.
C. Metamorphose gesellschaftlicher Notwendigkeiten des Handelns in soziale Rollen: Dieses Kapitel erläutert, wie objektive Notwendigkeiten durch eine Inhalt-Form-Dialektik in die Gestalt sozialer Rollen transformiert werden.
D. Rolle und Erwartung: Der Autor zeigt auf, dass Erwartungen lediglich Epiphänomene der personellen Invarianz von Handlungen sind und somit die klassische Rollentheorie logisch unzureichend ist.
E. Soziale Rollen und menschliche Freiheit: Abschließend wird untersucht, ob Rollenhaftigkeit die Freiheit einschränkt, wobei Freiheit als ungehinderte Verwirklichung von Intentionen innerhalb objektiver Bedingungen definiert wird.
Soziale Rollen, objektive Notwendigkeiten, Handlungsbegriff, Metamorphose, Rollentheorie, personelle Invarianz, Max Weber, Ralf Dahrendorf, gesellschaftliche Bedingungen, Inhalt-Form-Dialektik, menschliche Freiheit, Erwartungsstruktur, soziale Handlung, Determinismus, Handlungstheorie.
Die Arbeit untersucht das Wesen sozialer Rollen und deren Beziehung zu den objektiven, gesellschaftlich bedingten Notwendigkeiten, die das menschliche Handeln bestimmen.
Im Zentrum stehen die Kritik an klassischen handlungstheoretischen Ansätzen, der Prozess der Rollenbildung und die philosophische Reflexion über menschliche Freiheit im Kontext gesellschaftlicher Zwänge.
Ziel ist es, den Rollenbegriff durch den Nachweis seiner Entstehung aus objektiven Notwendigkeiten neu zu fundieren und den Zirkelschluss der traditionellen Rollentheorie aufzulösen.
Der Autor nutzt eine dialektische Herangehensweise und eine kritische Begriffsanalyse, um die Metamorphose von gesellschaftlichen Bedingungen in soziale Rollen phänomenologisch und logisch herzuleiten.
Der Hauptteil analysiert das Verhältnis von Handeln, Bedingungen und Notwendigkeiten, kritisiert die einseitige Fokussierung auf subjektive Erwartungen und definiert soziale Rollen neu über die personelle Invarianz.
Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe der objektiven Notwendigkeit, der personellen Invarianz und der Metamorphose geprägt.
Da Weber Handeln rein subjektiv über Sinnzuschreibungen definiert, vernachlässigt er die objektiven Sachzwänge und Bedingungen, die das Handeln tatsächlich erfordern und strukturieren.
Freiheit wird als ungehinderte Realisierung von Intentionen verstanden; soziale Rollen schließen diese Freiheit nicht aus, da sie als notwendige Konfigurationen für den erfolgreichen Vollzug von Handlungen fungieren.
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