Fachbuch, 2009
27 Seiten
A. Zur Problemstellung
B. Die Notwendigkeit der Herausbildung des Tauschwerts aus dem Austausch von Waren
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Herausbildung des Tauschwerts kritisch zu analysieren und eine methodische Neubewertung gegenüber der klassischen Arbeitswerttheorie vorzunehmen. Der Autor untersucht, inwiefern der Tauschwert nicht durch das verausgabte Arbeitsquantum bestimmt wird, sondern als notwendiges Resultat des Warenaustauschs und der quantitativen Warenbeziehungen auf dem Markt zu verstehen ist.
Die Notwendigkeit der Herausbildung des Tauschwerts aus dem Austausch von Waren
Weil der Tauschwert ein notwendiges Produkt des Warenaustausches ist, ist folglich auch zunächst die Notwendigkeit der Herausbildung des Tauschwerts aus dem Austausch von Waren zu erklären.
Neoklassisch ausgebildeten Ökonomen muss an dieser Stelle bereits auffallen, dass, abweichend von ihrer bzw. der heute üblichen Terminologie, hier nicht von einem Austausch von Gütern, sondern einem Austausch von Waren die Rede ist.
Der in der neoklassischen Ökonomie gebräuchliche Begriff „Gut“ ist hier nicht verwendbar. Denn nach dem neoklassischem Verständnis eines Guts ist es ein „Mittel zur Bedürfnisbefriedigung“.
Der ein Gut Austauschende tauscht es aber nicht selbst unmittelbar als ein Mittel zur Befriedigung eines seiner Bedürfnisse, sondern als ein Mittel zum Eintausch eines anderen Guts, das seine Bedürfnisse befriedigt bzw. zu befriedigen verspricht.
Durch die Nutzung eines Guts (bzw. des in ihm verkörperten Gebrauchswerts), als Mittel zum Eintausch eines anderen Guts, erhält das jeweils ausgetauschte Gut aber unweigerlich die ökonomische Bestimmung der Ware, deren Wesen bekanntlich darin besteht, ein Tauschmittel zu sein.
Spätestens mit dem Übergang zur Produktion von Waren ergab sich für die Produzenten von Waren die Notwendigkeit, ein Warenmaß zu finden. Mithin stellte sich den Waren Austauschenden zwangsläufig die Frage nach der Warenmenge, die die jeweils auszutauschende Ware einzutauschen ermöglicht.
A. Zur Problemstellung: Dieses Kapitel skizziert die historische Entwicklung der Werttheorie von der klassischen Ökonomie bis zur neoklassischen Kritik und stellt die Notwendigkeit einer neuen Thematisierung des Tauschwerts dar.
B. Die Notwendigkeit der Herausbildung des Tauschwerts aus dem Austausch von Waren: Hier wird der Übergang vom Gebrauchswert zur Ware als Tauschmittel analysiert und die methodische Grundlage für eine Tauschwertbestimmung durch Marktverhältnisse statt durch Arbeitsquanten gelegt.
Tauschwert, Warenproduktion, Arbeitswerttheorie, Geld, Naturalwirtschaft, Gebrauchswert, Äquivalent, Markt, Preis, Angebot, Nachfrage, Wertbildung, Ökonomie, Warenmaß, Arbeitsquantum
Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Herleitung des Tauschwerts von Waren und einer kritischen Auseinandersetzung mit der klassischen Arbeitswerttheorie.
Zu den zentralen Themen gehören die Definition der Ware als Tauschmittel, der Prozess der Äquivalentbildung, die Funktion des Geldes und die methodische Kritik an der Reduktion von Arbeit auf abstrakte Werte.
Das Ziel ist es, nachzuweisen, dass der Tauschwert einer Ware nicht durch das Arbeitsquantum bestimmt wird, sondern durch die tatsächlichen Tauschverhältnisse von Warenmengen auf dem Markt.
Der Autor verwendet eine ökonomiegeschichtliche und systemtheoretische Analyse, die durch mathematische Wertausdrücke und logische Herleitungen gestützt wird.
Der Hauptteil behandelt die Transformation von Gütern in Waren, die Entstehung des Geldes als allgemeines Tauschmittel sowie eine umfangreiche Kritik an Marx' Werttheorie.
Zentrale Begriffe sind Tauschwert, Warenproduktion, Äquivalent, Geldwirtschaft und die methodische Kritik an der klassischen Arbeitswertlehre.
Nach Ansicht des Autors bezeichnet ein "Gut" ein Mittel zur Bedürfnisbefriedigung, während eine "Ware" spezifisch als Tauschmittel fungiert, was die Grundlage für die Bestimmung des Tauschwerts bildet.
Geld wird als das allgemeine Tauschmittel identifiziert, das die Abhängigkeit des Tauschwerts von direkten Arbeitszeiten auflöst und somit den Wertbildungsprozess auf dem Markt objektiviert.
Er argumentiert, dass die Arbeitswerttheorie anachronistisch ist, da sie den Prozess der Wertquantifizierung durch den Warenaustausch ignoriert und den Wert auf eine "mystische" Substanz (abstrakte Arbeit) reduziert.
Der Markt bestraft laut Autor Unternehmen, die Produkte ohne Gebrauchswert für andere herstellen, mit einem geringen oder verschwindenden Tauschwert, unabhängig von der investierten Arbeitszeit.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

