Diplomarbeit, 2009
81 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Begriffsbestimmung und -definition
2.1 Diversity-Ansatz
2.2 Auszubildende
2.3 Rekrutierung
2.4 Kleine und mittlere Unternehmen (KMU)
3 Möglicher Nutzen von Diversity Management für KMU
3.1 Langfristige Wertschöpfungsfaktoren
3.1.1 Humankapital
3.1.2 Organisationskapital
3.2 Kurz- und mittelfristige Möglichkeiten zur Verbesserung des Cashflow
4 Rekrutierung von Auszubildenden unter Diversity Aspekten
4.1 Bedarfsplanung
4.2 Ausbildungsmarketing
4.3 Auswahl
4.3.1 Bewerbungsunterlagen
4.3.2 Einstellungstest
4.3.3 Vorstellungsgespräch
4.4 Vertrag
4.5 Integration
5 Möglicher Aufwand durch Diversity im Rekrutierungsprozess
6 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern der Diversity-Ansatz dazu beitragen kann, den Rekrutierungsprozess von Auszubildenden in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels zu optimieren und effizienter zu gestalten.
Die Michael Weining AG
Mit 2000 Mitarbeitern baut die Michael Weining AG Maschinen zur Holzbearbeitung. Das Unternehmen stand vor dem Problem, dass im technisch/gewerblichen Bereich die Bewerberzahlen stark zurückgegangen waren. Als Gegenmaßnahme führt die Michael Weinig AG seit 2003 jährlich einen „Tag der Ausbildung“ durch. Dazu werden Schüler der umliegenden Schulen Haupt- und Realschulen, sowie Gymnasien an einem schulfreien Tag eingeladen. Auszubildende führen die Interessenten durch ihren Betrieb und demonstrieren die Maschinen, daneben informiert das Unternehmen die Schüler über die angebotenen Ausbildungsberufe.
Diese Veranstaltung wird durch Informationen in den Schulen vorbereitet, es gibt Infos über die weiteren Verwendungsmöglichkeiten während und nach der Ausbildung und in den Schulen werde Praxistage angeboten. Etwa 200 Schüler besuchen diese Veranstaltung und interessieren sich für die angebotenen Ausbildungsberufe.
Als Folge registrierte das Unternehmen eine Steigerung der Bewerber, die besser über den jeweiligen Ausbildungsgang informiert waren. Die Presse hatte über den Tag der Ausbildung bereichtet, so dass das Unternehmen auf diesem Weg seinen Bekanntheitsgrad – nicht nur bei den Ausbildungswilligen – steigern.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Problemstellung des demografischen Wandels und die daraus resultierende Herausforderung für Unternehmen, geeigneten Nachwuchs zu finden.
2 Begriffsbestimmung und -definition: In diesem Kapitel werden die zentralen Termini wie Diversity-Ansatz, Auszubildende, Rekrutierung und KMU definiert, um eine gemeinsame Wissensbasis zu schaffen.
3 Möglicher Nutzen von Diversity Management für KMU: Hier wird analysiert, welche langfristigen Wertschöpfungsfaktoren und kurzfristigen Cashflow-Vorteile Diversity Management für kleine und mittlere Unternehmen bieten kann.
4 Rekrutierung von Auszubildenden unter Diversity Aspekten: Dieses Kapitel behandelt den konkreten Rekrutierungsprozess, von der Bedarfsplanung über das Ausbildungsmarketing bis hin zur Integration, stets unter Berücksichtigung von Diversity-Prinzipien.
5 Möglicher Aufwand durch Diversity im Rekrutierungsprozess: Es wird erörtert, dass der Einführung von Diversity-Maßnahmen neben den Vorteilen auch ein gewisser Aufwand in Form von Kosten und Zeit gegenübersteht.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass Diversity Management eine wichtige Strategie zur Sicherung des Fachkräftenachwuchses ist, deren Umsetzung jedoch gezielte Modifikationen im Auswahlprozess erfordert.
Diversity Management, KMU, Auszubildende, Rekrutierung, Fachkräftemangel, Ausbildungsmessen, Bewerberauswahl, Integration, Personalarbeit, Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz, Unternehmenskultur, demografischer Wandel, Personalmarketing, berufliche Handlungsfähigkeit, Wertschöpfung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Relevanz und den praktischen Umsetzungsmöglichkeiten des Diversity-Ansatzes bei der Gewinnung von Auszubildenden in kleinen und mittleren Unternehmen.
Im Fokus stehen Diversity Management, Personalmanagement, Ausbildungsmarketing, gesetzliche Rahmenbedingungen (wie das AGG) und die spezifische Situation von KMU auf dem Arbeitsmarkt.
Es wird untersucht, wie Diversity-Maßnahmen dazu beitragen können, den Rekrutierungsprozess so zu gestalten, dass auch bisher weniger berücksichtigte Zielgruppen gewonnen werden können, um dem Fachkräftemangel zu begegnen.
Die Untersuchung basiert auf einer fundierten Literatur- und Internetanalyse zu den Bereichen Diversity, Personalmanagement und betriebliche Ausbildung.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der Grundlagen, den ökonomischen Nutzen, die prozessuale Gestaltung der Rekrutierung unter Diversitätsaspekten sowie eine Aufwand-Nutzen-Analyse.
Wichtige Begriffe sind Diversity Management, Rekrutierung, KMU, Ausbildung, Integration, Fachkräftemangel, AGG und Personalmarketing.
Das AGG setzt rechtliche Leitplanken für ein diskriminierungsfreies Auswahlverfahren und verpflichtet Arbeitgeber zu bestimmten Organisations- und Schulungspflichten.
KMU leiden oft stärker unter einem negativen Image oder einer geringeren Bekanntheit bei Bewerbern, weshalb Diversity-Ansätze ihnen helfen können, neue Talente zu erschließen und sich als attraktive Arbeitgeber zu positionieren.
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