Doktorarbeit / Dissertation, 2009
691 Seiten, Note: Gut
1. Zum Begriff „Marketing“ – eine Begriffsbestimmung
1.1. Produktpolitik
1.2 Kommunikationspolitik
1.3 Distributionspolitik
1.4 Preispolitik
2. Zum Begriff „Film“ – eine Begriffsbestimmung
2.1 Spielfilm
2.2 Dokumentarfilm
2.3 Film als Kulturgut
2.4 Film als Wirtschaftsgut
3. Allgemeine Daten zur deutschen Filmwirtschaft
3.1 Die deutsche Filmwirtschaft
3.2 Kinofilmproduktion
3.3 Kinofilmverleih
3.4 Kinobetrieb
3.5 Die Verwertungskette eines Kinofilms
3.6 Finanzierung des Produktes Kinofilm
3.6.1 Besonderheiten der Filmfinanzierung
3.6.2 Filmförderung
3.6.3 Filmförderung und Marketing
3.6.4 Film- /Fernsehabkommen
4. Allgemeine Überlegungen zum Filmmarketing
4.1 „Filmmarketing“ – der Versuch einer Begriffsbestimmung
4.2 Warum braucht ein Film Marketing?
4.3 Besonderheiten des Filmmarketing
5. In der Theorie: Instrumente des Kinofilmmarketing
5.1 Produktpolitik
5.1.1 Marktforschung
5.1.2 Ideenfindung/Stoffauswahl/Stoffentwicklung
5.1.3 Drehbuchentwicklung
5.1.4 Entwicklung eines Marketingplans für Kinofilme
5.1.5 Regie
5.1.6 Casting
5.1.7 Locations/Drehorte
5.1.8 Filmmusik
5.1.9 Ausstattung/Requisite
5.1.10 Filmtitel
5.1.11 Product Placement
5.2 Kommunikationspolitik
5.2.1 Cross-Promotion
5.2.2 Merchandising
5.2.3 Film-PR/Filmpresse
5.2.4 Onlinemarketing
5.2.5 Verkaufsförderung – Promotiontour
5.2.6 Filmwerbung
5.2.7 Eventmarketing – Premieren, Festivals, Preise
5.3 Distributionspolitik
5.3.1 Startdatum
5.3.2 Absatzwegepolitik
5.4 Preispolitik
1. Forschungsleitende Fragestellungen
2. Strategie der (qualitativen) Fallauswahl
2.1 Definition und Ermittlung der Grundgesamtheit
2.1.1 Kinofilmproduktion
2.1.2 Kinofilmverleih
2.1.3 Agentur (Filmmarketing/Filmpresse)
2.2 Fallbestimmung / Bestimmung der Stichprobe
2.2.1 Kinofilmproduktion und Kinofilmverleih
2.2.2 Agentur (Filmmarketing/Filmpresse)
3. Die Datenerhebung
3.1 Das Erhebungsinstrument
3.2 Ablauf / Realisierung der Interviews
3.2.1 Kinofilmproduktion und Kinofilmverleih
3.2.2 Agentur (Filmmarketing/Filmpresse)
4. Techniken der Datenaufbereitung-, Auswertung-, und Darstellung
4.1 Zur Daten-Aufbereitungstechnik
4.2 Zur Datenauswertungs- und Analysetechnik / Daten-Darstellung
4.2.1 Exkurs: Zur Struktur des vorliegenden empirischen Interview-Datenmaterials
4.2.2 Auswertung/Analyse und Darstellung des quantitativen Datenmaterials
4.2.3 Auswertung/Analyse und Darstellung des qualitativen Datenmaterials
4.2.4 Exkurs: Gegenstandsbezogene Anwendung der Auswertungs- und Analysetechniken auf das empirische Interview-Datenmaterial
1. Der Kinofilm als Kultur- bzw. Wirtschaftsgut: Verständnis der Kinofilmmarketingfunktionsträger zum Produkt (Kino)-Film als Kultur bzw. Wirtschaftsgut
1.1 Einstellungen der Kinofilmmarketingfunktionsträger zur Möglichkeit der Existenz eines Widerspruchs zwischen dem Produkt Kinofilm als Kultur- bzw. Wirtschaftsgut
1.1.1 Quantitative Daten (Verleih; Produktion; Agentur)
1.1.2 Qualitative Daten (Verleih; Produktion; Agentur)
1.1.3 Zusammenfassung: Widerspruch Film als Kultur- bzw. Wirtschaftsgut
1.2 Einstellungen der Kinofilmmarketingfunktionsträger zur Möglichkeit einer Gefährdung des kulturellen Aspektes des Produktes Kinofilm als Kulturgut durch seine marktstrategische Ausrichtung
1.2.1 Quantitative Daten (Verleih; Produktion; Agentur)
1.2.2 Qualitative Daten (Verleih; Produktion; Agentur)
1.2.3 Zusammenfassung: Gefährdung des kulturellen Aspektes (Kulturgut)
1.3 Zusammenfassung: Verständnis der Kinofilmmarketingfunktionsträger zum Produkt Kinofilm als Kultur- bzw. Wirtschaftsgut
2. Kinofilmmarketing unter berufsanalytischer Perspektive – professionsspezifische Merkmale kinofilmmarketingstrategischen Handelns
2.1 Persönliche Ausbildungshintergründe der an dieser Studie beteiligten Kinofilmmarketingfunktionsträger
2.1.1 Formale Qualifikationen
2.1.2 Informale Qualifikationen
2.1.3 Zusammenfassung: Persönliche Ausbildungshintergründe
2.2 Die Kinofilmmarketingfunktionsträger zu professionsspezifischen Qualifikationsanforderungen beruflicher Neueinsteiger
2.2.1 Formale Qualifikationsanforderungen
2.2.2 Informale Qualifikationsanforderungen
2.2.3 Zusammenfassung: Professionspezifische Qualifikationsanforderungen
2.3 Zusammenfassung: Kinofilmmarketing unter berufsanalytischer Perspektive
3. Personelle Ressourcen des Kinofilmmarketing – personelle Ausstattung des Kinofilmmarketing der zwei filmwirtschaftlichen Unternehmensformen Kinofilmverleih und Kinofilmproduktion
3.1 Kinofilmverleih
3.2 Kinofilmproduktion
3.3 Zusammenfassung: Personelle Ressourcen
4. Finanzielle Ressourcen des Kinofilmmarketing
4.1 Kinofilmverleih: „Typische“ Zusammensetzung des Marketingbudgets
4.2 Durchschnittliche absolute Summe, die bei einem Kinofilmprojekt in Marketingmaßnahmen investiert wird
4.2.1 Kinofilmverleih
4.2.2 Zusammenfassung: Kinofilmverleih
4.2.3 Kinofilmproduktion
4.2.4 Zusammenfassung: Kinofilmproduktion
4.3 Zusammenfassung: Finanzielle Ressourcen
5. In der Praxis: Instrumente des Kinofilmmarketing – Einstellungen der Kinofilmmarketingfunktionsträger zum Stellenwert ihres Einsatzes in der Unternehmenspraxis unter besonderer Berücksichtigung möglicher Differenzen in der Arthouse- und Mainstreamfilmvermarktung
5.1 Vermarktung Arthouse- und Mainstreamfilme: Stellenwert Einsatz Marketinginstrumente
5.2 Vermarktung Arthouse- und Mainstreamfilme: Differenzen
5.3 Zusammenfassung: Stellenwert Marketinginstrumente
6. Zusammenarbeit der zwei filmwirtschaftlichen Unternehmensformen Kinofilmverleih und Kinofilmproduktion im Bereich des Marketing: Beginn (idealtypisch/realtypisch), Stellenwert und Häufigkeit
6.1 Quantitative Daten
6.1.1 Beginn Marketing-Zusammenarbeit (idealtypisch/realtypisch)
6.1.2 Stellenwert Marketing-Zusammenarbeit
6.1.3 Häufigkeit Marketing-Zusammenarbeit
6.2 Qualitative Daten
6.2.1 Beginn, Stellenwert, Häufigkeit Marketing-Zusammenarbeit
6.2.2 Zur Differenz von idealtypischem und realtypischem Beginn einer Marketing-Zusammenarbeit
6.3 Zusammenfassung: Beginn, Stellenwert und Häufigkeit einer Marketing-Zusammenarbeit
7. Zusammenarbeit der zwei filmwirtschaftlichen Unternehmensformen Kinofilmverleih und Kinofilmproduktion im Bereich des Marketing: Mögliche Konflikt- und Problemfelder in der Unternehmenspraxis
7.1 Unternehmenspraxis Kinofilmverleih: Aus Verleihsicht benannte Konflikt- und Problemfelder einer Marketing-Zusammenarbeit mit der Produktion
7.2 Unternehmenspraxis Kinofilmproduktion: Aus Produktionssicht benannte Konflikt- und Problemfelder einer Marketing-Zusammenarbeit mit dem Verleih
7.3 Zusammenfassung: Problem- und Konfliktfelder
8. Zusammenarbeit der zwei filmwirtschaftlichen Unternehmensformen Kinofilmverleih und Kinofilmproduktion im Bereich des Marketing: Lösungs- und Optimierungsansätze in Bezug auf die benannten Konflikt- und Problemfelder
8.1 Kinofilmverleih: Aus Verleihsicht benannte Lösungs- und Optimierungsansätze einer Marketing-Zusammenarbeit mit der Produktion
8.2 Kinofilmproduktion: Aus Produktionssicht benannte Lösungs- und Optimierungsansätze einer Zusammenarbeit mit dem Verleih
8.3 Zusammenfassung: Lösungs- und Optimierungsansätze
9. Marketing für deutsche Kinofilme: Problemfelder im Bereich eines professionellen Marketing für deutsche Kinofilme
9.1 Exkurs: Qualitative Daten zum allgemeinen Verständnis einer professionellen Vermarktung deutscher Kinofilme
9.2 Von den Kinofilmmarketingfunktionsträgern benannte Problemfelder einer professionellen Vermarktung deutscher Kinofilme
9.3 Zusammenfassung: Problemfelder
10. Marketing für deutsche Kinofilme: Lösungs- und Optimierungsansätze in Bezug auf die benannten Problemfelder
10.1 Von den Kinofilmmarketingfunktionsträgern benannte Lösungs- und Optimierungsansätze in Bezug auf die Problemfelder einer professionellen Vermarktung deutscher Kinofilme
10.2 Zusammenfassung: Lösungs- und Optimierungsansätze
VI. Zusammenfassung und Ausblick
1. Ressourcen des Kinofilmmarketing
2. Kinofilmmarketingverständnis und Kinofilmmarketingpraxis
3. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Praxis und die Rahmenbedingungen eines professionellen Kinofilmmarketings in Deutschland. Das Hauptziel besteht darin, die systematische Integration von Produktion und Vermarktung zu beleuchten sowie ein tieferes Verständnis dafür zu entwickeln, wie deutsche Kinofilme angesichts der Dominanz US-amerikanischer Produktionen erfolgreich am Markt bestehen können. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf der Zusammenarbeit zwischen Produktions- und Verleihunternehmen und der Frage, wie Ressourcen effizienter genutzt werden können.
4.3 Besonderheiten des Filmmarketing
Filme unterscheiden sich in ihren Eigenschaften deutlich von denen anderer Produkte, da sich ihre Inhalte sehr stark im Bereich der Emotion, Information und Sensation bewegen (vgl. Iljine/Keil 1997: 249). „Der Nutzen eines Films wird zum Beispiel daran gemessen, ob man sich gut unterhalten hat, sich entspannen konnte, angeregt, in seinen Gefühlen bestätigt, provoziert oder gar abgestoßen wurde – mit anderen Worten, ob der Film seine emotionale und sinnliche Kompetenz bewiesen hat.“ (ebd.: 249f) Im Gegensatz zur herkömmlichen Konsumgüterindustrie werden in der Filmindustrie von daher in erster Linie Ideen und Konzepte verkauft. Jeder Film ist quasi ein einzigartiges Produkt, eine einzigartige Kreation, „since it will contain a mix of different elements that have never before been put together in quite that way, and which will never be repeated in quite that way again.“ (Durie/Pham/Watson 2000: 5) Während es darüber hinaus bei üblichen Bedarfsgütern durchaus möglich ist, ein Produkt mit einem älteren Modell oder einem Konkurrenzprodukt zu messen, ist es im Gegensatz dazu für einen Filmzuschauer selten möglich einen neuen Film mit einem alten zu vergleichen. Hinzu kommt, dass der Film vorher nicht getestet werden kann. Der Zuschauer muss an der Kinokasse ein Ticket lösen, und wird erst im Nachhinein wissen, ob seine Erwartungen an den Film erfüllt wurden (vgl. ebd.). Auch unterscheidet sich der Konsum eines Films vom Konsum anderer Produkte oder Dienstleistungen durch den Umstand, dass sich der Konsument zu einer bestimmten Zeit und einem bestimmten Ort einfinden muss, um den Film zu konsumieren (vgl. Iljine/Keil 1997: 249). Eine weitere Besonderheit des Filmmarketing ist darin zu sehen, dass sich Filmmarketing-Maßnahmen auf den Start (in Deutschland in der Regel ein Donnerstag) des Films konzentrieren.
1. Zum Begriff „Marketing“ – eine Begriffsbestimmung: Dieses Kapitel liefert eine theoretische Grundlage zum Marketingbegriff und dessen vier zentralen Instrumenten.
2. Zum Begriff „Film“ – eine Begriffsbestimmung: Hier wird der Film als materielles und immaterielles Gut definiert und zwischen Spielfilm sowie Dokumentarfilm unterschieden.
3. Allgemeine Daten zur deutschen Filmwirtschaft: Dieser Abschnitt bietet einen Überblick über die deutsche Filmbranche, inklusive Daten zur Produktion, zum Verleih und zur Finanzierung.
4. Allgemeine Überlegungen zum Filmmarketing: Es werden die theoretischen Grundlagen für das Marketing von Filmen sowie die Notwendigkeit und Besonderheiten dieses Feldes erörtert.
5. In der Theorie: Instrumente des Kinofilmmarketing: Dieses Kapitel adaptiert allgemeine Marketinginstrumente spezifisch für die Filmvermarktung, von der Produktentwicklung bis hin zur Kommunikationspolitik.
II Einführung in die Empirie: Dokumentation der Perspektive und Methodik des Forschungsprozesses: Es werden die Forschungsfragen sowie die methodische Vorgehensweise bei der Datenerhebung und -auswertung dargelegt.
III Empirische Ergebnisse: Dieser Teil präsentiert die Ergebnisse der Expertenbefragungen, unterteilt in verschiedene inhaltliche Schwerpunkte wie Ressourcen, Zusammenarbeit und Problemfelder.
VI Zusammenfassung und Ausblick: Hier werden die zentralen Erkenntnisse der Arbeit diskutiert und Implikationen für die deutsche Filmbranche sowie zukünftige Forschung abgeleitet.
Kinofilmmarketing, Filmverleih, Filmproduktion, Filmfinanzierung, Filmförderung, Marketing-Mix, deutsche Filmbranche, Arthousefilm, Mainstreamfilm, Marketinginstrumente, Marktpotenzial, Filmwirtschaft, Distributionspolitik, Kommunikation, Vermarktungsstrategie.
Die Arbeit untersucht das Feld des Kinofilmmarketings in Deutschland und analysiert, wie Produktions- und Verleihunternehmen ihre Marketingaktivitäten planen und durchführen, um Filme erfolgreich am Markt zu platzieren.
Die zentralen Themen sind die theoretischen Grundlagen des Filmmarketings, die Analyse der Zusammenarbeit zwischen Filmproduktion und Filmverleih sowie eine detaillierte Untersuchung der eingesetzten Marketinginstrumente.
Das Ziel ist die Ermittlung und Beschreibung der Praxisrealität eines professionellen Kinofilmmarketings in Deutschland und das Aufzeigen von Problemfeldern sowie Optimierungsansätzen.
Die Studie basiert auf einer explorativen, qualitativ orientierten Forschungsweise, die 39 Experteninterviews mit Marketingakteuren aus der Filmbranche umfasst.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die methodische Dokumentation und die Darstellung umfangreicher empirischer Ergebnisse zu Verständnis, Ressourcen, Zusammenarbeit und Problemfeldern im Filmmarketing.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Filmfinanzierung, Marketing-Mix, Arthouse- vs. Mainstreamvermarktung und die professionelle Zusammenarbeit in der Filmwirtschaft geprägt.
Die Filmförderung ist ein zentraler Finanzierungsbaustein, dessen Praxis jedoch auch Herausforderungen mit sich bringt, da sie oft an bestimmte Verleih- oder Marketingauflagen geknüpft ist.
Ja, laut der Studie erfordern beide Bereiche unterschiedliche Herangehensweisen, wobei Mainstreamfilme stärker auf klassische Werbeinstrumente und Kooperationen setzen, während bei Arthousefilmen die Presse- und PR-Arbeit eine dominierende Rolle spielt.
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