Bachelorarbeit, 2022
36 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Definition und Begriffsklärung
2.1 Migration
2.2 Migrationshintergrund
2.3 Chancengleichheit
2.4 Bildungsaspiration
3. Vergleich von Schüler*innen mit Migrationshintergrund und Schüler*innen ohne Migrationshintergrund in Deutschland
4. Theoretischer Rahmen: Ursachen der Bildungsbenachteiligung von Schüler*innen mit Migrationshintergrund an deutschen Schulen
4.1 Kapitaltheorie nach Pierre Bourdieu
4.1.1 Das ökonomische Kapital
4.1.2 Das kulturelle Kapital
4.1.3 Das soziale Kapital
4.1.4 Das migrationsspezifische kulturelle Kapital
4.2 Erklärungsansätze nach Heike Diefenbach
4.2.1 Die kulturell-defizitäre Erklärung
4.2.2 Die humankapitaltheoretische Erklärung
4.2.3 Die Erklärung durch institutionelle Bedingungen des Lehrens und Lernens
4.2.4 Die institutionelle Diskriminierung
5. Pädagogische Handlungsempfehlungen
6. Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht die Ursachen der Bildungsungleichheit bei Kindern mit Migrationshintergrund in Deutschland, analysiert die beeinflussenden Faktoren für deren Bildungsmisserfolg und leitet pädagogische Strategien zur Verbesserung ihrer Bildungschancen ab.
4.2.4 Die institutionelle Diskriminierung
Eine weitere Erklärung für die Bildungsbenachteiligung von Schülern mit Migrationshintergrund ist die institutionelle Diskriminierung, welches das Selektionsverfahren der Institution von Migrantenkindern darstellt.
Eine Diskriminierung von Schüler*innen findet dann statt, wenn sie „[…] aufgrund ihrer sozialen oder ethnischen Merkmale als ungleiche oder minderwertige Partner in der Interaktion betrachtet werden“ (Diefenbach, 2010, S. 140). Ebenso wird von einer institutionellen Diskriminierung von Schüler*innen mit Migrationshintergrund gesprochen, wenn die Institution Schule regelmäßig (Selektions-)Entscheidungen, die nach ihrem Ermessen legitim sind, jedoch auf die Schüler*innen eine abweichende Auswirkungen haben, treffen (vgl. Gomolla & Radtke, 2009, S. 275).
Gomolla und Radtke differenzieren das Mechanismus der institutionellen Diskriminierung gemäß Feagin und Booher Feagin (1986) zwischen direkter und indirekter institutioneller Diskriminierung. Als direkte institutionalisierte Diskriminierung werden regelmäßige Handlungsweisen, die in organisatorischen oder lokalen Handlungskontexten angeordnet sind und zu Nachteilen bei bestimmten Personen führen, bezeichnet.
1. Einleitung: Stellt die Relevanz von Bildung als zentrale Ressource dar und führt in die Problematik der Bildungsbenachteiligung von Kindern mit Migrationshintergrund ein.
2. Definition und Begriffsklärung: Präzisiert die zentralen Begriffe wie Migration, Migrationshintergrund, Chancengleichheit und Bildungsaspiration für den wissenschaftlichen Kontext.
3. Vergleich von Schüler*innen mit Migrationshintergrund und Schüler*innen ohne Migrationshintergrund in Deutschland: Analysiert auf Basis statistischer Daten die unterschiedliche Verteilung von Schüler*innen verschiedener Herkunft auf die einzelnen Schulformen.
4. Theoretischer Rahmen: Ursachen der Bildungsbenachteiligung von Schüler*innen mit Migrationshintergrund an deutschen Schulen: Untersucht mittels der Kapitaltheorie nach Bourdieu sowie Ansätzen von Diefenbach die tiefgreifenden Ursachen für Bildungsungleichheiten.
5. Pädagogische Handlungsempfehlungen: Formuliert konkrete Vorschläge wie den Ausbau frühkindlicher Bildung und eine bessere Lehrerförderung, um Bildungsgerechtigkeit zu fördern.
6. Fazit: Führt die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und betont die Notwendigkeit von Interventionen im Bildungssystem.
Bildungsungleichheit, Migrationshintergrund, Kapitaltheorie, Pierre Bourdieu, Bildungsbenachteiligung, Integration, Förderung, Chancenungleichheit, Schulleistung, Bildungsaspiration, institutionelle Diskriminierung, Bildungssystem, frühkindliche Bildung, Heterogenität.
Die Arbeit analysiert die Bildungsungleichheiten von Schüler*innen mit Migrationshintergrund an deutschen Schulen und deren Ursachen wie den Bildungsmisserfolg.
Zu den zentralen Themen gehören soziologische Kapitaltheorien, Erklärungsansätze für Bildungsdefizite, institutionelle Diskriminierung und pädagogische Förderansätze.
Das primäre Ziel ist es, Faktoren zu identifizieren, die den Bildungsmisserfolg von Kindern mit Migrationshintergrund beeinflussen, und Handlungsmöglichkeiten zu deren Begegnung aufzuzeigen.
Es handelt sich primär um eine theoretische Arbeit, die durch die Analyse bestehender qualitativer Studien, Schulleistungsstudien (PISA, IGLU) und amtlicher Statistiken (Mikrozensus) gestützt wird.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Kapitaltheorie nach Bourdieu, verschiedene Erklärungsansätze der Bildungsbenachteiligung nach Heike Diefenbach sowie die Analyse von Schulstrukturen und Diskriminierungsmechanismen.
Schlüsselbegriffe sind Bildungsbenachteiligung, Migrationshintergrund, Kapitaltheorie (ökonomisches, kulturelles, soziales Kapital), Bildungsgerechtigkeit und pädagogische Förderung.
Bourdieus Kapitaltheorie dient dazu, aufzuzeigen, wie ungleiche Bildungsstartbedingungen und die Vererbung von Kapitalarten den Erfolg von Schulkarrieren maßgeblich mitbestimmen.
Kitas werden als essenzielle frühkindliche Bildungseinrichtungen identifiziert, die frühzeitig sprachliche und soziale Kompetenzen fördern und somit die Folgen eines bildungsfernen Elternhauses abmildern können.
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