Bachelorarbeit, 2020
122 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Zielsetzung und Forschungsfrage
1.3. Gang der Argumentation
2. Dark Tourism
2.1. Begriffsdefinition
2.2. Interpretation von Dark Tourism Attraktionen
3. Motive der TouristInnen
3.1. Motive im Tourismus anhand von Modellen
3.2. Motive im Dark Tourism
4. Dark Tourism in Österreich
4.1. Dark Tourism Attraktionen in Österreich
4.2. Das Wiener Kriminalmuseum
4.3. Das Bestattungsmuseum
5. Methodische Vorgehensweise
5.1. Forschungsdesign
5.2. Sampling
5.3. Datenerhebung
5.4. Auswertungsmethode
6. Forschungsresultate
6.1. Offenlegung des Samples
6.2. Im Vorfeld des Museumsbesuchs
6.3. Besuchsmotive
6.3.1. Extrinsische Besuchsmotive
6.3.2. Intrinsische Besuchsmotive
6.3.3. Literaturbasierte Motive
7. Diskussion
8. Zusammenfassung
9. Ausblick
Diese Arbeit zielt darauf ab, den Begriff "Dark Tourism" (DT) theoretisch zu definieren sowie dessen Ausprägung in Österreich durch zwei Praxisbeispiele zu analysieren. Dabei steht die Beantwortung der Forschungsfrage im Vordergrund, welche Motive BesucherInnen für den Besuch von Dark Tourism Attraktionen haben, konkret untersucht anhand des Wiener Kriminalmuseums und des Bestattungsmuseums.
2.1. Begriffsdefinition
Sharpley (2005, S. 226) bezeichnet DT als „a relatively rare phenomenon“. Es ist ein Phänomen, welches in den letzten zwei Jahrzehnten zudem zunehmende Auseinandersetzung in wissenschaftlichen Studien erfährt (Stone & Sharpley, 2008, S. 574). Hierbei existiert eine Vielzahl an Begriffen, welche für die Bezeichnung des DT als Synonyme genutzt werden. Die Ursache für diese Menge an Bezeichnungen liegt unter anderem in der Schwierigkeit der Bestimmung einer allumfassenden Definition des Begriffs des DT, da sich diese Tourismusform durch ihre Vielfalt und Weitläufigkeit auszeichnet (Stone & Sharpley, 2008, S. 578). So sind beispielsweise auch die Begriffe Black Spot Tourism (Rojek, 1993, S. 136), Morbid Tourism (Blom, 2000, S. 32), Death Tourism (Sion, 2014, S. 3), Grief Tourism (Dunkley, Westwood & Morgan, 2007, S. 8) oder Thanatourism (Seaton, 1996, S. 240) geläufig. DT ist der am häufigsten verwendete Begriff, um touristische Stätten zu beschreiben, welche in Verbindung mit dem Tod stehen. Der verbreitete Gebrauch dieses Ausdrucks bedeutet jedoch nicht, dass es eine einheitliche und anerkannte Definition gibt. (Biran, Poria & Oren, 2011, S. 821) Trotz der steigenden Diskussion um DT bleibt das Verständnis für dieses Konzept begrenzt und die zugehörige Literatur eklektisch und theoretisch unvollständig (Stone & Sharpley, 2008, S. 574–575).
Geprägt wurde die Bezeichnung des DT durch die beiden Autoren John Lennon und Malcom Foley im Jahr 1996 in einer Ausgabe des International Journal of Heritage Studies (Biran & Hyde, 2013, S. 191). Für Lennon und Foley (1996, S. 198) bedeutet der Begriff DT in erster Linie „the presentation and consumption (by visitors) of real and commodified death and disaster sites”. Während Lennon und Foley hierbei eine vergleichsweise weitläufige, allumfassende Definition von DT präsentiert haben, versuchten sich andere Autoren an limitierteren Herangehensweisen. Aufgrund des Mangels an einer einheitlich anerkannten Definition gibt es mittlerweile eine Vielzahl an Definitionen von DT, die sich in unterschiedliche Kategorien einteilen lassen. Ähnlich wie die Auslegung Lennon und Foley fallen die meisten Definitionen in die Kategorie, in der DT als eine bestimmte Form des Tourismus gehandelt wird.
1. Einleitung: Diese Einleitung thematisiert die wachsende Bedeutung des Dark Tourism und formuliert das Ziel der Arbeit, die BesucherInnenmotive in österreichischen Attraktionen zu erforschen.
2. Dark Tourism: Hier erfolgt eine theoretische Begriffsdefinition sowie die Interpretation von Dark Tourism Attraktionen anhand von Intensitätsstufen (shades of intensities).
3. Motive der TouristInnen: Dieses Kapitel analysiert allgemeine touristische Motive mittels Modellen wie der Maslowschen Bedürfnispyramide und überträgt diese auf den Dark Tourism.
4. Dark Tourism in Österreich: Dieser Abschnitt bietet einen Überblick über das Dark Tourism Angebot in Österreich und beschreibt das Wiener Kriminalmuseum sowie das Bestattungsmuseum als Praxisbeispiele.
5. Methodische Vorgehensweise: Die Erläuterung des gewählten qualitativen Forschungsdesigns, des Samplings und der Datenerhebung mittels leitfadengestützter Interviews steht hier im Mittelpunkt.
6. Forschungsresultate: Hier werden die durchgeführten Interviews strukturiert nach extrinsischen, intrinsischen und literaturbasierten Motiven analysiert und dargestellt.
7. Diskussion: Dieser Teil verknüpft die empirischen Ergebnisse mit der theoretischen Literatur und diskutiert die Relevanz der Motive sowie die Wahrnehmung von Dark Tourism.
8. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung rekapituliert die Kerninhalte der Arbeit von der Definition bis zu den empirischen Erkenntnissen.
9. Ausblick: Der Ausblick identifiziert Limitationen der Studie und schlägt zukünftige Forschungsfelder, etwa eine geographische Ausweitung, vor.
Dark Tourism, Kriminalmuseum, Bestattungsmuseum, Besuchermotive, Motivforschung, Tourismus, Österreich, Qualitative Inhaltsanalyse, Tourismusmotive, Bildung, Erinnerungstourismus, Neugier, Faszination für den Tod, Thanatourism.
Die Arbeit befasst sich mit der Tourismusform "Dark Tourism" und untersucht, warum Menschen Attraktionen besuchen, die in Verbindung mit Tod, Leid oder Desaster stehen.
Themenfelder sind die theoretische Abgrenzung von Dark Tourism, die Analyse österreichischer Attraktionen sowie die qualitative Untersuchung von Besuchsmotiven in Wiener Museen wie dem Kriminalmuseum und dem Bestattungsmuseum.
Das primäre Ziel ist es, die Motive für den Besuch von Dark Tourism Attraktionen in Österreich durch eine empirische Befragung von BesucherInnen zu identifizieren und ein tieferes Verständnis für diese Tourismusform zu schaffen.
Es wird ein qualitatives Forschungsdesign angewandt, das persönliche, leitfadengestützte und halbstrukturierte Interviews nutzt, die anschließend mittels einer qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet werden.
Im Hauptteil werden theoretische Konzepte des Dark Tourism diskutiert, österreichische Praxisbeispiele analysiert und die empirischen Befragungsergebnisse zu BesucherInnenmotiven detailliert dargestellt und diskutiert.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Dark Tourism, Besuchermotive, Motivforschung, qualitative Inhaltsanalyse und österreichische Dark Tourism Attraktionen charakterisiert.
Diese Museen wurden ausgewählt, da sie spezifische "Dark Exhibitions" darstellen, gut zugänglich sind und vergleichbare Positionen innerhalb der Definition des Dark Tourism einnehmen, was eine fundierte Analyse ermöglicht.
Entgegen der Literatur belegten die Studienergebnisse, dass "Sensation-Seeking" bei den befragten BesucherInnen der gewählten Dark Exhibitions kein bewusst relevantes oder tragendes Besuchsmotiv darstellt; Neugier und Bildung sind deutlich relevanter.
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