Masterarbeit, 2022
142 Seiten, Note: 1,0
1 Hinführung zur Refinanzierung des deutschen Mittelstands
1.1 Zielsetzung der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Die Problematik in der Up-Phase der Restrukturierung
3 Theoretische Grundlagen des deutschen Mittelstands
3.1 Die Charakteristika des deutschen Mittelstands
3.2 Die Finanzierungssituation des deutschen Mittelstands
3.2.1 Die Eigenkapitalausstattung des deutschen Mittelstands
3.2.2 Die Bedeutung traditioneller Bankkredite für KMU
3.3 Veränderte Rahmenbedingungen bei der Kreditvergabe durch Banken
3.3.1 Entwicklungen in der Kreditwirtschaft
3.3.2 Baseler Eigenkapitalvereinbarungen
3.3.2.1 Von Basel I zu Basel II
3.3.2.2 Von Basel II zu Basel III
3.3.2.3 Von Basel II zu Basel III
3.3.2.4 Ergänzungen zu Basel III – offiziell Basel IV
3.3.3 Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk)
3.3.4 Die Folgen aus Basel IV und MaRisk für die Refinanzierung des Mittelstands
4 Alternative Refinanzierungsformen für den deutschen Mittelstand in der Up-Phase der Restrukturierung
4.1 Systematisierung der Finanzierungsformen
4.2 Überblick über den Finanzmarkt
4.3 Die neuen Akteure am deutschen Markt
4.4 Einlagen-/ Beteiligungsfinanzierung
4.4.1 Beteiligungsfinanzierung nicht emissionsfähiger Unternehmen
4.4.2 Beteiligung emissionsfähiger Unternehmen
4.4.3 Fazit zur Anwendung in der Up-Phase
4.5 Fremdkapitalfinanzierung
4.5.1 Klassische langfristige Kreditfinanzierung durch Banken
4.5.2 Private Debt
4.5.3 Schuldschein und Anleihen
4.5.4 Öffentliche Förderprogramme
4.5.5 Fazit
4.6 Mezzanine-Finanzierung
4.6.1 Debt-Mezzanine
4.6.1.1 Typische stille Beteiligung
4.6.1.2 Nachrangdarlehen (Junior Debt)
4.6.1.3 Das partiarische Darlehen
4.6.2 Hybride Mezzanine-Finanzierung
4.6.2.1 Die Wandelanleihe
4.6.2.2 Die Optionsanleihe
4.6.3 Equity-Mezzanine
4.6.3.1 Atypische stille Gesellschaft
4.6.3.2 Genussrechte
4.6.4 Fazit
5 Durchführung einer unterstützenden Datenerhebung zur Refinanzierung deutscher mittelständischer Unternehmen in der Up-Phase der Restrukturierung
5.1 Auswahl der Experten
5.2 Erläuterung der zu untersuchenden Hypothesen
5.3 Kategorisierung der zu untersuchenden Hypothesen
5.4 Vorgehensweise bei der Transkription
5.5 Auswertung und Analyse der Experteninterviews
5.5.1 Zusammenfassende Darstellung der Experteninterviews
5.5.2 Analyse und Auswertung der Hypothesen auf Grundlage des Kategoriensystems
6 Diskussion und Schlussbetrachtung
Die vorliegende Masterthesis verfolgt das Ziel, mittelständischen Unternehmen alternative Refinanzierungsinstrumente für eine erfolgreiche Up-Phase der Restrukturierung aufzuzeigen, um den durch restriktive Bankkreditvergabe drohenden Insolvenzrisiken entgegenzuwirken und den nachhaltigen Turnaround zu sichern.
Die Privilegierung der Kapitalgeber bei der Sanierung durch Vorzugsaktien
Speziell bei Sanierungen mit negativer Zukunftsaussicht werden Vorzugsaktien mit Sonderrechten im Liquidationsfall emittiert, da Anleger in einem solchen Fall lediglich in Aktien investieren werden, die sie im Liquidationsfall gegenüber anderen Teilhabern des Unternehmens privilegiert.
Nach der Übertragbarkeit lassen sich Inhaber- und Namensaktien differieren. Wie die Bezeichnung bereits vermuten lässt sind Namensaktien personenbezogen. Das bedeutet, dass eine formlose Übertragung dieser Aktien nicht möglich ist und dies lediglich durch Indossament und Übergabe erfolgen kann. Hierbei werden persönliche Daten wie der Name, das Geburtsdatum, die Anschrift als auch die Anzahl der Aktien im Aktienregister festgehalten. Anders gestaltet sich die Übertragung von Inhaberaktien. Hier bleiben die Aktionäre anonym, weshalb Inhaberaktien formlos durch Einigung und Übergabe übertragen werden können.
Entscheidet sich eine AG also für die Beteiligungsfinanzierung, so führt sie dies in Form einer Kapitalerhöhung mit dem Ziel einer Erhöhung des Grundkapitals aus. Dies ergibt sich aus der höheren Anzahl der sich im Umlauf befindlichen Aktien. Folgende Formel soll dies nochmals veranschaulichen.
1 Hinführung zur Refinanzierung des deutschen Mittelstands: Das Kapitel führt in die Problematik der Refinanzierung in volatilen wirtschaftlichen Zeiten sowie in der Up-Phase einer Restrukturierung ein und umreißt Zielsetzung sowie Aufbau der Arbeit.
2 Die Problematik in der Up-Phase der Restrukturierung: Hier wird die spezifische Krisensituation in der Up-Phase erläutert, in der Liquiditätsbedarf für Wachstumsinvestitionen auf eine oft kritische Haltung der Banken trifft.
3 Theoretische Grundlagen des deutschen Mittelstands: Dieses Kapitel charakterisiert den Mittelstand, beleuchtet die Bedeutung regulatorischer Anforderungen wie Basel IV und MaRisk für die Kreditvergabe und analysiert die Rolle des Ratings.
4 Alternative Refinanzierungsformen für den deutschen Mittelstand in der Up-Phase der Restrukturierung: Es erfolgt eine detaillierte Systematisierung und Bewertung von Beteiligungs-, Fremdkapital- und Mezzanine-Finanzierungen hinsichtlich ihrer Eignung für Krisenunternehmen in der Up-Phase.
5 Durchführung einer unterstützenden Datenerhebung zur Refinanzierung deutscher mittelständischer Unternehmen in der Up-Phase der Restrukturierung: Das Kapitel beschreibt die methodische Vorgehensweise der qualitativen Experteninterviews sowie deren Auswertung auf Basis deduktiv abgeleiteter Hypothesen.
6 Diskussion und Schlussbetrachtung: Abschließend werden die zentralen Erkenntnisse der Arbeit diskutiert, die Eignung der verschiedenen Instrumente reflektiert und Handlungsempfehlungen für mittelständische Unternehmen abgeleitet.
Mittelstand, Restrukturierung, Up-Phase, Refinanzierung, Bankkredit, Basel IV, MaRisk, Eigenkapitalquote, Mezzanine-Finanzierung, Beteiligungsfinanzierung, Rating, Bonität, Krisenmanagement, Private Equity, Liquidität.
Die Arbeit untersucht die Herausforderungen der Refinanzierung für deutsche mittelständische Unternehmen in der sogenannten Up-Phase einer Restrukturierung, wenn Banken ihr Engagement aufgrund regulatorischer Anforderungen zurückfahren.
Die Arbeit fokussiert sich auf die Wechselwirkung zwischen Unternehmensrestrukturierung, restriktiver Bankenregulierung (Basel IV, MaRisk) und der Suche nach alternativen Finanzierungsinstrumenten außerhalb der klassischen Kreditfinanzierung.
Ziel ist es aufzuzeigen, welche alternativen Finanzierungsformen (wie Private Equity oder Mezzanine-Kapital) sich konkret für mittelständische Unternehmen eignen, um den Turnaround in der Up-Phase zu unterstützen.
Die Arbeit kombiniert eine fundierte theoretische Literaturaufarbeitung mit einer qualitativen empirischen Erhebung in Form von leitfadengestützten Experteninterviews, ausgewertet nach dem Konzept von Gläser und Laudel.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Mittelstandsproblematik, die systematische Darstellung alternativer Refinanzierungsformen und deren Eignungsprüfung für die Up-Phase sowie die praktische Datenerhebung.
Zentrale Begriffe sind Restrukturierung, Up-Phase, Mittelstand, Basel IV, Rating, Eigenkapitalfinanzierung, Mezzanine-Kapital und alternative Finanzierungsformen.
Durch die regulatorische Verschärfung der Eigenkapitalanforderungen für Banken (Basel III/IV) und das aufgrund der Krise oft verschlechterte Rating der Unternehmen sinkt die Kreditvergabebereitschaft der Banken massiv.
Die Analyse zeigt, dass viele Instrumente wie Anleihen oder Private Debt erst ab einem gewissen Unternehmensumsatz (meist ab ca. 40-100 Mio. Euro) oder Investitionsvolumen wirtschaftlich lohnenswert sind, was den Zugang für sehr kleine KMU erschwert.
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