Bachelorarbeit, 2022
47 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Vorüberlegungen zum intermedialen Vergleich von Flamenca und El Mal Querer
2.1 Deutung des Begriffs Intermedialität nach Werner Wolf
2.1.1 Plurimedialität und explizite Referenz
2.2 Die kontextbezogene Popmusik
2.2.1 Kulturhistorische Einordnung der spanischen Popmusik und der Künstlerin Rosalía
2.2.2 Der genreübergreifende Musikstil in El Mal Querer
2.3 Der christliche Glaube des Mittelalters im Kontext der Frau
2.3.1 Das christliche Frauenbild im Mittelalter
2.3.2 Die Ehe im Mittelalter
2.3.3 Die ewige Jungfrau Maria
2.4 Darstellung christlicher Ikonen in der Popmusik
2.5 Feminismus im kulturhistorischen Kontext des Mittelalters und dem 21. Jahrhundert
2.5.1 Feministische Ansätze im Mittelalter
2.5.2 Der aktuelle Feminismus in Spanien
2.5.3 Rosalía im Kontext des feministischen Handelns
3. Intermedialer Vergleicher von Flamenca und El Mal Querer
3.1 Narrativität im Roman und Popalbum
3.1.1 Textstruktur
3.1.2 Handlung und Thema
3.1.3 Erzählperspektive und Figuren
3.2 Patriarchale und feministische Strukturen in den Narrativen
3.2.1 Die Figur Archambaut im Vergleich zu El Mal Querer
3.2.2 Die Figur Flamenca im Vergleich zu El Mal Querer
3.3 Visualisierung von Emanzipation und Glauben anhand der Liedcover
4. Ergebnisse des durchgeführten intermedialen Vergleichs
Die vorliegende Arbeit untersucht die Parallelen zwischen dem mittelalterlichen Versroman Flamenca und dem Popalbum El Mal Querer der Künstlerin Rosalía. Ziel ist es, durch einen intermedialen Vergleich aufzuzeigen, wie das Popalbum literarische Motive des Mittelalters transformiert, ohne dabei die Eigenständigkeit des Mediums zu verlieren, und wie dabei insbesondere gesellschaftskritische sowie feministische Aspekte verarbeitet werden.
2.1 Deutung des Begriffs Intermedialität nach Werner Wolf
Bei einem Vergleich zwischen einer literarischen Liebesgeschichte aus dem Mittelalter und einem popmusikalischen Album des 21. Jahrhunderts, könnte sich ein Vergleich in Bezug auf die Intertextualität erahnen lassen. Jedoch soll in dieser Arbeit ein Vergleich zwischen den Medien der Literatur, Musik und des Bildes stattfinden, ein intermedialer Vergleich, der Mithilfe der Definitionen und Ausarbeitungen Werner Wolfs begründet werden. Beginnend mit seiner Unterscheidung von Intertextualität und Intermedialität, ergibt sich ein entscheidender Kontrast. Während die Intertextualität sich lediglich auf den Kontakt zwischen einem oder mehreren (Prä-)Texten bezieht und dabei keine Beachtung auf dem Medium liegt (vgl. Wolf 2018: 4), weitet die Intermedialität, wie schon im Namen bemerkbar, ihre Reichweite auf das gesamte Medium aus. Es liegt nun also eine Untersuchung des Kontakts „zwischen verschiedenen Medien“ (ebd.: 4) vor. Eine Wichtigkeit liegt diesbezüglich auch in der Definition von einem „Medium“, welches nach Wolf (2018: 65) nicht nur „ein technisch-materiell definierter Übertragungskanal von Informationen [...], sondern ein konventionell im Sinne eines kognitiven frame of reference als distinkt angesehenes Kommunikationsdispositiv“ ist.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema des intermedialen Vergleichs zwischen dem mittelalterlichen Roman Flamenca und dem Album El Mal Querer von Rosalía ein und legt die Forschungsabsicht dar.
2. Vorüberlegungen zum intermedialen Vergleich von Flamenca und El Mal Querer: In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundlagen zur Intermedialität nach Werner Wolf erarbeitet und der kulturelle Kontext der spanischen Popmusik beleuchtet.
3. Intermedialer Vergleicher von Flamenca und El Mal Querer: Dieses Hauptkapitel führt den eigentlichen Vergleich der Werke durch, indem Narrativität, patriarchale Strukturen und die visuelle Gestaltung der Liedcover analysiert werden.
4. Ergebnisse des durchgeführten intermedialen Vergleichs: Das Fazit fasst die wichtigsten Erkenntnisse zusammen und bestätigt die erfolgreiche Transformation mittelalterlicher Motive in die moderne Popwelt durch Rosalía.
Intermedialität, Werner Wolf, Rosalía, El Mal Querer, Flamenca, Popmusik, Feminismus, Mittelalter, Patriarchat, Intertextualität, Popkultur, Bildanalyse, Emanzipation, christliche Ikonografie.
Die Arbeit untersucht Verbindungen zwischen einem mittelalterlichen Versroman und einem modernen Popalbum durch einen intermedialen Vergleich.
Die Studie analysiert den okzitanischen Versroman Flamenca aus dem 13. Jahrhundert und das Popalbum El Mal Querer der spanischen Künstlerin Rosalía aus dem Jahr 2018.
Es soll aufgezeigt werden, wie Rosalía literarische Einflüsse und Themen des Mittelalters in ihr Konzeptalbum integriert und dadurch neue feministische Diskurse innerhalb der Popkultur eröffnet.
Die Analyse basiert primär auf den medientheoretischen Definitionen und dem Begriff der Intermedialität des Literaturwissenschaftlers Werner Wolf.
Schwerpunkte sind die christlich-patriarchale Gesellschaftsordnung des Mittelalters (Frauenbild, Ehe, Maria), die Darstellung christlicher Ikonen in der Popmusik sowie ein Vergleich der Narrativität und feministischer Strukturen in beiden Medien.
Intermedialität dient als theoretisches Werkzeug, um den Austausch zwischen den Medien Literatur, Musik und Bild bei der Transformation der Geschichte von Flamenca in El Mal Querer wissenschaftlich zu erfassen.
Die Analyse der Maria-Figur ist entscheidend, um zu verstehen, wie religiöse Symbole und das christliche Verständnis von Reinheit im kontrastierendem Kontext zu Rosalías feministisch motivierter Album-Inszenierung stehen.
Die Cover-Artworks des Albums fungieren als visuelles Medium, das die Transformation von Unterdrückung hin zur weiblichen Selbstermächtigung in Bezug auf die Geschichte der Flamenca verdichtet und somit die intermediale Analyse abrundet.
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