Bachelorarbeit, 2009
39 Seiten, Note: 2,7
Einleitung
1. Die englische Frau im 19. Jahrhundert
2. Vorstellung der beiden Romanheldinnen
2.1 Fanny Price: The stationary heroine
2.2 Jane Eyre: Vom bad girl zur governess
3. Status innerhalb der Familie
3.1 Fanny Price
3.2 Jane Eyre
4. Prüfungen der Charakterstärke
4.1 Fanny Price
4.2 Jane Eyre
5. Zurück zu den „Wurzeln“
5.1 Fanny Price
5.2 Jane Eyre
6. Die Heldin erreicht ihr Ziel
6.1 Fanny Price
6.2 Jane Eyre
7. Fazit
8. Bibliografie
Diese Arbeit untersucht den Vergleich der beiden Romanheldinnen Fanny Price aus Jane Austens "Mansfield Park" und Jane Eyre aus Charlotte Brontës "Jane Eyre" im Hinblick auf ihre Identitätsentwicklung, ihre moralische Stärke und ihre Rolle in der viktorianischen Gesellschaft.
3.2 Jane Eyre
Jane Eyre, die im Gegensatz zu Fanny Price eine echte Waise ist, erfährt eine deutlich andere Behandlung durch ihre Verwandten, bei denen sie lebt. Da ihr einziger erwachsener Blutsverwandter, ihr Onkel Reed, bereits verstorben ist, bleibt Jane mit seiner Witwe und den Kindern allein zurück, denen sie jedoch nur ein Dorn im Auge ist. Mrs. Reed behält Jane nur aufgrund des Versprechens an ihren sterbenden Mann im Haus, in welchem sie schwor, Jane wie ihr eigenes Kind aufzuziehen.
Im Hause Reed bläut man Jane immer wieder ein: „’[Y]ou ought not to think yourself on an equality with the Misses Reed and Master Reed […]. [I]t is your place to be humble, and to try to make yourself agreeable to them’” (Brontë 1994: 15). Aus dieser ewigen Erniedrigung erwächst vermutlich Janes Stärke für ihr lebenslanges Streben nach Gleichheit und Ebenbürtigkeit. Im Gegensatz zu Fanny Price, die ihren Status als charity case, der kaum beachtet wird, einfach so als gegeben hinnimmt und nie wirklich damit rechnet, jemals einen anderen Status einzunehmen, ist sich Jane, wenn auch erst im Nachhinein, da sie als erwachsene Frau ihre Geschichte erzählt, sehr wohl bewusst, dass sie aufgrund ihrer Persönlichkeit von ihren Verwandten zurückgewiesen wurde.
Einleitung: Die Einleitung stellt den Vergleich zwischen Fanny Price und Jane Eyre vor und formuliert das Ziel, die stärkere der beiden Romanheldinnen durch eine Analyse ihres Verhaltens und Status zu identifizieren.
1. Die englische Frau im 19. Jahrhundert: Dieses Kapitel beleuchtet den gesellschaftlichen Status der Frau im 19. Jahrhundert, geprägt durch das Idealbild des "Angel in the House" und die wirtschaftliche Abhängigkeit vom Mann.
2. Vorstellung der beiden Romanheldinnen: Es erfolgt eine Charakterisierung von Fanny Price als "stationary heroine" und Jane Eyre als eine von Kindheit an rebellische und freiheitsliebende Persönlichkeit.
3. Status innerhalb der Familie: Dieser Abschnitt analysiert den Status von Fanny Price und Jane Eyre bei ihren jeweiligen Pflegefamilien und verdeutlicht die unterschiedlichen sozialen Ausgangslagen.
4. Prüfungen der Charakterstärke: Hier wird untersucht, wie beide Heldinnen mit moralischen Herausforderungen – wie etwa dem Druck durch ihre Umgebung – umgehen und ihre Prinzipien behaupten.
5. Zurück zu den „Wurzeln“: Das Kapitel thematisiert die Rückkehr der beiden Heldinnen in ihre erste Heimat und zeigt, wie diese Reisen zur Selbsterkenntnis und Standortbestimmung beitragen.
6. Die Heldin erreicht ihr Ziel: Hier wird aufgezeigt, wie Fanny Price und Jane Eyre ihr Lebensziel erreichen und welchen Status sie am Ende der jeweiligen Romane innehaben.
7. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass beide Heldinnen auf ihre Art stark sind, wobei eine eindeutige Bewertung von der Perspektive der jeweiligen Entstehungszeit abhängt.
8. Bibliografie: Das Literaturverzeichnis listet die verwendete Primär- und Sekundärliteratur auf.
Fanny Price, Jane Eyre, Mansfield Park, Jane Austen, Charlotte Brontë, viktorianische Frau, Identität, Moral, Charakterstärke, Erziehung, Unabhängigkeit, Romanvergleich, Literaturwissenschaft, Gender, Feminismus.
Die Arbeit vergleicht die Romanheldinnen Fanny Price ("Mansfield Park") und Jane Eyre ("Jane Eyre") hinsichtlich ihrer Identitätsentwicklung und ihrer moralischen Stärke innerhalb ihrer jeweiligen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen.
Die zentralen Themen sind der Status der Frau im 19. Jahrhundert, die Bedeutung von Bildung und moralischer Integrität sowie die persönliche Entwicklung der Heldinnen zur Selbstbestimmung.
Das Ziel ist es zu untersuchen, ob eine der beiden Romanheldinnen als die "stärkere" Frau beurteilt werden kann, indem ihr jeweiliger Umgang mit herausfordernden Situationen und ihre Zielerreichung analysiert werden.
Die Arbeit stützt sich auf eine vergleichende literaturwissenschaftliche Analyse, die sowohl den Inhalt der Primärwerke als auch zeitgeschichtliche und sekundärliterarische Kontexte einbezieht.
Der Hauptteil gliedert sich in Analysen zum Familienstatus, zu den Prüfungen der Charakterstärke, zu Rückkehrreisen in die Vergangenheit und zur letztendlichen Erreichung der Lebensziele der Heldinnen.
Identität, Moral, viktorianisches Frauenbild, Autonomie, soziale Einordnung und die Charakterentwicklung von Fanny Price sowie Jane Eyre sind die prägenden Begriffe.
Dieser Begriff spiegelt ihre passive Rolle im Roman wider, da sie weniger aktiv ihr Schicksal gestaltet, sondern meist beobachtend agiert und ihren Platz im Gefüge durch Beständigkeit und moralische Beharrlichkeit findet.
Während Fanny ihre Identität stark durch ihre Einbindung in das soziale Umfeld definiert, kämpft Jane Eyre aktiv für Unabhängigkeit, Bildung und eine ebenbürtige Partnerschaft, was ihren Wandel vom rebellischen Kind zur eigenständigen Frau kennzeichnet.
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