Bachelorarbeit, 2021
46 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Begriffsdefinition
2.1 Begriffsbestimmung: Demenz
2.2 Begriffsbestimmung: Lebensqualität
2.2.1 Demografischer Wandel
2.2.2 Alter
2.2.3 Heidelberger Instrument zur Erfassung von Lebensqualität bei Demenz
2.3 Begriffsbestimmung: Aktivierung dementer Menschen
3 Aktueller Forschungsstand
3.1 Soziale Beziehungen
3.2 Ernährung und Atmosphäre
3.3 Digitalisierung der Pflege
3.4 Aktivierungskonzepte für demente Bewohner
3.5 Das Modell der Selbstpflege nach Dorothea E. Orem
3.6 Implementierung von Aktivierungskonzepten
3.7 Medikation dementer Pflegeheimbewohner
3.8 Realitätsorientierung und Validation als Therapieformen
4 Methodisches Vorgehen
4.1 Forschungsdesign
4.2 Suchstrategie
4.3 Erstellung des Interviewleitfadens
4.4 Rekrutierung der Experten
4.5 Vorgehen und Rahmenbedingungen der Interviews
4.6 Transkription der Experteninterviews
4.7 Methode zur Auswertung der Ergebnisse
4.8 Zusammenfassung und induktive Kategorienbildung
5 Forschungsergebnisse im Hinblick auf die Forschungsfragen
5.1 Kategorie 1: Soziale Beziehungen
5.2 Kategorie 2: Verhalten der Führungskräfte
5.3 Kategorie 3: Veränderung der Umgebungsstruktur
5.4 Kategorie 4: Digitalisierung der Pflege
5.5 Kategorie 5: Ernährung und Zubereitung der Speisen
5.6 Kategorie 6: Aktivierung dementer Bewohner
5.7 Kategorie 7: Schulung von Mitarbeitern in Bezug auf die Lebensqualität
5.8 Kategorie 8: Freiheitbeschränkende Maßnahmen und Lebensqualität
5.9 Kategorie 9: Persönliche Gegenstände von zu Hause
5.10 Kategorie 10: Realitätsorientierungstraining und Validation
6 Diskussion
6.1 Zusammenfassung der Forschungsergebnisse
6.2 Interpretation der Forschungsergebnisse
6.3 Kritik an der eigenen Forschung
6.4 Handlungsempfehlungen für die Praxis
6.5 Schlussfolgerung
7 Literaturverzeichnis
Die vorliegende Arbeit untersucht das Verständnis der Lebensqualität von Bewohnern mit Demenz in Pflegeheimen aus der Perspektive des Pflegepersonals. Das Ziel ist es, zentrale Einflussfaktoren und pflegerische Maßnahmen zu identifizieren, die zur Verbesserung dieser Lebensqualität beitragen können, unter Berücksichtigung der Herausforderungen des demografischen Wandels.
3.2 Ernährung und Atmosphäre
Bei Menschen mit einer dementiellen Erkrankung muss auf eine attraktive und appetitanregende Form des Essensangebots geachtet werden. Sensorische Eigenschaften des kognitiv Beeinträchtigten, zum Beispiel das Aussehen, Geruch, Geschmack und Textur der Speisen, sind ausschlaggebende Faktoren für das Essverhalten. Vor allem das Vergnügen am Essen selbst steigert das Wohlbefinden eines dementen Menschen und wirkt vorbeugend gegen ein Risiko der Mangelernährung. Gerade bei dieser Erkrankung muss auf die Individualität eingegangen werden. Bei Personen, die körperlich fit sind und einen ausgeprägten Wandertrieb besitzen, kann zum Beispiel Fingerfood angeboten werden, sodass sie „unterwegs“ etwas zu Essen haben (Volkert, 2017, S. 142-143).
Die Atmosphäre und die Umgebungsstruktur spielen bei den Mahlzeiten eine entscheidende Rolle. Gerüche, laute Geräusche, Mobiliar und Tischdekorationen sind dabei genauso entscheidend wie die allgemeine Stimmung im Speisesaal. Durch die Schaffung einer ruhigen Atmosphäre durch leise Musik, ausreichende Beleuchtung und Vermeidung von Lärm können das Essverhalten angeregt und dadurch das Wohlbefinden sowie auch die Lebensqualität verbessert werden (Volkert, 2017, S. 143-144).
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den demografischen Wandel sowie die Herausforderungen in der stationären Pflege dementer Menschen und definiert die zentralen Forschungsfragen.
2 Begriffsdefinition: Dieses Kapitel erläutert die zentralen Begriffe Demenz, Lebensqualität und Aktivierung, inklusive einer Vorstellung des Heidelberger Instruments zur Erfassung der Lebensqualität.
3 Aktueller Forschungsstand: Hier werden wissenschaftliche Erkenntnisse zu sozialen Aspekten, Ernährung, Technik sowie pflegerischen Therapieformen wie Realitätsorientierung und Validation zusammengefasst.
4 Methodisches Vorgehen: Das Kapitel beschreibt das qualitative Forschungsdesign, die Experteninterviews sowie die Anwendung der Inhaltsanalyse nach Mayring.
5 Forschungsergebnisse im Hinblick auf die Forschungsfragen: Die Resultate aus den Experteninterviews werden hier in zehn spezifischen Kategorien detailliert aufbereitet und dargestellt.
6 Diskussion: Die Ergebnisse werden interpretiert, kritisch reflektiert und in konkrete Handlungsempfehlungen für die Pflegepraxis sowie eine Schlussfolgerung überführt.
7 Literaturverzeichnis: Auflistung aller verwendeten Quellen.
Demenz, Lebensqualität im Alter, Pflegeheim, Aktivierung, Bezugspflege, Ernährung, Digitalisierung, Angehörige, Experteninterviews, qualitative Inhaltsanalyse, Validation, Realitätsorientierung, soziale Beziehungen, Selbstpflege, Bedürfnisorientierung.
Die Arbeit analysiert die Lebensqualität von Pflegeheimbewohnern mit Demenz aus Sicht des Pflegepersonals und untersucht Faktoren, die diese beeinflussen können.
Zu den Schwerpunkten zählen soziale Interaktionen, die Gestaltung der pflegerischen Umgebung, die Bedeutung von Ernährung sowie moderne Aktivierungskonzepte.
Das Ziel ist es, durch qualitative Expertenbefragungen herauszufinden, wie Lebensqualität definiert wird und welche Maßnahmen diese aktiv steigern können.
Die Studie basiert auf einem qualitativen Forschungsdesign mit halbstrukturierten Experteninterviews, deren Inhalte mittels der Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, den aktuellen Forschungsstand und die detaillierte Präsentation sowie Interpretation der zehn Kategorien aus den Interviews.
Zentrale Begriffe sind Demenz, Lebensqualität im Alter, Aktivierung, Bezugspflege, soziale Beziehungen und qualitative Inhaltsanalyse.
Die Befragten stehen der Robotik in der direkten Pflege kritisch gegenüber, da Aspekte wie Empathie und Berührungsqualität vermisst werden, erkennen jedoch Nutzen bei unterstützenden Sensortechnologien.
Das Modell wird hervorgehoben, weil es die Kontinuität der Betreuung ermöglicht, wodurch das Pflegepersonal individuelle Bedürfnisse und Gewohnheiten der Bewohner besser erfassen kann.
Persönliche Gegenstände und Haustiere werden als bedeutende Faktoren angesehen, die dem Bewohner beim Einzug in eine fremde Umgebung ein Stück Heimat und Identität zurückgeben.
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