Diplomarbeit, 2003
130 Seiten, Note: 1,0
Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien
1 Einleitung
2 Das Leitmotiv „Accessibility“
2.1 Accessibility
2.2 Universal Design
2.3 Accessibility im Internet
2.4 Assistive Technology
2.5 Usability
2.6 Accessibility und Usability
3 Behinderungen und Computer
3.1 Sehbehinderte und Blinde
3.1.1 Nutzung des Computers
3.1.2 Nutzung des Internets
3.2 Hörbehinderungen
3.3 Körperbehinderungen
3.3.1 Nutzung des Computers
3.3.2 Nutzung des Internets
3.4 Lernbehinderungen
3.5 Geistige Behinderungen
3.6 Zusammenfassung
4 Gesetze und Standards
4.1 World Wide Web Konsortium
4.1.1 Barrierefreie Inhalte
4.1.2 Barrierefreie Erstellung von Inhalten
4.1.3 Barrierefreie Endgeräte und Browser
4.2 Deutschland
4.2.1 Gesetz zur Gleichstellung behinderter Menschen
4.2.2 Die Umsetzungsverordnung zum BGG (BITV)
4.3 Europäische Union
4.4 USA
4.4.1 Americans with Disabilities Act
4.4.2 Section 508 of the Rehabilitation Act
4.4.3 Section 255 of the Telecommunications Act
4.5 Vorgaben der Industrie
4.6 Zusammenfassung
5 Assistive Technology
5.1 Technische Hilfsmittel
5.1.1 Braille-Schrift
5.1.2 Braille-Zeilen
5.1.3 Screen Reader
5.1.4 Screen Magnifier
5.2 Unterstützung durch Betriebssysteme
5.2.1 Windows XP
5.2.2 Mac OS
5.2.3 Linux
5.3 Fazit
6 Erstellen barrierefreier Inhalte
6.1 Web Content Accessibility Guidelines
6.2 HTML 4.0
6.2.1 Layout
6.2.2 Navigation
6.2.3 Textgestaltung
6.2.4 Alternative Texte
6.2.5 Grafiken
6.2.6 Formulare
6.2.7 Tabellen
6.2.8 Frames
6.2.9 Cascading Style Sheets
6.2.10 Links
6.2.11 Nur-Text
6.3 DHTML und JavaScript
6.4 Adobe PDF
6.5 Macromedia Flash
6.6 Java
7 Optimierung eines Informationsangebotes
7.1 Accessibility-Test
7.2 Tools zur Evaluation
7.2.1 Bobby
7.2.2 WAVE
7.2.3 A-Prompt
7.2.4 Lynx
7.3 Unterstützung durch Software
7.3.1 Adobe GoLive 6
7.3.2 Macromedia Dreamweaver MX
7.3.3 Microsoft Frontpage
7.3.4 Add-ons
7.4 Fazit
8 Analyse
8.1 Zielsetzung
8.2 Systematik der Analyse
8.2.1 Analyse-Werkzeuge
8.2.2 Screen Reader/Voice Browser
8.3 Bewertungskriterien
8.4 Vorstellung der Websites
8.4.1 Informationsangebot www.bundesregierung.de
8.4.2 Informationsangebot www.auswaertiges-amt.de
8.5 Szenarien
8.6 Testumgebung
8.7 Ergebnisse
8.7.1 Analyse mit Bobby
8.7.2 Analyse mit WAVE
8.7.3 Praxistest mit JAWS
8.7.4 Praxistest mit IBM Home Page Reader
8.8 Zusammenfassung der Ergebnisse
8.9 Beurteilung
8.10 Empfehlungen
9 Fazit
Die Diplomarbeit untersucht die Barrierefreiheit von Internet-Inhalten mit einem besonderen Fokus auf die Bedürfnisse von blinden und sehbehinderten Nutzern. Ziel ist es, technische Hindernisse bei der Internetnutzung zu identifizieren und Lösungsansätze zu entwickeln, um einen gleichberechtigten Informationszugang sicherzustellen.
3.1.1 Nutzung des Computers
Viele Menschen können sich nur schwer vorstellen, wie ein Blinder einen Computer effizient nutzen kann. Der Widerspruch zwischen der Vielzahl bunter Bilder auf der einen und dem fehlenden Sehvermögen auf der anderen Seite scheint besonders eklatant. Außenstehenden fällt auch die Diskrepanz zwischen der Eingabe und der Ausgabe von Informationen auf, die man bei Blinden und Sehbehinderten beobachten kann: Die Eingabe über die Tastatur bereitet den Blinden meist keine Schwierigkeiten und erfolgt schnell und sicher. Nur die Ausgabe der Informationen bereitet Probleme.
Die Nutzung des Computers durch Blinde hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Dies ist durch die technische Weiterentwicklung bedingt, liegt aber auch daran, dass der Computer mittlerweile eine hohe Verbreitung in der Bevölkerung erreicht hat. In den 80er-Jahren dominierten textbasierte Betriebssysteme wie DOS, bei denen der Nutzer alle Eingaben über die Kommandozeile oder textbasierte Menüs vornahm und der Computer sämtliche Rückmeldungen und Statusanzeigen über diese Kommandozeile ausgab. Die Kommandozeile hatte eine Länge von 80 Zeichen, der gesamte Bildschirm bestand aus 25 einzelnen Zeilen. Dieser Bildschirminhalt von 80 x 25 Zeichen war mit Hilfe von Braille-Zeilen, die eine einzelne Zeile des Bildschirmes darstellen konnten, relativ leicht zu erfassen ist, da er nur aus Textzeichen bestand. Somit war es dem Blinden möglich, mit 25 Schritten den gesamten Bildschirminhalt von oben nach unten zu betrachten.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Barrierefreiheit ein und definiert den Fokus der Arbeit auf blinde und sehbehinderte Internetnutzer.
2 Das Leitmotiv „Accessibility“: In diesem Kapitel werden grundlegende Begriffe wie Accessibility, Usability und Universal Design geklärt und in den Kontext der Web-Entwicklung gesetzt.
3 Behinderungen und Computer: Hier werden verschiedene Behinderungsarten beschrieben und deren spezifische Auswirkungen auf die Computer- und Internetnutzung analysiert.
4 Gesetze und Standards: Dieses Kapitel erläutert die rechtlichen Grundlagen und technischen Richtlinien für Barrierefreiheit in Deutschland, der EU und den USA.
5 Assistive Technology: Hier werden technische Hilfsmittel für sehbehinderte Nutzer wie Screenreader, Braille-Zeilen und Bildschirmlupen detailliert vorgestellt.
6 Erstellen barrierefreier Inhalte: Dieses Kapitel bietet konkrete Richtlinien und HTML-Techniken zur Erstellung barrierefreier Webseiten an.
7 Optimierung eines Informationsangebotes: Hier werden Vorgehensweisen und Software-Tools zur Evaluation und Verbesserung der Barrierefreiheit von Webseiten diskutiert.
8 Analyse: In diesem praktischen Teil werden zwei Webseiten von Bundesbehörden anhand der zuvor definierten Kriterien auf ihre Barrierefreiheit hin untersucht.
9 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Verantwortung der Entwickler für ein barrierefreies Internet.
Accessibility, Barrierefreiheit, Internet, Sehbehinderte, Blinde, Assistive Technology, Screen Reader, Braille-Zeile, BITV, WCAG, Web-Design, Usability, HTML, Universal Design, Web Content Accessibility Guidelines.
Die Arbeit befasst sich mit der Barrierefreiheit im Internet, insbesondere mit der Frage, wie Internetangebote so gestaltet werden können, dass sie auch für Menschen mit Behinderungen, vor allem Blinde und Sehbehinderte, uneingeschränkt nutzbar sind.
Zentrale Themen sind die technischen Grundlagen der Barrierefreiheit, relevante Gesetze und Standards, technische Hilfsmittel (Assistive Technology) sowie die praktische Analyse der Barrierefreiheit von Webseiten.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Internetangebote optimiert werden können, um Ausgrenzung im Informationszeitalter zu vermeiden und die Lebensqualität von behinderten Menschen durch einen barrierefreien Zugang zu verbessern.
Die Arbeit kombiniert eine Literaturanalyse zu Gesetzen und Standards mit einem praxisorientierten Mischverfahren, das sowohl automatisierte Analyse-Tools als auch Praxistests mit Assistive Technology umfasst.
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen technische Lösungen zur Umsetzung von Barrierefreiheit in HTML-Code diskutiert und die Barrierefreiheit konkreter Webseiten von Bundesbehörden untersucht.
Accessibility, Barrierefreiheit, Internet, Sehbehinderung, Blindheit, Screen Reader, BITV und WCAG.
Die Analyse zeigt, dass beide untersuchten Websites der Bundesbehörden Fehler aufweisen, die die Nutzung für blinde Menschen erschweren, wobei die Fehler oft durch unzureichende HTML-Strukturierung und fehlende alternative Texte für Grafiken bedingt sind.
Die Arbeit verdeutlicht, dass nicht alle Autorenwerkzeuge gleichermaßen die Erstellung barrierefreier Inhalte unterstützen, was oft zu unnötigen Barrieren führt, wenn der Entwickler nicht manuell in den Code eingreift.
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