Examensarbeit, 2008
70 Seiten, Note: 2,5
1 EINLEITUNG
2 NATIONALE BILDUNGSSTANDARDS
2.1 Ursache der Entwicklung nationaler Bildungsstandards
2.2 Beschlusslage der Kultusministerkonferenz
2.3 Konzeption nationaler Bildungsstandards
2.3.1 Begriffsdifferenzierung und Definition von Bildungsstandards
2.3.2 Theoretischer Aufbau von Bildungsstandards
2.3.2.1 Kompetenz (-modell)
2.3.2.2 Kerncurriculum vs. Lehrplan
2.3.2.3 Evaluation und Aufgabenentwicklung
2.4 Implementierung von Bildungsstandards
2.5 Kritik an der Konzeption nationaler Bildungsstandards
2.6 Zwischenbilanz zur Konzeption von Bildungsstandards
3 BILDUNGSSTANDARDS IM GEOGRAPHIEUNTERRICHT
3.1 Aufbau der Standards im Schulfach Geographie
3.2 Aufgabenbeispiele zu den Bildungsstandards im Geographie
3.3 Vergleich der Bildungsstandards im Fach Geographie mit dem sächsischen Lehrplan an Mittelschulen und Gymnasien
3.4 Implementierung der Bildungsstandards in Geographie
4 SCHLUSSBETRACHTUNG
Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Konzeption nationaler Bildungsstandards unter Einbeziehung der Klieme-Expertise vorzustellen und kritisch zu hinterfragen. Dabei wird insbesondere untersucht, inwiefern der angestrebte Paradigmenwechsel vom input- zum outputorientierten Unterricht in der Praxis umgesetzt wurde und welche Herausforderungen sich durch die Implementierung für das deutsche Schulsystem, speziell das Fach Geographie, ergeben.
2.3.1 Begriffsdifferenzierung und Definition von Bildungsstandards
Verfolgt man die Beschlusslage der Kultusministerkonferenz hinsichtlich der Entwicklung und Implementierung von Bildungsstandards, sind diese demnach wissenschaftliche Dokumente des politischen Gestaltungswillens. Des Weiteren wird mit dem Begriff Standard in Deutschland zumeist eine negative Assoziation verbunden. Im alltäglichen Sprachgebrauch verbindet man damit Wörter wie gewöhnlich, normal, der Norm entsprechend oder den Anforderungen genügend. Im Bildungssystem wirkt ein Begriff, welcher an einen standardisierten Vorgang oder ein Produkt erinnert eher befremdend. Gleichzeit herrscht in der öffentlichen Diskussion keine einheitliche Verwendung des Begriffs Bildungsstandards vor. Vielfach findet man lediglich einen semantischen Austausch und verwendet statt dem Wort Ziele den Begriff Standard. Aber nicht nur im öffentlichen Diskurs herrscht Uneinigkeit über deren Verwendung, auch international wird der Begriff Standard unterschiedlich definiert. So kennt man in den skandinavischen und angelsächsischen Ländern den Begriff Bildungsstandards als solchen nicht und beschreibt diesen mit den Worten objectives oder benchmarks (Lernziele oder Erwartungen). Es ist an dieser Stelle wichtig zu differenzieren und nicht einfach alte Postulate in eine neue sprachliche Form zu bringen oder aber auch semantische Verknüpfungen zu anderen Geltungsbereichen herzustellen.
1 EINLEITUNG: Darstellung der Ausgangslage der deutschen Bildungspolitik seit 2001 und Hinführung zum Ziel der Untersuchung, nationale Bildungsstandards kritisch zu hinterfragen.
2 NATIONALE BILDUNGSSTANDARDS: Theoretische Auseinandersetzung mit der Entstehung, Definition und den zentralen Säulen (Kompetenzen, Kerncurriculum, Evaluation) nationaler Standards sowie der Kritik an deren Implementierung.
3 BILDUNGSSTANDARDS IM GEOGRAPHIEUNTERRICHT: Konkrete Anwendung der theoretischen Konzepte auf das Schulfach Geographie, inklusive der Entwicklung der Fachstandards und deren Vergleich mit sächsischen Lehrplänen.
4 SCHLUSSBETRACHTUNG: Zusammenfassende Bewertung des Konzepts der Bildungsstandards und kritischer Ausblick auf die Wirksamkeit der angestrebten Bildungsreform im bestehenden System.
Bildungsstandards, Kultusministerkonferenz, Klieme-Expertise, Kompetenzmodell, Output-Steuerung, Schulfach Geographie, Kerncurriculum, Evaluation, PISA-Studie, Lehrplan, Bildungsgerechtigkeit, Bildungsmonitoring, Unterrichtsentwicklung, Qualitätssicherung, Kompetenzorientierung.
Die Arbeit behandelt die Entwicklung und Konzeption nationaler Bildungsstandards in Deutschland sowie deren kritische Implementierung am Beispiel des Faches Geographie.
Die Arbeit fokussiert sich auf die theoretischen Grundlagen wie Kompetenzbegriffe, Kerncurricula und Evaluationsverfahren sowie auf die praktischen Herausforderungen an Schulen.
Das Hauptziel ist es, die Konzeption der nationalen Bildungsstandards zu erläutern und diese kritisch hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die Lehrpraxis zu hinterfragen.
Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf Fachliteratur, der Klieme-Expertise und offiziellen Dokumenten der Kultusministerkonferenz basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine allgemeine theoretische Fundierung nationaler Standards und einen spezifischen Teil, der die Standards im Geographieunterricht und deren Vergleich mit Lehrplänen darstellt.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Bildungsstandards, Kompetenzorientierung, Output-Steuerung, Schulentwicklung und Qualitätssicherung.
Die Geographie dient als Fallbeispiel, da sie als erstes Schulfach eigenständig Standards entwickelt hat, ohne dass diese direkt von der Kultusministerkonferenz vorgegeben wurden.
Sie liefert den wissenschaftlichen Rahmen und die Nomenklatur für die Entwicklung der Bildungsstandards und definiert den Paradigmenwechsel zum kompetenzorientierten Lernen.
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