Masterarbeit, 2021
163 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Grundlagen von Agilität
2.1 Begriffserläuterung
2.2 Rahmenbedingungen und Notwendigkeit von Agilität
2.3 Die agile Organisation
2.3.1 Historische Entwicklung
2.3.2 Ausprägungen von Agilität in Organisationen
2.3.3 Charakteristika agiler Organisationen
2.3.4 Das agile Mindset
2.3.5 Agile Praktiken und Methoden
3 Mitarbeiter:innenführung im agilen Kontext
3.1 Definition und Grundlage von Führung
3.1.1 Dimensionen von Führung
3.1.2 Auswirkung von Situationsfaktoren auf Mitarbeiter:innenführung
3.2 Gestaltung von Führung im agilen Kontext
3.2.1 Rollen von Führungspersonen im agilen Kontext
3.2.2 Agile Führungsstile
4 Methodisches Vorgehen zur empirischen Untersuchung
4.1 Forschungsanliegen
4.2 Forschungsdesign
4.2.1 Erhebungsinstrument
4.2.2 Feldzugang und Sampling
4.2.3 Interviewleitfaden
4.2.4 Aufbereitung und Auswertung der Daten
5 Darstellung der Ergebnisse
6 Diskussion der Ergebnisse
6.1 Die Umsetzung des Konzeptes der Agilität in der Unternehmenspraxis
6.2 Die Auswirkungen von Agilität auf die Gestaltung der Führungsrolle
6.3 Praktische Implikationen
6.4 Reflexion der Methode
7 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Masterthesis untersucht, wie das Konzept der Agilität in der Unternehmenspraxis umgesetzt wird und welche Auswirkungen diese Transformation auf die Gestaltung der Mitarbeiter:innenführung hat. Ziel ist es, praxisnahe Erkenntnisse zu gewinnen, die Organisationen bei der agilen Transformation unterstützen können.
Die agile Organisation
Agilität ist ein Konzept, das sich stetig, im Zusammenhang mit der sich verändernden Umwelt entwickelt und in unterschiedlichen Formen in Organisationen Einzug erhält. Im Folgenden bietet der historische Blick die Grundlage für das Verständnis der Entwicklung von Agilität, um anschließend ihre Ausprägung in Organisationen und ihre Charakteristika zu beleuchten.
2.3.1 Historische Entwicklung
Das Konzept der agilen Arbeitsweise beziehungsweise einer agilen organisationalen Struktur wurde erstmalig in den 1950er Jahren in unterschiedlichen Facetten in der wissenschaftlichen Literatur benannt. So hat sich der Soziologe Talcott Parsons im Rahmen der Organisationstheorie erstmalig mit Anpassungsprozessen von Unternehmen an ihre Umwelt auseinandergesetzt und ihr Überleben und Sterben in diesem Zusammenhang betrachtet. Dabei skizziert er bereits relevante Unternehmensaufgaben wie die Anpassung an die Umwelt, das Erreichen von Zielen, das Überleben als Organisation und die Einbindung der Interessen verschiedener organisationsnaher Gruppen. Zu diesem Zeitpunkt wird Agilität jedoch noch nicht explizit benannt (vgl. Häusling, 2018, S. 30). In der Literatur erscheint dann vor allem ab den 1990er Jahren zunehmend der Begriff der Agilität. Zurückzuführen ist dies nach Förster und Wendler (2012) auf den im Jahre 1991 erschienen Forschungsbericht des Iacocca Institutes der Lehigh Universität. Sie veröffentlichten in ihrem Bericht 21st Century Manufacturing Enterprise Strategy die Ergebnisse zu ihrer mehrjährigen Forschungstätigkeit zu unterschiedlichen Themen, wie die schnellere Produktentwicklung, Arbeit in multifunktionale Teams und die Optimierung von Produktionsabläufen innerhalb eines Prozesses (vgl. ebd., S. 7 f.). Daraus entwickelte sich eine Agilitätsbewegung unter dem Begriff des agile manufacturing. Der Fokus lag dabei auf Methoden einer schlanken Produktion, die gekennzeichnet war durch flache Hierarchien, Teamarbeit und prozessorientierter Arbeit, um unvorhersehbaren Entwicklungen und sich schnell verändernden Kundenanforderungen gerecht zu werden.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema Agilität ein und leitet aus der zunehmenden Unsicherheit in Unternehmensumwelten die Forschungsfragen dieser Arbeit ab.
2 Grundlagen von Agilität: Dieses Kapitel erläutert den Begriff Agilität, die Notwendigkeit durch volatile Umwelten (VUCA) und die historische Entwicklung der agilen Organisation.
3 Mitarbeiter:innenführung im agilen Kontext: Hier werden die Grundlagen der Führung dargelegt und die spezifischen Anforderungen an Führungspersonen bei der Gestaltung im agilen Kontext analysiert.
4 Methodisches Vorgehen zur empirischen Untersuchung: Der Abschnitt beschreibt das qualitative Forschungsdesign, die Datenerhebung durch Experteninterviews und die anschließende inhaltsanalytische Auswertung.
5 Darstellung der Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die zentralen Befunde der qualitativen Analyse, gegliedert nach verschiedenen Haupt- und Subkategorien.
6 Diskussion der Ergebnisse: Hier werden die Ergebnisse kritisch reflektiert, in den wissenschaftlichen Kontext eingeordnet und praxisrelevante Implikationen abgeleitet.
7 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zur agilen Transformation und zur veränderten Führungsrolle zusammen und gibt einen Ausblick auf weiteren Forschungsbedarf.
Agilität, Führung, agile Organisation, Unternehmenspraxis, Mitarbeiter:innenführung, agile Transformation, Coaching, Servant Leadership, agile Werte, Unternehmenskultur, Selbstorganisation, VUCA, qualitative Forschung, Führungsstile, Paradigmenwechsel.
Die Arbeit untersucht, wie Unternehmen in der Praxis Agilität umsetzen und welche Auswirkungen dies auf das Arbeitsleben sowie explizit auf die Rolle und Aufgaben von Führungspersonen hat.
Zentrale Themen sind die agile Organisationsstruktur, moderne Führungsstile im agilen Kontext, der kulturelle Wandel in Unternehmen sowie die Rolle von Führungspersonen als Enabler und Coaching-Partner.
Das primäre Ziel ist zu klären: 1. Inwiefern Agilität in der Praxis umgesetzt wird und 2. Welche Auswirkungen diese Agilität auf die Gestaltung der Mitarbeiter:innenführung hat.
Es wurde ein qualitatives Forschungsdesign gewählt, basierend auf leitfadengestützten Experteninterviews, die inhaltlich strukturierend nach Kuckartz ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Agilität und Führung, die methodische Vorgehensweise sowie die fundierte Darstellung und Diskussion der empirischen Ergebnisse aus den Interviews.
Agilität, agile Transformation, Führung, Unternehmenskultur, Mitarbeiter:innenführung, Selbstorganisation und Servant Leadership.
Die Befragten betonen, dass Agilität weniger eine isolierte Methode, sondern eine grundlegende innere Haltung (*Mindset*) und Wertenorm ist, die Organisationen individuell auf ihre spezifischen Ziele anpassen müssen.
Häufig scheitern Transformationen, weil sie sich zu sehr auf formale agile Methoden und Frameworks konzentrieren, anstatt die zugrundeliegende Unternehmenskultur und das agile Mindset bei allen Beteiligten zu etablieren.
Die Führungsperson wandelt sich von einer fachlichen Kontrollinstanz hin zu einer begleitenden Person in der Rolle als Coach, Rahmengeber:in (*Navigator:in*) und Beziehungsgestalter:in.
Ja, laut der Mehrheit der Befragten bleibt Führung essenziell, verändert sich jedoch fundamental – weg von disziplinarischer Machtausübung hin zur Unterstützung von Selbstorganisation und persönlicher Weiterentwicklung der Mitarbeitenden.
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