Examensarbeit, 2005
140 Seiten, Note: 2
1 EINLEITUNG
2 DAS THEMA ERNÄHRUNG IN DER GRUNDSCHULE
2.1 WIE WIRD DAS THEMENFELD ERNÄHRUNG IN BEZUG ZUR GESUNDHEITSFÖRDERUNG GESEHEN?
2.2 WAS SOLL ERNÄHRUNGSERZIEHUNG IN DER GRUNDSCHULE LEISTEN?
2.3 WIE WERDEN DIE THEMEN KÖRPER UND ERNÄHRUNG IN DEN RAHMENPLAN EINGEBETTET?
2.4 UMSETZUNG DER ERNÄHRUNGSERZIEHUNG IN DER GRUNDSCHULE
2.4.1 Was kann die Grundschule tun?
2.4.2 Was können Lehrer und Eltern tun?
2.4.3 Wie kann in der Schule Prävention diesbezüglich aussehen?
3 EINSTELLUNGEN ZU FIGUR, ESSEN UND DIÄT
3.1 KÖRPERBILD UND KÖRPERUNZUFRIEDENHEIT
3.2 ESSEN UND ERNÄHRUNGSGEWOHNHEITEN
3.3 ERNÄHRUNGS- UND ESSVERHALTEN
3.3.1 Gezügeltes Essverhalten
3.3.2 Gestörtes Essverhalten
3.3.2.1 Anorexia nervosa
3.3.2.2 Bulimia nervosa
3.3.3 Adipositas und Übergewicht
3.4 PRÄVENTION VON ESSSTÖRUNGEN, ADIPOSITAS UND ÜBERGEWICHT
4 VORSTELLUNG VORAUSGEHENDER STUDIEN
4.1 »DIETING BEHAVIOR AND EATING ATTITUDES IN CHILDREN« VON MICHAEL J. MALONEY U.A.
4.2 »BODY FIGURE PERCEPTIONS AND PREFERENCES AMONG PREADOLESCENT CHILDREN« VON M. ELIZABETH COLLINS
4.3 »KÖRPERBILD, KÖRPERUNZUFRIEDENHEIT, DIÄTVERHALTEN UND SELBSTWERT BEI MÄDCHEN UND JUNGEN IM ALTER VON SIEBEN BIS DREIZEHN JAHREN« VON SUSANNE KREIKEBAUM
4.4 »BODY SHAPE PERCEPTIONS OF PREADOLESCENT AND YOUNG ADOLESCENT CHILDREN« VON K. N. PARKINSON U.A.
4.5 »BODY FIGURE PERCEPTIONS AND EATING ATTITUDES AMONG AUSTRALIAN SCHOOLCHILDREN AGED 8 TO 12 YEARS« VON KIM ROLLAND U.A.
5 UNTERSUCHUNGSMETHODIK
5.1 DESIGN DER STUDIE
5.2 BESCHREIBUNG DER STICHPROBE
5.2.1 Informationen zu den einzelnen Schulen
5.2.2 Die Altersverteilung
5.2.3 Gewichts – Größen – Verteilung
5.2.4 Gewichtsschätzungen
5.3 BESCHREIBUNG DER UNTERSUCHUNGSINSTRUMENTE
5.3.1 Die Figurenzeichnungen
5.3.2 Die Fragenstruktur des Interviews
5.4 DURCHFÜHRUNG DER DATENERHEBUNG
6 DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE
6.1 VORSTELLUNG DER ERGEBNISSE
6.1.1 Keine Antwort
6.1.2 Schwer und dick
6.2 INTERPRETATION DER ERGEBNISSE
7 DISKUSSION DER ERGEBNISSE
8 ZUSAMMENFASSUNG
9 LITERATURVERZEICHNIS
Die vorliegende Arbeit untersucht die Einstellungen von Grundschulkindern zu den Themen Figur, Essen und Diät. Das primäre Ziel ist es, zu erforschen, ob Kinder bereits in diesem frühen Alter ein Risikoverhalten zeigen, das die Entstehung von Essstörungen begünstigen könnte, und aufzuzeigen, wie die Schule präventiv wirken kann.
3.1 Körperbild und Körperunzufriedenheit
In der heutigen Gesellschaft wird ein schlankes Körperbild bevorzugt. Schlankheit wird heutzutage nicht mehr aus gesundheitlichen Gründen angestrebt; sie ist vielmehr zu einem Wert – einem Lebensstil – geworden, der in der Gesellschaft und den Einstellungen der Menschen viele positiven Eigenschaften vereint. Schlankheit wird gleichgesetzt mit einem hohen Selbstwert, Leistungsfähigkeit, Attraktivität und persönlichem Glück (vgl. WESTENHÖFER 1996). Frei nach der Prämisse: »Wer schlank ist, kann sich selbst gut leiden und fühlt sich wohl«.
Mader (1987) geht sogar noch weiter. Sie spricht in ihrem Werk von dem »Abgott« Schlankheit, dem die Gesellschaft huldigt. Diese Huldigung nimmt immer größere Ausmaße an und entfaltet mittlerweile bereits schon im Kindesalter seine Wirkung (vgl. MADER 1987). Einer dicken oder fettleibige Körpersilhouette wird von den Menschen nicht die Akzeptanz gegenüber gebracht, wie einem dünnen Körperbild. Das dicke und fettleibige Körperbild wird durchweg negativ besetzt und wird mit negativen Stereotypen assoziiert. Durch diese Einstellungen werden dicke Menschen als faul, träge, undiszipliniert, maßlos … bezeichnet. Diese Einstellungen, die die Gesellschaft fördert und gleichzeitig auch von ihnen beeinflusst wird, verbreiten die Meinung , dass »Dick sein« schlecht und »Schlank sein« gut ist.
Inzwischen sind die Einstellungen zu den verschiedenen Körperbildern nicht mehr nur bei Erwachsenen zu finden. Sie sind bei Kindern und Jugendlichen ebenso weit verbreitet. Harrison spricht davon, dass schon Kinder im Kindergartenalter beginnen, die kulturelle Sichtweise zu bestimmten Körperbildern zu übernehmen und sich dadurch ihre Sichtweise von »guten« und »schlechten« Körperbildern ausbildet (vgl. HARRISON 2000, S. 618).
1 EINLEITUNG: Die Einleitung stellt das zunehmende Problem kindlichen Übergewichts sowie anorektischer und bulimischer Tendenzen dar und umreißt die Struktur der Arbeit, die sich in einen theoretischen und empirischen Teil gliedert.
2 DAS THEMA ERNÄHRUNG IN DER GRUNDSCHULE: Dieses Kapitel verortet das Thema Ernährung innerhalb der Gesundheitsförderung und beleuchtet die Rolle der Grundschule bei der Vermittlung von Handlungskompetenzen im Rahmen des hessischen Lehrplans.
3 EINSTELLUNGEN ZU FIGUR, ESSEN UND DIÄT: Hier werden die gesellschaftlichen Prägungen hinsichtlich Schlankheitsidealen, gestörtem Essverhalten und den spezifischen Krankheitsbildern wie Anorexia und Bulimia nervosa sowie Adipositas detailliert erörtert.
4 VORSTELLUNG VORAUSGEHENDER STUDIEN: Es werden fünf relevante Studien vorgestellt, die als methodische Grundlage für die eigene empirische Untersuchung dienen, insbesondere hinsichtlich der Nutzung von Figurenzeichnungen und dem ChEAT-Test.
5 UNTERSUCHUNGSMETHODIK: Dieses Kapitel erläutert das Forschungsdesign der Feldstudie an zwei Grundschulen, die Auswahl der Stichprobe sowie die verwendeten Instrumente (Interviews und Figurenzeichnungen).
6 DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE: Hier werden die durch die Befragungen erhobenen Daten präsentiert und eine erste Vorstellung der Ergebnisse vorgenommen.
7 DISKUSSION DER ERGEBNISSE: In diesem Kapitel werden die Ergebnisse diskutiert und Schlussfolgerungen für die pädagogische Praxis abgeleitet, wobei die Bedeutung der Primärprävention unterstrichen wird.
8 ZUSAMMENFASSUNG: Die Arbeit schließt mit einem kurzen Überblick über die zentralen Erkenntnisse und deren Bedeutung für die institutionelle Gesundheitserziehung.
Ernährungserziehung, Grundschule, Körperbild, Körperunzufriedenheit, Essstörungen, Primärprävention, Übergewicht, Adipositas, Schlankheitsideal, Diätverhalten, Essgewohnheiten, Gesundheitsförderung, Körperwahrnehmung, Selbstwertgefühl, empirische Untersuchung.
Die Arbeit befasst sich mit den Einstellungen von Grundschulkindern zu den Themen Figur, Essen und Diät und untersucht, inwiefern diese für die Entstehung von Essstörungen relevant sind.
Die Schwerpunkte liegen auf der Ernährungserziehung in der Grundschule, gesellschaftlichen Schönheitsidealen, der Entwicklung von Essstörungen und Möglichkeiten der schulischen Primärprävention.
Das Ziel ist es, herauszufinden, ob Kinder im Grundschulalter bereits ein Risikoverhalten in Bezug auf ihr Essverhalten und ihre Einstellung zu ihrem Körper zeigen, das später zu Essstörungen führen könnte.
Es wurde eine Feldstudie an zwei Grundschulen durchgeführt, bei der Schülerinnen und Schüler der 3. und 4. Klasse mittels qualitativer Interviews und der Collins-Figurenzeichnungen befragt wurden.
Der Hauptteil analysiert theoretisch die Einbettung der Ernährung in den Schulkontext, diskutiert verschiedene Essstörungen und stellt vorangegangene Studien vor, bevor die eigene empirische Studie detailliert ausgewertet wird.
Die wichtigsten Begriffe umfassen Ernährungserziehung, Körperunzufriedenheit, Schlankheitsideal, Primärprävention und Essstörungen.
Die Studie deutet darauf hin, dass die Auseinandersetzung mit der Figur und Diäten bei Neunjährigen besonders ausgeprägt ist und sich mit zunehmendem Alter ein kritischeres Körperbild manifestiert.
Die Kinder geben an, dass ihr Essverhalten stark durch die Vorbildfunktion der Eltern und deren Kaufverhalten bei Lebensmitteln beeinflusst wird, wobei eine Offenheit in der Familie über Diäten festzustellen ist.
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