Examensarbeit, 2015
123 Seiten, Note: 1,33
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlage
2.1. Geschichtliche Entwicklung des Denkstilbegriffs
2.2. Denkstile nach Sternberg
2.3. Kognitive Stildimension nach Riding
2.4. Mathematische Denkstile nach Borromeo Ferri
2.4.1 Vorstellung des Modells zum mathematischen Denkstil
2.4.2 Komponenten mathematischer Denkstile
2.4.3 Prinzipien mathematischer Denkstile
2.4.4 Modell zur Rekonstruktion verschiedener mathematischer Denkstile und deren Ergebnisse
2.4.5 Zwecke und Inhalte externer Darstellungen
2.4.6 Die Rolle der mathematischen Sozialisation
2.5 Mathematische Beliefs
2.5.1 Mathematische Weltbilder
2.6 Lehramtsausbildung im Studiengang Mathematik
2.7 Übergang von schulischer- zu universitärer math. Ausbildung
2.7.1 Diskrepanz zwischen Vorstellung und Eignung
2.7.2 Die Bedeutung der ersten Semester
2.8 Homogenisierung oder Individualisierung
2.9 Math. Kompetenzen verschiedener Lehrämter im Vergleich
3. Methodologie und Aufbau der Untersuchung
3.1 Präzisierung der Forschungsfrage
4. Ergebnisse der empirischen Studie
4.1 Ergebnisse zu den mathematischer Denkstilen
4.2 Ergebnisse zu Beliefs über Mathematik
4.3 Präferenzen speziell in der fachmathematischen Lehramtsausbildung
5. Fazit
6. Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die mathematischen Denkstile von Lehramtsstudierenden unterschiedlicher Schulformen, um mögliche Unterschiede in ihrer Präferenzstruktur zu identifizieren und diese vor dem Hintergrund hochschuldidaktischer Rahmenbedingungen zu analysieren.
Die Rolle der mathematischen Sozialisation
Individuen sind in ihrem mathematischen Arbeiten und -Denken nicht gänzlich frei von externen Einflüssen:
„Dabei verstehe ich unter mathematischer Sozialisation in diesem Zusammenhang soziale Prozesse und Rahmenbedingungen, wie etwa das familiäre Umfeld und den Mathematikunterricht, die insbesondere auf kognitive Prozesse und Vorstellungen Einfluss nehmen.“ (Borromeo Ferri, 2004, 117)
Bereits in den Prinzipien des mathematischen Denkstils nach Borromeo Ferri spiegelt sich der Ansatz der mathematischen Sozialisation wieder (siehe Unterkapitel 2.5.3), da er ein zentraler Aspekt für die Mathematikdidaktik ist und nicht ausschließlich ein „unveränderliches Persönlichkeitsattribut“ (Borromeo Ferri, 2014) darstellt. Aus der Entwicklungspsychologie ist bekannt, dass Kinder und Jugendliche einige Eigenschaften von Rollenmodellen unbewusst internalisieren. Da in der Schulmathematik mathematische Sachverhalte durch verschiedene Lehrpersonen unterschiedlich vermittelt werden, führt dies zur Prägung der Lernenden in ihrer (Denk-) Entwicklung (vgl. Borromeo Ferri, 2004, 117). Veronika Reiss beschreibt 1979 dieses Phänomen nicht als Prägung, sondern als Anpassung:
„Interaktionsbeziehungen zwischen Lehrern und Schülern steuern nicht nur den Erwerb spezifischer sozialer Inhalte, z.B. sozialer Verhaltensweisen, sondern bestimmen auch scheinbar rein kognitive Lerninhalte in ihrer Qualität mit.“ (Reiss zitiert nach Borromeo Ferri, 2014)
1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Diskrepanz zwischen studentischer Vorstellung und fachlicher Eignung im Mathematikstudium und stellt die zentrale Forschungsfrage nach Unterschieden in mathematischen Denkstilen zwischen verschiedenen Lehrämtern.
2. Theoretische Grundlage: Dieses Kapitel erläutert die geschichtliche Entwicklung und Definition mathematischer Denkstile nach Borromeo Ferri sowie die Bedeutung von mathematischen Beliefs (Weltbildern) und der mathematischen Sozialisation im Kontext der universitären Ausbildung.
3. Methodologie und Aufbau der Untersuchung: Hier wird das quantitative Forschungsdesign vorgestellt, welches auf einem Selbstauskunftsfragebogen basiert, um mathematische Denkstile und Weltbilder bei Lehramtsstudierenden zu erfassen.
4. Ergebnisse der empirischen Studie: Dieses Kapitel präsentiert die Daten der Untersuchung, differenziert nach Denkstilen (Q1-Q3), mathematischen Weltbildern (Q4) und den Präferenzen der Studierenden für die fachmathematische Lehramtsausbildung.
5. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und interpretiert diese im Kontext der vorangegangenen theoretischen Einbettung sowie der Forschungsliteratur.
6. Ausblick: Der Ausblick gibt eine Implikation für die fachmathematische Ausbildung und deutet auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten im Bereich der Denkstilanalyse hin.
Mathematische Denkstile, Mathematische Beliefs, Mathematische Sozialisation, Lehramtsstudium, Fachdidaktik, Mathematische Weltbilder, Quantitative Studie, Problemlöseaufgaben, Kognitive Stile, Hochschuldidaktik, Repräsentationsformen, Studieneingangsphase, Lehr-Lern-Prozesse, Professionelles Wissen, Mathematische Kompetenzen.
Die Arbeit untersucht die mathematischen Denkstile angehender Mathematiklehrkräfte. Dabei wird analysiert, wie Studierende unterschiedlicher Lehrämter mathematische Sachverhalte verarbeiten und verstehen.
Zentrale Themen sind die mathematischen Denkstile, mathematische Beliefs (Weltbilder), der Einfluss der mathematischen Sozialisation sowie die hochschuldidaktischen Anforderungen an die Mathematik-Lehrerausbildung.
Der Fokus liegt auf der Frage, ob es Unterschiede zwischen den mathematischen Denkstilen von Studierenden verschiedener Lehrämter gibt, insbesondere beim Übergang vom Primarstufenlehramt zum Gymnasiallehramt.
Es wurde ein quantitatives Design gewählt, das auf einem Selbstauskunftsfragebogen basiert, der an über 200 Lehramtsstudierenden der Universitäten Kassel und Hamburg zur Anwendung kam.
Im Hauptteil werden die mathematischen Präferenzen der Studierenden durch Aufgabenanforderungen und Fragebogen-Items analysiert, um Zusammenhänge zwischen Lehramt und Denkstilkomponenten wie Visuelle-Symbolik oder Ganzheitlichkeit-Zergliederung aufzudecken.
Die Arbeit fokussiert maßgeblich auf Begriffe wie "mathematische Denkstile nach Borromeo Ferri", "mathematische Sozialisation", "mathematische Weltbilder" und das "Konstrukt des professionellen pädagogischen Wissens".
Die Sozialisation gilt als wesentlicher Erklärungsfaktor für die beobachteten Unterschiede in den Stilen, da Lernende ihre mathematischen Arbeitsweisen durch langjährige Erfahrungen in der Schule und im Studium an vorgegebene Anforderungen anpassen.
Der Autor fordert ein gesteigertes Bewusstsein für die Bedeutung mathematischer Denkstile in der Lehre und empfiehlt, tutorielle Angebote sowie fachmathematische Vorlesungen stärker an individuelle Stile und Präferenzen anzupassen, um Studienabbrüche zu minimieren.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

