Examensarbeit, 2017
46 Seiten, Note: 1,66
1. Einleitung
2. Problemaufriss
2.1. Lerngruppenbeschreibung
2.2. Relevanz des pädagogischen Problems
3. Fachwissenschaftliche und fachdidaktische Grundlagen zur Lösung des pädagogischen Problems
3.1. Theoretische Lösungsmöglichkeiten
3.2. Das Lernportfolio und dessen Vorteile im Einsatz in der Schule
4. Problemlösung – Planung einer Unterrichtsreihe
4.1. Didaktische Analyse
4.2. Methodische Überlegungen
4.3. Zentrale Ziele der Unterrichtsreihe nach Kompetenzbereichen
5. Evaluation der Unterrichtsreihe
5.1. Differenzierte Darstellung und Reflexion: Der kontinuierliche Einsatz des Lernportfolios an Gelenkstellen in der Unterrichtsreihe „Kämpfen“ zur Verbesserung des sozialen Lernens
5.1.1. Zweikämpfe selbst entwickeln
5.1.2. Koedukation
5.2. Evaluation auf Grundlage der Schülerdokumentation vor dem fachwissenschaftlichen Hintergrund
6. Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht, ob und wie soziales Lernen in einer neunten Gymnasialklasse durch den gezielten Einsatz eines Lernportfolios im Rahmen einer Unterrichtsreihe zum Thema „Kämpfen“ gefördert und verbessert werden kann.
3.1. Theoretische Lösungsmöglichkeiten
Seitdem mit dem erziehenden Sportunterricht eine „paradigmatische Wende“ (Dieckert, 2005) erreicht worden ist, wurden mannigfaltige sportpädagogische Konzepte von einer Vielzahl von Sportwissenschaftlern auf Grundlage der Theorien des sozialen Lernens aus der pädagogischen Psychologie entwickelt. Als die bedeutendsten sportpädagogischen Konzepte sind diese von Grupe, Landau & Dietrich, Ungerer-Röhrich, Pühse und Funke-Wieneke zu nennen, die maßgeblich die Sozialerziehung im Sportunterricht weiterentwickelt haben. Die Gemeinsamkeiten dieser sportpädagogischen Konzepte können sich wie folgt zusammenfassen lassen (vgl. Grewe, 2007, 13 ff):
I. Sportunterricht vor der Maxime der gesellschaftlichen Entwicklung
II. Die herausragende Bedeutung des Schulsports (nicht des Vereinssports)
III. Inhaltliche Offenheit bei der Themenauswahl
IV. Reflexionen sowie offene Unterrichtskonzepte in Partner- und Gruppenarbeiten als Vermittlungskonzepte
V. Die Lehrkraft als Berater und Begleiter
Konkretisiert man einzelne Aspekte (III.) dieser Zusammenfassung auch hinsichtlich der Gestaltung der folgenden Unterrichtsreihe genauer, so formuliert Balz, dass „bewusst sozialintegrativ konzipierte Spielformen außerordentlich zum sozialen Wohlbefinden beitragen können. Hier ist beispielsweise an Vertrauensspiele, an Körpererfahrungsübungen, an kooperative Mannschaftsleistungen an bestimme Aufgabenstellungen und an gemeinschaftsstiftende Vorhaben gedacht“ (Eckart, 1994, 168).
Die Gruppenarbeit (IV.) bietet dabei die „Möglichkeit sehr verschiedene Rollen im Sportunterricht einzunehmen und Identität darzustellen. Qualifikationen sozialen Handelns können in solchen Gruppensituationen erfahren und eingeübt werden“ (Cachay & Kleindienst-Cachay, 1994, 117), während anschließend in Gesprächen und Reflexionen die Vorausseztungen für Lernprozesse im Bereich moralisch-sozialem Handeln geschaffen werden. Die Reflexionen gelten dabei als Kernstück einer gerechten Atmosphäre des Unterrichts (vgl. Bähr, 2007, 188). Balz (1998, 160ff) verweist darauf, dass „in Reflexionen insbesondere Konflikte und Emotionen aus Kooperations- und Konkurrenzsituationen konstruktiv zum Thema gemacht werden sollen. Durch die Reflexion kommt die zwischenleibliche Praxis zum Bewusstsein.“
1. Einleitung: Einführung in die Thematik des sozialen Lernens im Sportunterricht und Vorstellung der zentralen Fragestellung der Arbeit.
2. Problemaufriss: Darstellung der pädagogischen Herausforderungen in der Lerngruppe 9F, insbesondere hinsichtlich Mobbing und mangelndem Sozialverhalten.
3. Fachwissenschaftliche und fachdidaktische Grundlagen zur Lösung des pädagogischen Problems: Aufarbeitung der theoretischen Ansätze zum sozialen Lernen und Begründung des Lernportfolios als Reflexionsinstrument.
4. Problemlösung – Planung einer Unterrichtsreihe: Konkretes Unterrichtskonzept zum Thema „Kämpfen“, das methodisch und didaktisch auf die Förderung sozialer Kompetenzen ausgerichtet ist.
5. Evaluation der Unterrichtsreihe: Analyse und Reflexion des Unterrichtsverlaufs sowie der Schülerdokumentationen zur Beantwortung der Forschungsfrage.
6. Fazit und Ausblick: Kritische Zusammenfassung der Ergebnisse und Überlegungen zur zukünftigen Bedeutung und Weiterentwicklung der Portfolioarbeit.
Soziales Lernen, Sportunterricht, Lernportfolio, Kämpfen, Sozialerziehung, Reflexion, Koedukation, Gruppenarbeit, Unterrichtsreihe, Schulsport, Kompetenzorientierung, Sozialkompetenz, Schulklima, Personalauswahl, Pädagogik
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Förderung des sozialen Lernens in einer problematischen Schulklasse durch den Einsatz eines Lernportfolios im Sportunterricht.
Neben dem Sportunterricht fokussiert die Arbeit auf Sozialerziehung, Methoden der Reflexion, koedukative Ansätze und die Gestaltung von Zweikampf-Inhalten.
Die Forschungsfrage lautet: Lässt sich das soziale Lernen in einer Jahrgangsstufe 9 mithilfe eines Lernportfolios zum Thema „Kämpfen“ verbessern?
Es handelt sich um ein praxisorientiertes Unterrichtsvorhaben, das durch fachdidaktische Analysen, Schülerselbstreflexionen (Lernportfolio) und Beobachtungsbögen evaluiert wird.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die detaillierte Planung der Unterrichtsreihe „Kämpfen“ sowie deren praktische Evaluation anhand von Schülerdokumentationen.
Die Arbeit lässt sich vor allem durch Soziales Lernen, Lernportfolio, Kämpfen und Sportdidaktik beschreiben.
Das Inhaltsfeld „Kämpfen“ bietet eine hohe Neuheit für die Schüler und erzwingt durch seine Natur der kooperativen Abhängigkeit („Ohne Miteinander kein Gegeneinander“) eine intensive Auseinandersetzung mit sozialen Regeln.
Die Rückmeldungen sind gemischt, zeigen aber, dass viele Schüler den Wert der Reflexion für ihr eigenes Bewusstsein gegenüber Fairness und sozialem Handeln im Sport erkannt haben.
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