Examensarbeit, 2008
117 Seiten
1 Einleitung
1.1 Zur persönlichen Themenfindung
1.2 Zum Aufbau der Arbeit
1.3 Anmerkung zur Vertiefung der Themen
2 Literaturlage
2.1 Lernschwierigkeiten
2.2 Die neue Schuleingangsphase
2.3 Förderung im Schulalltag – Anleitungen für die Praxis
3 Lernschwierigkeiten
3.1 Hinführung zur Problematik: Lernschwierigkeiten allgemein
3.2 Unterteilung von Lernschwierigkeiten
3.3 Die Frage nach der „Schuld“ – Ursachenforschung bei Lernschwierigkeiten
4 Betrachtung von Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten und Rechenproblemen als Störungen der sensorischen Integration
4.1 Sensorische Integrationsstörung: Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten
4.1.1 Zum Erscheinungsbild von Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten
4.1.2 Kennzeichen von Lesestörungen
4.1.3 Kennzeichen von Rechtschreibschwierigkeiten
4.2 Sensorische Integrationsstörung: Rechenschwierigkeiten
4.2.1 Zum Erscheinungsbild von Rechenschwierigkeiten
4.2.2 Wann liegt eine Rechenstörung vor?
4.3 Auswirkungen und mögliche Folgen von Lernschwierigkeiten (LRS & Rechenprobleme)
4.4 Die langfristigen Entwicklung von Kindern mit Lernschwierigkeiten
4.5 Wissenschaftliche Anforderungen an Förderkonzepte
4.5.1 Diagnostische Erhebungsverfahren
4.5.2 Wissenschaftliche Erkenntnisse der LRS-Förderung
4.5.3 Wissenschaftliche Erkenntnisse der Rechenförderung
5 Die neuen Schuleingangsphase mit jahrgangsübergreifenden Lerngruppen
5.1 Einführung in die Thematik der neuen Schuleingangsphase mit jahrgangsübergreifenden Lerngruppen
5.2 Zur Entwicklung der Altershomogenität in deutschen Schulklassen
5.3 Feststellung der Schulfähigkeit
5.4 Empfehlungen zum Schulanfang durch die Kultusministerkonferenz
5.5 Was ist die neue Schuleingangsphase?
5.6 Ziele und Begründung zur neuen Schuleingangsphase
5.7 Rhythmisierung des Schultages
5.8 Gegenargumente zur neuen Schuleingangsphase
5.9 Empirische Vergleichsuntersuchungen zu altersgemischten Schulklassen
5.10 Förderung von Kindern mit Lernschwierigkeiten in der neuen Schuleingangsphase
6 Schulische Förderung von Kindern mit Störungen der sensorischen Integration im jahrgangsgemischten Lernen der neuen Schuleingangsstufe – Erfahrungen aus der Praxis
6.1 Zu den Rahmenbedingungen
6.1.1 Motivation für das Praktikum
6.1.2 Auswahl der Schule
6.1.3 Organisation und Kontaktaufnahme mit der Hospitationsschule
6.2 Auswahl und Vorstellung der methodischen Instrumente
6.3 Durchführung von Datenerhebungen
6.3.1 Unterrichtsbeobachtungen
6.3.2 Ergebnisse der Unterrichtsbeobachtungen
6.3.3 Zusammenfassung des Leitfadeninterviews mit der Klassenlehrerin Frau XXXXXX
6.4 Schulische Förderstrategien – Einsatz, Möglichkeiten, Grenzen
6.4.1 Förderung in der Hospitationsklasse
6.4.1.1 Fördermöglichkeiten für den Schreibanfang
6.4.1.2 Silbensegmentierung am Beispiel der Bananendampfer und der Parkplatzwörter
6.4.1.3 „Vier Mal rot und zwei Mal blau heisst schlau!“ – Das Lernen in Bewegung bringen – Ein Trainingskonzept von Maike Hülsmann
6.4.1.4 Förderungen von Kindern mit Rechenschwierigkeiten
6.4.2 Auswertung der vorgestellten Förderansätze
7 Resümee
Die Arbeit untersucht, wie Kinder mit Störungen der sensorischen Integration im Rahmen der neuen, altersgemischten Schuleingangsphase in den Kernfächern Deutsch und Mathematik gefördert werden können, und beleuchtet dabei Möglichkeiten und Grenzen schulischer Förderkonzepte.
Die neue Schuleingangsphase mit jahrgangsübergreifenden Lerngruppen
Die Verfassungen der deutschen Bundesländer verpflichten ein jedes in der Bundesrepublik lebende Kind ab dem sechsten Jahr zum Schulbesuch.
Dieser beginnt meist in der dem Elternhaus am nächst gelegenen Grundschule. Als Antwort auf gesellschaftlich-soziale Entwicklungen wie „veränderte Kindheit“, schrumpfende Schülerzahlen und zur Steigerung des sozialen Lernens, erproben einige deutsche Grundschulen seit einigen Jahren einen modernen Schuleingang.
Ein maßgeblicher Reformschub hin zum altersgemischten Lernen, ging von den Schulleistungsstudien wie PISA, IGLU, VERA etc. aus, die auf nationaler und internationaler Ebene durchgeführt wurden. Diese Studien veröffentlichten „Deutsche Schulen sind selektierend und ungerecht.“ Dies führt u. a. dazu, dass Kinder aus bildungsfernen Elternhäusern oder mit Migrationshintergrund durch unser Bildungssystem benachteiligt werden. Verschiedene Gründe lassen sich dafür aufführen:
Gemessen am deutschen Bruttosozialprodukt und im Vergleich zu anderen Ländern, die bei den Schulleistungsstudien gut abgeschnitten haben, investiert die deutsche Regierung nur unzureichend in das Bildungssystem.
Ein Ungerechtigkeitsfaktor geht vom Aufbau des deutschen Schulsystems aus, welches frühzeitig selektiert, die Zurückstellung und das „Sitzenbleiben“ durchführt und die Lehrerschaft überwiegend nach Status und nicht nach Leistung bezahlt.
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die Relevanz individueller Förderung von Grundschulkindern und stellt die zentrale Forschungsfrage zur Unterstützung bei Lernschwierigkeiten in der Schuleingangsphase.
2 Literaturlage: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die verwendeten Standardwerke und aktuellen Forschungsbeiträge zu den Themen Lernschwierigkeiten, sensorische Integration und Schuleingangsphase.
3 Lernschwierigkeiten: Hier werden verschiedene Definitionsansätze für Lernschwierigkeiten diskutiert sowie deren komplexe Ursachenforschung und die wissenschaftliche Einordnung von Störungen beleuchtet.
4 Betrachtung von Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten und Rechenproblemen als Störungen der sensorischen Integration: Die spezifischen Erscheinungsformen von LRS und Rechenstörungen werden detailliert analysiert, ihre Auswirkungen beschrieben und wissenschaftliche Anforderungen an entsprechende Förderkonzepte definiert.
5 Die neuen Schuleingangsphase mit jahrgangsübergreifenden Lerngruppen: Dieses Kapitel behandelt das Konzept des jahrgangsübergreifenden Unterrichts, die politische Begründung sowie empirische Erkenntnisse zu dieser Organisationsform.
6 Schulische Förderung von Kindern mit Störungen der sensorischen Integration im jahrgangsgemischten Lernen der neuen Schuleingangsstufe – Erfahrungen aus der Praxis: Die Arbeit präsentiert eigene Hospitationsergebnisse und evaluiert konkrete Förderstrategien, die in einer Praxisklasse erfolgreich angewendet werden.
7 Resümee: Das Resümee führt die theoretischen Erkenntnisse mit den Praxiserfahrungen zusammen und reflektiert kritisch über die Umsetzung von Fördermaßnahmen im Schulalltag.
Lernschwierigkeiten, Schuleingangsphase, jahrgangsübergreifendes Lernen, sensorische Integration, LRS, Rechenstörungen, Förderkonzepte, Binnendifferenzierung, Schulfähigkeit, Diagnose, Förderdiagnostik, Montessori, Wahrnehmung, Schulpraxis, Inklusion.
Die Arbeit untersucht Möglichkeiten der schulischen Förderung von Kindern mit Störungen der sensorischen Integration in der neuen Schuleingangsphase, insbesondere bei Lese-, Rechtschreib- und Rechenproblemen.
Im Zentrum stehen die Definition von Lernschwierigkeiten, das Konzept der Schuleingangsphase mit jahrgangsübergreifendem Lernen sowie die praktische Umsetzung von Förderstrategien im Unterricht.
Das Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie Grundschullehrkräfte Kinder mit individuellem Förderbedarf im regulären Unterrichtsgeschehen gezielt unterstützen und stützen können.
Neben einer intensiven Literaturrecherche zur theoretischen Fundierung nutzt die Autorin ein Schulpraktikum mit Unterrichtsbeobachtungen und einem halbstandardisierten Leitfadeninterview zur praxisnahen Analyse.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Lernstörungen, die Analyse der Schuleingangsphase und die Vorstellung spezifischer Förderansätze, wie etwa das „Bananendampfer“-Konzept oder Ansätze nach Angelika Schlotmann.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Jahrgangsmischung, sensorische Integrationsstörung, LRS, Rechenschwierigkeiten, Förderkonzepte und binnendifferenzierter Unterricht.
Sie dient als Basis für ein ganzheitliches Förderkonzept, bei dem durch vielfältige Materialien die verschiedenen Ebenen der Schriftsprachentwicklung und der Rechenfertigkeiten gezielt angesprochen werden.
Da Kinder unterschiedliche Biorhythmen haben, ist eine Abkehr vom starren 45-Minuten-Takt hin zu flexiblen Unterrichtsblöcken notwendig, um Konzentrationsphasen besser zu steuern und individuelles Lernen zu fördern.
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