Masterarbeit, 2021
94 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1 Fragestellung und Relevanz der Arbeit
2. Methodik: Diskurstheoretische Ansätze
2.1 Kritische Diskursanalyse nach Jäger
2.1.1 Theoretische Vorgehensweise
3. Orna Donaths Studie Regretting Motherhood
3.1 Differenzierung: Reue und Ambivalenz
3.2 Differenzierung: Reue und Absenz von Liebe
4. Perspektiven auf Mutterschaft
4.1 Historische Entwicklung des Mutterbildes
4.1.1 Das 18. Jahrhundert: Mutterschaft zwischen Desinteresse und Lieblosigkeit
4.1.2 Das 19. Jahrhundert: Idealisierung der Mutterschaft
4.1.3 Das 20. Jahrhundert: Von NS-Rassenideologien bis zur Psychologisierung der Mutter-Kind-Beziehung
4.2 Psychoanalytische Perspektive auf Mutterschaft
4.3 Die deutsche Mutter: Der Schatten des Muttermythos
5. Stigmatisierung nach Erving Goffman
5.1.1 Personale Identität
5.1.2 Stigmatisierung bereuender Mütter
6. Diskursanalyse: Regretting Motherhood
6.1 Forschungsgegenstand: Mutterbild, Regretting Motherhood, Medien
6.2 Materialgrundlage
6.3 Strukturanalyse
6.4 Feinanalyse „Artikel 10“
6.4.1 Institutioneller Rahmen
6.4.2 Text-Oberfläche
6.4.3 Sprachlich-rhetorische Mittel
6.4.4 Inhaltlich-ideologische Ansichten
6.5 Feinanalyse „Artikel 21“
6.5.1 Institutioneller Rahmen
6.5.2 Text-Oberfläche
6.5.3 Sprachlich-rhetorisch Mittel
6.5.4 Inhaltlich-ideologische Ansichten
6.6 Feinanalyse „Artikel 32“
6.6.1 Institutioneller Rahmen
6.6.2 Text-Oberfläche
6.6.3 Sprachlich-rhetorische Mittel
6.6.4 Inhaltlich-ideologische Ansichten
6.7 Feinanalyse „Artikel 7“
6.7.1 Institutioneller Rahmen
6.7.2 Text-Oberfläche
6.7.3 Sprachlich-rhetorische Mittel
6.7.4 Inhaltlich-ideologische Ansichten
6.8 Gesamtanalyse
7. Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfragen und Fazit
Die Arbeit untersucht, wie das gesellschaftliche Ideal der „guten Mutter“ in den Medien konstruiert wird und inwieweit das Phänomen „Regretting Motherhood“ in der deutschen Medienlandschaft als Tabu behandelt oder stigmatisiert wird.
3 Orna Donaths Studie Regretting Motherhood
Im Jahr 2015 veröffentlichte die israelische Soziologin Orna Donath in Deutschland eine bis dato einzigartige Studie, in der sie sich an ein tabuisiertes Thema wagte: Mütter, die es bereuen Kinder bekommen zu haben. Der Auslöser für die Studie war, dass Reue immer nur den Frauen prophezeit wurde, die keine Kinder haben wollen, von der Reue ein Kind bekommen zuhaben sprach niemand. (vgl. Donath 2015, S. 9). So machte sich Orna Donath auf die Suche nach Frauen, die eben jenes bereuen, worüber keiner sprechen mag, da es uns, so Donath schwer fällt anzuerkennen, „dass auch die Mutterschaft zu den Lebensbereichen zählt, in denen ein Gefühl wie Reue auftreten kann – wie in so vielen anderen Lebensbereichen, in denen wir agieren oder die wir aushalten müssen und wo wir auch manchmal den Wunsch verspüren mögen, umzukehren und manche Dinge noch einmal, aber ganz anders zu machen“ (Donath 2015, S. 10 f.). So fand Donath 23 Frauen, die ihr auf die Frage „Wenn Sie in der Zeit zurückgehen könnten, mit den Erfahrungen und den Kenntnissen, die Sie heute haben, wären Sie dann Mutter geworden?“ mit „Nein“ antworteten (vgl. Mundlos 2016, S. 10). Donaths Forschungsarbeit dauerte von 2008 bis 2013. In ihrem Heimatland Israel wurde die Studie bereits 2014 veröffentlicht (vgl. ebd., S.13).
1. Einleitung: Vorstellung des Themas, der Relevanz der Studie von Orna Donath und der Zielsetzung der Diskursanalyse.
2. Methodik: Diskurstheoretische Ansätze: Darstellung der Kritischen Diskursanalyse nach Siegfried Jäger als methodische Grundlage.
3. Orna Donaths Studie Regretting Motherhood: Detailbeschreibung der Studie, ihrer Hintergründe und der soziodemografischen Daten der befragten Mütter.
4. Perspektiven auf Mutterschaft: Historische und psychoanalytische Aufarbeitung des Mutterbildes im westlichen Kontext.
5. Stigmatisierung nach Erving Goffman: Theoretische Fundierung der Stigmatisierungsprozesse und deren Übertragung auf das Muttersein.
6. Diskursanalyse: Regretting Motherhood: Empirische Analyse der Medienberichterstattung mittels Struktur- und Feinanalyse ausgewählter Artikel.
7. Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfragen und Fazit: Zusammenführung der Ergebnisse und Beantwortung der zentralen Forschungsfragen.
Regretting Motherhood, Mutterschaft, Muttermythos, Kritische Diskursanalyse, Stigmatisierung, Mutterideale, Medienanalyse, Reue, Ambivalenz, Genderforschung, Soziologie, Tabubruch, Erving Goffman, Siegfried Jäger.
Die Arbeit analysiert das gesellschaftlich konstruierte Ideal der „guten Mutter“ vor dem Hintergrund der Studie „Regretting Motherhood“ von Orna Donath und untersucht dessen mediale Darstellung.
Die zentralen Themen sind die historische Entwicklung des Mutterbildes, der Einfluss von Ideologien auf das Elternsein, die Stigmatisierung abweichender Verhaltensmuster und die Analyse des öffentlichen Diskurses.
Ziel ist es zu ergründen, ob Mütter, die ihre Mutterschaft bereuen, im medialen Diskurs stigmatisiert werden und welche kulturellen Konstruktionen hinter dem Tabuthema „Regretting Motherhood“ stehen.
Es wird die Kritische Diskursanalyse nach Siegfried Jäger angewandt, um Aussagen, Kollektivsymbole und Normalismen in der Berichterstattung zu erfassen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Mutterschaft und Stigmatisierung sowie den empirischen Teil, in dem ausgewählte Zeitungsartikel mittels Struktur- und Feinanalyse untersucht werden.
Die Begriffe Regretting Motherhood, Muttermythos, gesellschaftlicher Druck, Diskursanalyse und Stigmatisierung definieren den inhaltlichen Kern dieser Masterarbeit.
Der deutsche Muttermythos fungiert als kulturelle Folie, die Mutterschaft mit einer „heiligen“ Aufgabe und Selbstaufopferung verknüpft, was zur Diskreditierung von Müttern führt, die diese Norm nicht erfüllen.
Die Arbeit stellt fest, dass in Deutschland die Verknüpfung von Mutterschaft mit Status und einer moralischen Pflicht zur Selbstlosigkeit besonders stark ausgeprägt ist, was das Bekenntnis zur Reue als massiven Tabubruch erscheinen lässt.
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