Bachelorarbeit, 2020
54 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Theoretischer Hintergrund
2.1 Nahrungsmittelunverträglichkeiten
2.2 Weizenunverträglichkeiten
2.2.1 Zöliakie
2.2.2 Weizenallergie
2.2.3 NCWS
2.3 Ursachenforschung der NCWS
2.3.1 FODMAPS
2.3.2 ATI
2.3.3 Anbaubedingungen und Verarbeitung
3. Methodik
4. Relevanz des Themas
4.1 Weizen
4.1.1 Weizen als „Hauptgetreide“ der Deutschen
4.1.2 Weizen als gesundheitlich empfohlenes Lebensmittel
4.2 Weizenunverträglichkeiten
4.2.1 Zunahme an Forschung
4.2.2 Erhöhte Medienpräsenz
4.2.3 Angeblicher Anstieg der Unverträglichkeiten
4.2.4 Erhöhte Fehlernährung
5. Weizenunverträglichkeiten in der Sekundarstufe l
5.1 Im Bildungsplan
5.2 In Schulliteratur
5.3 Sonstige Quellen
6. Diskussion
7. Unterrichtskonzept: Weizenunverträglichkeiten
7.1 Kompetenzen bei der Einführung des Unterrichtskonzepts
7.2 Allgemeines & Übersicht
7.3 Die Unterrichtsstunden
8. Schlussbetrachtung
8.1 Reflexion des methodischen Vorgehens
8.2 Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht die medizinische und gesellschaftliche Relevanz von Weizenunverträglichkeiten sowie deren Integration in den Schulunterricht der Sekundarstufe I. Ziel ist es, den aktuellen Forschungsstand aufzuarbeiten, die Defizite in der schulischen Aufklärung zu identifizieren und ein evidenzbasiertes Unterrichtsmodul zu konzipieren, das Schülerinnen und Schüler zur kritischen Auseinandersetzung mit dem Thema befähigt.
1. Einleitung
Alexandra ist oft müde und antriebslos. Nico leidet an Verstopfung und hat Magenbeschwerden, besonders wenn er Nudeln oder Pizza gegessen hat. Maia muss sich oft übergeben. Felix leidet an Blähungen. Laura bekommt nach dem Essen von Brot Hautausschlag und Ben einen Niesanfall. All diese Schüler_innen der Sekundarstufe l kommen auf denselben Gedanken: Glutenunverträglichkeit! In den letzten Jahren ist die Anzahl von Glutenunverträglichkeiten in der Gesellschaft scheinbar gestiegen. Immer mehr Menschen reden von einer Weizenallergie oder Glutenunverträglichkeit. Immer mehr Leute meiden das Brot (vgl. Kumpfmüller, 2017).
Dabei liegt laut Statistiken der Prozentanteil der Bevölkerung weltweit, die tatsächlich an einer Glutenunverträglichkeit leidet, gerade mal bei 1% (Bischoff, 2018, S. 460). In Bezug auf die in der Bevölkerung vermeintlich wahrgenommene Glutenunverträglichkeit scheint dieser Prozentsatz paradox und wirft gleichzeitig die Frage auf, ob diese Beschwerden tatsächlich auf das Gluten zurückzuführen sind, oder die vermehrten Beschwerden über das Weizenprotein noch andere Ursachen haben. Nahrungsunverträglichkeiten gegen Weizen wurden bereits vor 100 Jahren diagnostiziert und im Jahre 1950 wurde Gluten erstmals als Auslöser dafür verantwortlich gemacht (Harter, 2019, S.1). Heute ist bekannt, dass im Weizen auch andere Inhaltsstoffe gesundheitliche Probleme hervorrufen können und ein breites Spektrum an unterschiedlichen Weizen-bezogenen Krankheiten existiert (Burkhardt, 2017). Trotz dieser bestehenden Erkenntnisse auf diesem Forschungsgebiet ist das Thema in der Forschung höchst aktuell und gilt noch immer als nicht ausreichend erforscht.
Dementsprechend verläuft die Aufklärung über dieses Thema schleppend, was in der Gesellschaft zu einer erhöhten Rate an Fehlernährung und bei Betroffenen zu erheblichen Lebenseinschränkungen führen kann (Zigone, 2017, Andresen, 2018, S. 81, Reese, 2018). Sind die zuvor beschriebenen Beschwerden der Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe l auf eine Glutenunverträglichkeit zurück zu führen? Sind diese ebenfalls betroffen? Könnte die Schule und speziell der AES-Unterricht ein optimaler Rahmen für die Aufklärung über Weizenunverträglichkeiten sein und findet eine solche womöglich bereits statt?
1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Diskrepanz zwischen der gefühlten Zunahme von Glutenunverträglichkeiten und der tatsächlichen medizinischen Datenlage und leitet zur Forschungsfrage über die didaktische Einbindung des Themas an Schulen über.
2. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert medizinische Grundlagen zu verschiedenen Unverträglichkeiten wie Zöliakie, Weizenallergie und NCWS sowie aktuelle Ursachenforschung (FODMAPs, ATIs).
3. Methodik: Hier wird das methodische Vorgehen beschrieben, welches eine systematische Literaturrecherche, eine Bedarfsanalyse in Medien und Schulen sowie Expertenkontakte umfasst.
4. Relevanz des Themas: Das Kapitel beleuchtet die ökonomische und kulturelle Rolle von Weizen sowie die Faktoren, die zu einer erhöhten Wahrnehmung und potenziellen Fehlernährung führen.
5. Weizenunverträglichkeiten in der Sekundarstufe l: Eine Analyse von Bildungsplänen und Schulbüchern zeigt auf, inwiefern das Thema derzeit in der Schullandschaft Baden-Württembergs verankert ist.
6. Diskussion: Die Ergebnisse werden kritisch diskutiert, wobei insbesondere der Bildungsauftrag der Schulen hervorgehoben wird, um Schülern eine fundierte Einordnung zu ermöglichen.
7. Unterrichtskonzept: Weizenunverträglichkeiten: Vorstellung eines ausgearbeiteten, neun Unterrichtsstunden umfassenden Moduls für den AES-Unterricht, das sowohl Fachwissen als auch Medienkompetenz vermittelt.
8. Schlussbetrachtung: Dieses Kapitel reflektiert den gesamten Forschungsprozess der Bachelorarbeit und gibt einen Ausblick auf die Bedeutung der thematischen Aufklärung.
Weizenunverträglichkeiten, Gluten, Zöliakie, NCWS, Weizenallergie, FODMAPs, Amylase-Trypsin-Inhibitoren, AES-Unterricht, Fachdidaktik Ernährung, Gesundheitsaufklärung, Verbraucherbildung, Medienkompetenz, Schulthemen, Sekundarstufe I, Fehlernährung.
Die Arbeit untersucht, wie das komplexe medizinische Thema „Weizenunverträglichkeiten“ didaktisch für den Unterricht in der Sekundarstufe I aufbereitet werden kann, um Schülern zur gesunden Ernährung und kritischen Medienkompetenz zu verhelfen.
Zentrale Felder sind die medizinischen Definitionen von Zöliakie, Weizenallergie und NCWS, die Analyse von Ernährungstrends und deren medialer Verbreitung sowie die schulische Implementierung dieser Inhalte im Unterrichtsfach AES.
Die Arbeit fragt danach, inwiefern Weizenunverträglichkeit ein Unterrichtsthema der Sekundarstufe I ist und warum es aufgrund der zunehmenden Relevanz und verbreiteter Fehlinformationen sein sollte.
Es wurde eine Kombination aus systematischer Literaturauswertung, quantitativer Analyse von PubMed-Publikationen sowie eine qualitative Inhaltsanalyse von Bildungsplänen und Schulbüchern durchgeführt, ergänzt durch Experteninterviews.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu Unverträglichkeiten, eine Analyse der gesellschaftlichen Relevanz (Medienpräsenz, Konsumverhalten) und eine Untersuchung der aktuellen schulinternen Bildungsangebote.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Weizenunverträglichkeit, Gluten, AES-Unterricht, Medienkompetenz, NCWS, Zöliakie und Ernährungsbildung definiert.
Schüler in diesem Alter beginnen vermehrt, ihr Essverhalten eigenständig zu hinterfragen; eine fehlende Aufklärung kann hier zu Fehlernährungen oder Essstörungen durch unkontrolliertes Meiden ganzer Lebensmittelgruppen führen.
Das Konzept wurde basierend auf Erkenntnissen zur fachlichen Komplexität erstellt und integriert handlungsorientierte Lernformen wie einen „Ärztekongress“ und eine eigene Schulumfrage, um die Schüler als „kleine Forscher“ aktiv einzubeziehen.
Da viele Fehlinformationen über soziale Medien verbreitet werden, zielt die Arbeit darauf ab, Schülern Werkzeuge an die Hand zu geben, um Informationsquellen kritisch zu prüfen und zwischen wissenschaftlichen Fakten und unbegründeten Ernährungs-Hypes zu unterscheiden.
Die Autorin plädiert stark dafür, das Thema als festen Bestandteil im AES-Unterricht zu etablieren, um Schülern einen verantwortungsvollen Umgang mit der eigenen Gesundheit in einer zunehmend komplexen Informationsumgebung zu ermöglichen.
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