Bachelorarbeit, 2012
52 Seiten, Note: 2,3
1. EINLEITUNG
2. DER GEBRAUCH VON ZEICHEN IM POSTDRAMATISCHEN THEATER IN BEZUG AUF IHRE ÄSTHETISCHE ERFAHRUNG DURCH DEN REZIPIENTEN
Parataxis/ Non-Hierarchie
Simultaneität
Spiel mit der Dichte der Zeichen
Musikalisierung
Szenographie, visuelle Dramaturgie
Wärme und Kälte
Körperlichkeit
Konkretes Theater
Einbruch des Realen
Ereignis/Situation
3. KILL YOUR DARLINGS! ALS WEITERENTWICKLUNG IN DER ÄSTHETIK VON RENÉ POLLESCHS THEATERARBEITEN DURCH DIE VERWENDUNG ANDERER MITTEL UND FORMEN DES POSTDRAMATISCHEN THEATERS IM VERGLEICH ZU ÄLTEREN ARBEITEN
Szenischer Essay
Kinematographisches Theater
Cool Fun
Theater-Soli, Monologien
Chortheater
Fazit
4. KILL YOUR DARLINGS! IM SPANNUNGSFELD ZWISCHEN „DAS WAR NICHT FÜR EUCH. SONDERN FÜR UNS.“ UND DER NEGATION DER VIERTEN WAND
„DAS WAR NICHT FÜR EUCH. SONDERN FÜR UNS“ DER URSPRUNGSGEDANKE DES THEATERS OHNE PUBLIKUM BEI BRECHT
DIE RAMPE IST KEINE GRENZE. THEATER OHNE VIERTE WAND
DER EINFLUSS DER BRECHTSCHEN LEHRSTÜCKTHEORIE AUF DIE THEATERÄSTHETIK POLLESCHS IN KILL YOUR DARLINGS!
5. SCHLUSSBETRACHTUNG
6. QUELLEN UND VERWENDETE LITERATUR
Die Arbeit untersucht, inwiefern die Inszenierung „Kill your Darlings! Streets of Berladelphia“ von René Pollesch eine ästhetische Weiterentwicklung im Vergleich zu seinem bisherigen Werk darstellt. Dabei steht die Frage im Zentrum, wie durch den gezielten Einsatz von Monologien und Bewegungschören die Kommunikation zwischen Bühne und Zuschauer – im Sinne des postdramatischen Theaters – radikalisiert und die vierte Wand negiert wird.
Die Rampe ist keine Grenze. Theater ohne vierte Wand
Um über das Theater von René Pollesch unter dem Aspekt der Selbstbezüglichkeit zu sprechen, ist es notwendig sich damit auseinanderzusetzen, wie er im Umgang mit der vierten Wand verfährt. Im vorherigen Kapitel erläuterte ich, welche Entwicklung Brechts Idee vom Theater ohne Publikum mit der Zeit nahm. Pollesch arbeitet sich an dieser Theorie ab, seit ihn sein Professor Andrzej Wirth während seines Studiums am Institut für angewandte Theaterwissenschaften in Gießen damit konfrontierte. Er gibt an, dass seine Auseinandersetzung mit Brecht stark auf dessen Theater ohne Publikum basiere. Das ist, ohne Zweifel, eine radikale Idee. Denn was ist ein Theater, ohne die leibliche Kopräsenz, nicht nur der Bühnendarsteller, sondern natürlich auch des Publikums? Die Gleichzeitigkeit von Akteuren und Zuschauern in einem Raum scheint nach wie vor der kleinste gemeinsame Nenner bei der Definition dessen, was Theater ausmacht, zu sein.
1. EINLEITUNG: Die Einleitung umreißt den Forschungsgegenstand des postdramatischen Theaters und führt in das Thema der Bachelorarbeit ein, welche die Besonderheiten von René Polleschs „Kill your Darlings!“ untersucht.
2. DER GEBRAUCH VON ZEICHEN IM POSTDRAMATISCHEN THEATER IN BEZUG AUF IHRE ÄSTHETISCHE ERFAHRUNG DURCH DEN REZIPIENTEN: Dieses Kapitel erläutert theoretische Grundlagen der Postdramatik, insbesondere die Enthierarchisierung von Theatermitteln und die veränderte Wahrnehmung des Zuschauers durch selbstreferentielle Zeichen.
3. KILL YOUR DARLINGS! ALS WEITERENTWICKLUNG IN DER ÄSTHETIK VON RENÉ POLLESCHS THEATERARBEITEN DURCH DIE VERWENDUNG ANDERER MITTEL UND FORMEN DES POSTDRAMATISCHEN THEATERS IM VERGLEICH ZU ÄLTEREN ARBEITEN: Hier werden spezifische Stilmittel Polleschs, wie der szenische Essay, Kinematographisches Theater und der Einsatz von Chören, auf ihre Entwicklung hin untersucht.
4. KILL YOUR DARLINGS! IM SPANNUNGSFELD ZWISCHEN „DAS WAR NICHT FÜR EUCH. SONDERN FÜR UNS.“ UND DER NEGATION DER VIERTEN WAND: Das Kapitel verknüpft die Inszenierung mit Brechts Lehrstücktheorie und analysiert die Aufhebung der vierten Wand zugunsten einer direkten Kommunikation mit dem Publikum.
5. SCHLUSSBETRACHTUNG: Die Abschlussbetrachtung resümiert, dass Pollesch durch den Verzicht auf klassische Fiktion und die Stärkung des direkten Kontakts zum Zuschauer das Theater als Ereignis im Hier und Jetzt etabliert.
6. QUELLEN UND VERWENDETE LITERATUR: Eine detaillierte Aufzählung aller verwendeten Monografien, Beiträge, Quellen und Medien.
Postdramatisches Theater, René Pollesch, Kill your Darlings, Vierte Wand, Brecht, Lehrstücktheorie, Selbstreferentialität, Theaterzeichen, Schauspielerkörper, Kommunikation, Chortheater, Monolog, Theaterästhetik, Rezipienten, Aufführungspraxis
Die Arbeit analysiert die Inszenierung „Kill your Darlings! Streets of Berladelphia“ von René Pollesch als ein herausragendes Beispiel des postdramatischen Theaters und untersucht dabei speziell den Aspekt der Selbstbezüglichkeit.
Im Mittelpunkt stehen der Gebrauch von Theaterzeichen, die Weiterentwicklung der Ästhetik Polleschs durch neue Spielformen wie Monologe und Chortheater sowie die kritische Reflexion des Brechtschen „Theaters ohne Publikum“.
Ziel ist es, herauszuarbeiten, wie Pollesch durch den Verzicht auf konventionelle dramatische Strukturen die Kommunikation mit dem Publikum verändert und welche theoretischen Hintergründe (insbesondere Brecht) diese Praxis prägen.
Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Analyse von Theater-Theorien, vor allem basierend auf Hans-Thies Lehmanns Konzepten, im Abgleich mit eigenen Seherfahrungen der Autorin und dem Vergleich mit älteren Inszenierungen Polleschs.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung postdramatischer Zeichen, die Analyse spezifischer künstlerischer Mittel wie dem „szenischen Essay“ oder „Cool Fun“ und die theoretische Herleitung der Negation der vierten Wand.
Die zentralen Schlagworte umfassen Postdramatisches Theater, Selbstbezüglichkeit, Vierte Wand, Brechtsches Lehrstück, Kommunikation und Theaterzeichen.
Pollesch nutzt den abstrakten Begriff des Netzwerks im Stück als Symbol für eine Figur, um eine direkte, wenn auch paradoxe Kommunikation zwischen dem Solisten Fabian Hinrichs und dem Chor zu ermöglichen.
Das Konzept verdeutlicht, dass Polleschs Theater die Trennung zwischen Spielraum und Zuschauerraum zugunsten einer gemeinsamen, leiblichen Kopräsenz aufhebt, wodurch das Publikum direkt zum Mitgestalter der Situation wird.
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