Diplomarbeit, 2007
108 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Das theoretische Grundkonzept
2.1 Die Branche
2.2 Die Wertschöpfungskette
2.3 Das Geschäftsmodell
2.4 Die Werttreiber in der Branchenbilanz
2.5 Die Kennzahlenanalyse
2.5.1 Die Analyse der Finanzierungsstruktur
2.5.2 Die Analyse der Vermögensstruktur
2.5.3 Skalierung
2.6 Die Bilanzpolitik
3. Branche D – Chemicals
3.1 Die Branche
3.2 Die Wertschöpfungskette
3.3 Das Geschäftsmodell
3.4 Die Werttreiber in der Branchenbilanz
3.5 Die Kennzahlenanalyse
3.6 Die Bilanzpolitik
3.7 Zusammenfassung der Branchenergebnisse
4. Branche G – Real Estate
4.1 Die Branche
4.2 Die Wertschöpfungskette
4.3 Das Geschäftsmodell
4.4 Die Werttreiber in der Branchenbilanz
4.5 Die Kennzahlenanalyse
4.6 Die Bilanzpolitik
4.7 Zusammenfassung der Branchenergebnisse
5. Branche K – Media
5.1 Die Branche
5.2 Die Wertschöpfungskette
5.3 Das Geschäftsmodell
5.4 Die Werttreiber in der Branchenbilanz
5.5 Die Kennzahlenanalyse
5.6 Die Bilanzpolitik
5.7 Zusammenfassung der Branchenergebnisse
6. Branche M – Retail
6.1 Die Branche
6.2 Die Wertschöpfungskette
6.3 Das Geschäftsmodell
6.4 Die Werttreiber in der Branchenbilanz
6.5 Die Kennzahlenanalyse
6.6 Die Bilanzpolitik
6.7 Zusammenfassung der Branchenergebnisse
7. Schlussbetrachtung
7.1 Zusammenfassung
7.2 Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob anhand von empirischen Daten börsennotierter IFRS-Anwender branchenspezifische Geschäftsmodelle und Werttreiber identifiziert werden können. Ziel ist es, für ausgewählte Branchen ein einheitliches Grundkonzept zur Bilanzanalyse anzuwenden, um das Bilanzierungsverhalten und die ökonomischen Treiber transparent zu machen.
2.4 Die Werttreiber in der Branchenbilanz
Jede Branche ist durch ihre eigenen individuellen Werttreiber gekennzeichnet. Dabei handelt es sich allgemein um Faktoren, die einen Einfluss auf den Unternehmenswert haben. Diese Werttreiber können verschiedener Natur sein, d.h. sie können in den verschiedensten betrieblichen Bereichen entlang der Wertschöpfungskette liegen und demzufolge auch unterschiedliche Ursachen haben.
Im Rahmen dieser Arbeit soll nur auf solche Werttreiber eingegangen werden, deren Ursachen in der Vermögens-, Finanz- und Liquiditätslage liegen und die anhand der Daten der Jahresabschlüsse erhoben werden können. Um diese Werttreiber darstellen zu können, wird in diesem Abschnitt der Branchenanalyse in Anlehnung an Boulton, Libert und Samek und das von ihnen entwickelte „Value Imaging“ eine Branchenbilanz erstellt. Diese Bilanz wird aus den Konzernbilanzen der Unternehmen, die in die Untersuchung der jeweiligen Branche einbezogen wurden, und den daraus ermittelten Branchendurchschnittswerten aufgestellt. Zudem wird das Verhältnis der Branchendurchschnittswerte des buchhalterischen Eigenkapitals und der Marktkapitalisierung zum Stichtag dargestellt. In diesem Zusammenhang wird die Marktkapitalisierung als Produkt aus der Aktienanzahl und dem jeweiligen Preis der Aktie zum Stichtag definiert. Dieser Vergleich soll einen Überblick über die Bewertung des Eigenkapitals zu Marktwerten ermöglichen. Darüber hinaus wird durch die Verschiebung der „Mittelachse“ in Richtung Aktiva oder Passiva, die Abhängigkeit der Branche von der jeweiligen Bilanzseite dargestellt. Eine Verschiebung der „Mittelachse“ in Richtung Aktiva wird im Folgenden als eine kapitalinduzierte Erfolgsstruktur definiert. Das Pendant, also die Verschiebung in Richtung Passiva, wird entsprechend als vermögensinduzierte Erfolgsstruktur definiert. Als Anhaltspunkt für die Verschiebung der „Mittelachse“ soll der Leverage-Faktor dienen.
1. Einleitung: Darstellung der Verpflichtung zur IFRS-Rechnungslegung und Erläuterung des Kooperationsprojekts zur typologischen Bilanzanalyse als Grundlage der Arbeit.
2. Das theoretische Grundkonzept: Einführung eines sechs-stufigen Modells zur Analyse von Branchen, das Geschäftsmodelle, Werttreiber und Bilanzierungswahlrechte einheitlich untersucht.
3. Branche D – Chemicals: Untersuchung der kapital- und wissensintensiven chemischen Industrie mit Fokus auf die Bedeutung der Sachanlagen und der Spezialisierung der Unternehmen.
4. Branche G – Real Estate: Analyse der Immobilienwirtschaft unter Berücksichtigung der Standortgebundenheit und der dominierenden Rolle der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien.
5. Branche K – Media: Betrachtung der Medienbranche mit Fokus auf immaterielle Vermögenswerte und der Herausforderung der Heterogenität der Produkte bei der Distribution.
6. Branche M – Retail: Analyse des Handelssektors, der sich durch eine starke Spezialisierung und die maßgebliche Rolle der Vorräte innerhalb der Vermögensstruktur auszeichnet.
7. Schlussbetrachtung: Synthese der Ergebnisse zur Identifizierbarkeit branchenspezifischer Geschäftsmodelle und Ausblick auf die praktische Relevanz für Benchmarking und Kreditvergabe.
IFRS, Bilanzanalyse, Geschäftsmodell, Werttreiber, Wertschöpfungskette, Branchenbilanz, Finanzierungsstruktur, Vermögensstruktur, Leverage-Faktor, IFRS-Wahlrechte, Kennzahlenanalyse, Eigenkapitalquote, Marktkapitalisierungsmehrwert, Branchenvergleich, Bilanzpolitik.
Die Diplomarbeit identifiziert und analysiert branchenspezifische Werttreiber und Geschäftsmodelle für vier ausgewählte Branchen unter Anwendung internationaler Rechnungslegungsvorschriften (IFRS).
Die Analyse konzentriert sich auf die Wertschöpfungsstufen, das jeweilige Geschäftsmodell, die Kennzahlen zur Finanz- und Vermögenslage sowie die Ausübung von Bilanzierungswahlrechten.
Das Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, ob auf Basis empirischer Daten aus Konzernabschlüssen branchenrelevante Muster in den Geschäftsmodellen und bei den Werttreibern erkennbar sind.
Die Autorin verwendet ein selbst entwickeltes, sechsstufiges Analysekonzept ("Value Imaging"), um Konzernbilanzen und Marktkapitalisierungen branchenübergreifend vergleichbar zu machen.
Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Untersuchung der Branchen Chemicals, Real Estate, Media und Retail, wobei jede Branche nach einheitlichen Kriterien bewertet wird.
Zentrale Begriffe sind IFRS-Branchenanalyse, Wertschöpfungskette, Branchenbilanz und die kapital- bzw. vermögensinduzierte Erfolgsstruktur.
Die Immobilienbranche nutzt intensiv das Wahlrecht zur Bewertung von Investment Properties, wobei zwischen Anschaffungskostenmodell und Fair-Value-Bewertung gewählt wird, was signifikante Auswirkungen auf die Bilanz hat.
Die Medienbranche nutzt teils US-GAAP-orientierte Methoden wie die "individual-film-forecast-computation method", die aufgrund schneller Abschreibungen von Filmvermögen die Ertragslage massiv beeinflussen.
Im Handel dominieren kurzfristige Vermögenswerte, insbesondere die Vorräte, was eine vermögensinduzierte Erfolgsstruktur und eine im Vergleich zu anderen Branchen geringere Rolle der Sachanlagen bedingt.
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