Bachelorarbeit, 2022
59 Seiten, Note: 1,7
1. Rechtliche Regelungen
1.1 Rechtslage
1.2 Kostenübernahme
2. Vor der (Spät-) Abtreibung
2.1 Gründe
2.2 Pränataldiagnostik
2.3 nicht invasive Methoden
2.3.1. Ultraschall-Untersuchungen
2.3.2. Bluttests
2.4 invasive Methoden
2.4.1 Chorionzottenbiopsie
2.4.2 Amniozentese
2.4.3 Chordozentese
3. Ablauf
3.1 Medizinische Indikation
3.2 Kriminologische Indikation
3.3 Beratungsregelung
3.4 Methoden eines Schwangerschaftsabbruches bis zur 12. SSW
3.5 Methoden eines Spätabbruches ab der 12. SSW
4. Nach der Abtreibung
4.1 Risiken und physische Folgen
4.2 Risiken und psychische Folgen
5. Ethische und moralische Aspekte
5.1 Menschenwürde
5.2 Gesetzesgrundlagen
5.3 Christliche Sichtweise
5.4 Die Geschichte des blinden Bartimäus
6. Soziales Ansehen behinderter Menschen
6.1 Behinderung
6.2 Disability Studies
6.2.1 Recht als Spiegel der Realität
6.2.2 Disability Studies und Pränataldiagnostik
6.3 Soziale Rolle und Behinderung
6.4 Natalie Dedreux - ,,Wir wollen nicht aussortiert werden”
6.5 Tim lebt! Das Oldenburger Baby
7. Alternativen und Möglichkeiten
7.1 Adoption
7.2 Pflegschaft als temporäre Entlastung
7.3 Anonyme Geburt
7.4 Unterstützung wahrnehmen
7.5 Palliative Geburt
8. Was kann die Pädagogik konkret tun
8.1 Aufklärungsangebote
8.2 Beratungsangebote
8.3 Begleitungsangebote
8.3.1 Anspruch der Pädagogik
8.3.2 MarteMeo
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen von Spätabtreibungen auf das soziale Ansehen von Menschen mit Behinderung. Das zentrale Ziel ist es, die ethischen Implikationen dieser Praxis zu analysieren, gesellschaftliche Mechanismen der Diskriminierung aufzudecken und pädagogische Unterstützungsansätze für betroffene Eltern zu erarbeiten.
6.2 Disability Studies
Am Anfang der Disability Studies stand die Erfahrung behindert zu werden (vgl. Dederich, 2010, S.170). Die Disability Studies resultierten aus der in den späten 1960er- und 1970er Jahren entstandenen Behindertenbewegung. Sie repräsentieren eine ,,emanzipatorisch orientierte politische und soziale Bewegung, die sich für die Rechte und gesellschaftliche Anerkennung behinderter Menschen sowie den Aufbau konkreter Unterstützungssysteme” (Dederich, 2010, S.170) einsetzt. Die Bezeichnung ,,Disability Studies” stand und steht für eine reflexive, kritische Perspektive und Auseinandersetzung des hochkomplexen und vieldimensionalen Phänomens ,,Behinderung” (vgl. Dederich, 2010, S.171 und Waldschmidt, 2009, S.125).
Behinderung soll in scharfer Abgrenzung von interventionsorientierten Diszipilinen wie der Medizin, der Sonderpädagogik oder der Psychologie, aus sozial- und kulturwissenschaftlicher Perspektive genauer untersucht werden (vgl. Dederich, 2010, S.171). Ausgangslage der internationalen Forschungsrichtung ist es also einen grundlagentheoretischen Blickwinkel auf Behinderung zu erlangen. Es gilt den historischen, gesellschaftlichen und kulturellen Konstruktionscharakter von Kontextualisierung und Problematisierung der Behinderung aufzuschlüsseln (vgl. ebd.). Entsprechend interdisziplinär ist der wissenschaftliche Ansatz. Ausgrenzungs- und Diskriminierungsmechanismen, die behinderte Menschen als Randgruppe entstehen lassen, sollen aufgedeckt und erkundet werden (vgl. Waldschmidt, 2009, S. 126).
1. Rechtliche Regelungen: Gibt einen Überblick über die strafrechtlichen Rahmenbedingungen und die Kostenübernahme bei Schwangerschaftsabbrüchen.
2. Vor der (Spät-) Abtreibung: Beleuchtet Gründe für Abtreibungen sowie die methodischen Möglichkeiten der Pränataldiagnostik im Vorfeld.
3. Ablauf: Beschreibt die verschiedenen Indikationsarten und die medizinischen Verfahren der Schwangerschaftsabbrüche in unterschiedlichen Stadien.
4. Nach der Abtreibung: Analysiert die physischen und psychischen Folgen, die nach einem Schwangerschaftsabbruch auftreten können.
5. Ethische und moralische Aspekte: Diskutiert die Menschenwürde, Gesetzesgrundlagen und christliche Perspektiven im Kontext des Lebensrechts.
6. Soziales Ansehen behinderter Menschen: Untersucht Begriffsdefinitionen von Behinderung, das Modell der Disability Studies sowie soziale Rollenkonzepte.
7. Alternativen und Möglichkeiten: Stellt Unterstützungs- und Handlungsalternativen zur Abtreibung vor, wie Adoption oder Palliative Geburt.
8. Was kann die Pädagogik konkret tun: Zeigt auf, wie pädagogische Beratung und Begleitung Eltern bei der Entscheidung für ein Leben mit einem beeinträchtigten Kind unterstützen können.
Spätabtreibung, Behinderung, Pränataldiagnostik, Menschenwürde, Disability Studies, Inklusion, Ethik, Schwangerschaftsabbruch, Pädagogik, Lebensrecht, Diskriminierung, Soziales Ansehen, Beratungsregelung, Medizinische Indikation, Selektion.
Die Arbeit untersucht die moralischen und sozialen Auswirkungen von Spätabtreibungen bei Kindern mit Behinderung, insbesondere wie diese Praxis das gesellschaftliche Ansehen behinderter Menschen beeinflusst.
Die Arbeit verknüpft rechtliche Rahmenbedingungen mit ethischen Diskursen, medizinischer Pränataldiagnostik und soziologischen Theorien zu Behinderung und sozialer Rolle.
Es wird analysiert, wie sich die Möglichkeit der Spätabtreibung auf das soziale Ansehen behinderter Menschen auswirkt und welche Alternativen die Pädagogik zur Unterstützung betroffener Frauen und Eltern bieten kann.
Die Arbeit führt eine literaturbasierte Analyse durch, die rechtliche, ethische, soziologische und pädagogische Fachkonzepte zusammenführt und kritisch reflektiert.
Nach einer rechtlichen und medizinischen Einleitung werden ethische Aspekte, Diskurse aus den Disability Studies und ein konkreter Katalog an pädagogischen Beratungs- und Begleitungsangeboten erarbeitet.
Zentrale Begriffe sind Spätabtreibung, Disability Studies, Pränataldiagnostik, Menschenwürde, Inklusion und Lebensrecht.
Sie dienen als theoretisches Korrektiv zum medizinischen Defizitmodell, indem sie Behinderung nicht als individuelles Problem, sondern als gesellschaftlich konstruiertes Phänomen begreifen.
Sie ist ein alternatives Konzept für den Fall, dass ein Kind nicht lebensfähig ist; dabei wird das Kind nicht abgetrieben, sondern nach der Geburt palliativ versorgt und die Eltern psychologisch begleitet.
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