Magisterarbeit, 2008
201 Seiten, Note: Gut
1. Einführung
1.1 Problemstellung
1.2 Forschungsfragen und Hypothesen
1.3 Methode
2. Die Tageszeitung
2.1 Einleitung, Geschichte und Definition
2.2 Abgrenzung zu anderen Printmedien
2.2.1 Anzeigenblatt und Gratiszeitung
2.2.2 Zeitschrift
2.3 Funktionen und Eigenschaften der Tageszeitung
2.3.1 Die Zeitung als Informationsträger
2.3.2 Die Zeitung als Werbeträger
2.4 Leser, Mediennutzung und Auswirkungen auf die Gestaltung von Tageszeitungen
2.5 Finanzierung, Preispolitik und Marketing von Tageszeitungen
2.6 Qualitätszeitung oder Boulevardzeitung?
2.7 Vertrieb
2.7.1 Verschiedene Absatzformen für Zeitungen
2.7.2 Die Qualität der Vertriebssysteme und Zeitungsdichte
2.8 Rechtliche Rahmenbedingungen bei Tageszeitungen
2.8.1 Meinungsfreiheit
2.8.2 Informationsfreiheit
2.8.3 Der Presserat und der Ehrenkodex der österreichischen Presse
2.8.4 Mediengesetz und Offenlegung, Impressum und Kennzeichnung
3. Zeitungsmarkt
3.1 Medienprodukte
3.1.1 Medienprodukte als ökonomische Güter
3.1.2 Zur Marktfähigkeit von Medienprodukten
3.1.2.1 Marktfähigkeit am Rezipientenmarkt
3.1.2.2 Marktfähigkeit am Werbemarkt
3.1.3 Qualität von Medienprodukten
3.1.4 Zeitelastizität von Medienprodukten
3.1.5 Kostenstruktur von Medienprodukten
3.2 Medienmarkt und Zeitungen
3.2.1 Versunkene Kosten
3.2.2 Economies of Scale und Economies of Scope
3.2.3 Marktstruktur
3.2.3.1 Anzahl und Größe von Anbietern und Nachfragern
3.2.3.2 Elastizität von Angebot und Nachfrage
3.2.3.3 Höhe der Markteintrittsschranken
3.2.3.4 Marktphase
3.2.3.5 Bedeutung im Zeitungsbereich
3.3 Marktverhalten
3.3.1 Wettbewerbsstrategien
3.3.1.1 Marktorientierter Ansatz
3.3.1.2 Ressourcenorientierter Ansatz
3.3.2 Ökonomischer Wettbewerb und Vielfalt
3.4 Marktergebnis
3.4.1 Produktive und allokative Effizienz
4. Tageszeitungsmarkt vor dem Start von ÖSTERREICH
4.1 Einführung
4.1.1 Geschichte
4.2 Aufbau und Struktur des österreichischen Tageszeitungsmarktes
4.2.1 Datenmaterial
4.2.1.1 ÖAK
4.2.1.2 Media-Analyse
4.2.1.3 M.A.K. NEU
4.2.1.4 Focus Research
4.2.1.5 Internet
4.2.2 Tageszeitungen in Österreich vor dem Start von ÖSTERREICH
4.2.3 Grunddaten zum österreichischen Tageszeitungsmarkt vor dem Start von ÖSTERREICH
4.2.3.1 Lesermarkt
4.2.3.2 Werbemarkt
4.2.4 Wettbewerbsrechtliche Aspekte
4.2.4.1 Presseförderung
4.2.4.2 Regulierung, Kartellrecht, Wettbewerbsrecht und die Rolle der Medienpolitik in Österreich
5. Der Markteintritt
5.1 Vor dem Start
5.1.1 Motivation und Geschichte
5.1.2 Letzte Vorbereitungen: Anheuern, ausbilden, austesten und taufen
5.1.2.1 Namensgebung
5.1.2.2 Personalpolitik
5.1.2.3 Testläufe mit WM-Live und erste Layouts werden bekannt
5.1.3 Das Unternehmen: Zahlen, Daten, Fakten
5.1.3.1 Finanzierung
5.1.3.2 Organisation
5.1.3.3 Redaktion
5.1.3.4 Druck und Papier
5.1.3.5 Vertrieb
5.2 Das Produkt: Aufbau, Positionierung und Umsetzung
5.2.1 Die erste Ausgabe
5.2.2 Konzept
5.2.2.1 Vorbilder
5.2.2.2 Aufbau, Layout und technische Umsetzung
5.2.3 Zielgruppe
5.2.3.1 Altersstruktur
5.2.3.2 Schicht, Einkommen und Bildung
5.2.3.3 Geschlecht
5.2.4 Hauptkonkurrenten am Leser- und Anzeigenmarkt
5.2.5 Journalistisch-redaktionelle Aspekte
5.2.5.1 Blattlinie von ÖSTERREICH unter besonderer Berücksichtigung der Konkurrenz zur „Kronen Zeitung“
5.3 Ökonomische Aspekte des Markteintritts
5.3.1 Marketing
5.3.1.1 Anzeigenmarketing
5.3.1.2 Lesermarketing
5.3.1.3 Preispolitik und Marketingauflage
5.3.1.4 Eigenwerbung und Produktzugaben
5.3.1.5 Kritik am Marketing
5.3.2 Abwehrmaßnahmen der Mitbewerber
5.3.2.1 Marketing
5.3.2.2 Anzeigenmarketing
5.3.2.3 Auswirkungen auf redaktioneller/journalistischer Ebene
5.3.2.4 Reaktionen der Mitbewerber im Kampf um politischen, institutionellen, publizistischen und wirtschaftlichen Einfluss
5.3.3 Rechtliche Auseinandersetzungen
5.3.3.1 Die Auseinandersetzung um die ÖAK
5.3.3.2 Weitere rechtliche Auseinandersetzungen
5.3.4 Bewertung des Markteintritts
5.3.4.1 Markteintrittsbarrieren am österreichischen Tageszeitungsmarkt
5.3.4.2 Probleme beim Markteintritt der Tageszeitung ÖSTERREICH
5.3.4.3 Was gut funktioniert hat beim Markteintritt der Tageszeitung ÖSTERREICH
5.3.5 Auswirkungen auf den Lesermarkt und Anzeigenmarkt
6. Fazit und Beantwortung der Forschungsfragen
6.1 Ausblick
Die Arbeit untersucht den Markteintritt der Tageszeitung ÖSTERREICH im Jahr 2006. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse der Wettbewerbssituation, der Überwindung von Markteintrittsbarrieren sowie der Reaktion etablierter Konkurrenten auf den neuen Marktteilnehmer.
5.1.1 Motivation und Geschichte
Eine Summe im zweistelligen Millionen Bereich, mehrere Hundert Mitarbeiter und eine ausgeklügelte Logistik sind notwendig, um eine Tageszeitung in die Welt setzen zu können. Und wenn man sich von der Konkurrenz auch in puncto technischer Qualität abheben möchte, ist dazu noch eine neue Druckmaschine notwendig. Viel Geld, das, wenn überhaupt, erst in Jahren wieder erwirtschaftet sein wird. Ein hohes finanzielles Risiko also, dessen sich ÖSTERREICH-Gründer Wolfgang Fellner ausgesetzt hat. Die Gründe dafür sowie die Debatten rund um das Zeitungsprojekt, stets eng verknüpft mit der Biografie des Herausgebers, sowie eine darin enthaltene kurze Vorgeschichte des Blattes sollen in diesem Kapitel überblicksartig dargestellt werden. Die Bedeutung dieses Projektes spiegelte sich in der umfangreichen Berichterstattung im Vorfeld wider. Zwar gab es immer wieder Aufsehen erregende Mediengründungen, darunter die beiden Neugründungen von Kurt Falk, die „Ganze Woche“ und die Boulevardzeitung „Täglich Alles“, die von 1992 bis 2000 der „Kronen Zeitung“ Konkurrenz machte. Doch der Wirbel um den Start von ÖSTERREICH dürfte diese Neugründungen doch in den Schatten stellen. Seit etwa 2003 verfolgten Österreichs Medien die Vorbereitungen zum „Fellner-Blatt“, wie das vorerst namenlose Projekt genannt wurde. Und gerade die Namensgebung sorgte für wilde Spekulationen. Dazu kam auch eine gewisse Vorverurteilung des Projektes, bevor auch nur eine Seite der Zeitung gedruckt wurde. Um diese Zeitung zu verstehen, mit ihren Konflikten, die sie auslöste, der Unruhe, die sie in den Markt brachte, halte ich es deshalb für notwendig, sich mit der Motivation Wolfgang Fellners auseinanderzusetzen. Warum gründete Wolfgang Fellner die Tageszeitung ÖSTERREICH?
1. Einführung: Darstellung der Problemstellung, Forschungsfragen und der methodischen Vorgehensweise (Interviews und Literaturanalyse).
2. Die Tageszeitung: Definition und Abgrenzung der Tageszeitung von anderen Printmedien sowie Untersuchung ihrer ökonomischen Funktionen.
3. Zeitungsmarkt: Analyse des Zeitungsmarktes anhand des Schemas Marktstruktur, Marktverhalten und Marktergebnis unter besonderer Berücksichtigung von Markteintrittsschranken.
4. Tageszeitungsmarkt vor dem Start von ÖSTERREICH: Historischer Rückblick und Analyse der Ausgangslage am österreichischen Zeitungsmarkt vor 2006.
5. Der Markteintritt: Detaillierte Untersuchung der Vorbereitungen, des Markteintritts von ÖSTERREICH, der Reaktionen der Konkurrenz und der ökonomischen Aspekte.
6. Fazit und Beantwortung der Forschungsfragen: Zusammenfassende Beantwortung der zentralen Fragen und Ausblick auf die zukünftige Entwicklung.
Österreich, ÖSTERREICH, Tageszeitung, Markteintritt, Mediaprint, Kronen Zeitung, Boulevardjournalismus, Medienökonomie, Wettbewerb, Marktstruktur, Marketing, Anzeigenmarkt, Zeitungsvertrieb, Medienkonzentration, Medienpolitik
Die Magisterarbeit analysiert den Markteintritt der Tageszeitung ÖSTERREICH im September 2006 und dessen Auswirkungen auf den österreichischen Zeitungsmarkt.
Die Themen umfassen die Medienökonomie, die Analyse von Markteintrittsbarrieren, die ökonomischen Besonderheiten des Medienprodukts Zeitung sowie die Rolle von Marketing und Preisstrategien.
Das Ziel ist es, nachzuvollziehen, warum und wie der Markteintritt von ÖSTERREICH realisiert wurde und welche Konsequenzen dies für die bestehende Konkurrenzlandschaft hatte.
Die Arbeit kombiniert eine theoretische Medienanalyse mit einer qualitativen empirischen Untersuchung, bestehend aus Experteninterviews mit Branchenvertretern sowie der Auswertung vorhandener Literatur und Daten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung des Zeitungsmarktes, eine Bestandsaufnahme des österreichischen Marktes vor 2006 und eine detaillierte Analyse der Markteintrittsstrategie von ÖSTERREICH.
Wichtige Begriffe sind Marktkonzentration, ökonomische Gütereigenschaften von Medien, Boulevardisierung und Wettbewerbsstrategien.
Der Start galt als Medienevent, das den jahrzehntelang durch die Mediaprint-Gruppe (Kronen Zeitung) dominierten österreichischen Zeitungsmarkt aufbrach und eine intensive Wettbewerbsdynamik auslöste.
Die etablierten Zeitungen reagierten mit Produktdifferenzierungen (Relaunches, neue Beilagen), verstärktem Marketing, politischem Druck und teils rechtlichen Auseinandersetzungen, um ihre Marktanteile zu verteidigen.
Marketing fungierte als massive Maschinerie; genutzt wurden großflächige Plakatkampagnen, aggressive Preisstrategien (50 Cent), Gewinnspiele und zahlreiche Produktzugaben, um in einem konzentrierten Markt aufzufallen.
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