Bachelorarbeit, 2020
107 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Gang der Arbeit
2 Merkmale junger Wachstumsunternehmen und Startups
2.1 Begriff und Bedeutung Startup
2.2 Trends und Entwicklungen im Bereich Startup
2.2.1 Deutschland
2.2.2 Weltweit
2.3 Einreihung in den Unternehmenslebenszyklus
2.3.1 Early Stage
2.3.2 Wachstumsphase
2.3.3 Later Stage
2.4 Einfluss strategischer Investoren
3 Bewertung von Startups
3.1 Grenzen und Probleme der Unternehmensbewertung bei Startups
3.2 Anwendbarkeit klassischer Bewertungspraktiken
4 Empirische Untersuchung
4.1 Methodik
4.2 Ergebnisdarstellung
5 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit qualitative Werttreiber bei der Unternehmensbewertung von Startups berücksichtigt werden müssen, um valide Ergebnisse zu erzielen, und analysiert, wie sich die Beteiligung strategischer Investoren auf den Unternehmenswert auswirkt.
3.1 Grenzen und Probleme der Unternehmensbewertung bei Startups
Laut einer Studie von Strebulaev und Gornall (2017) sind 48% aller Unicorns derzeit überbewertet. Dies führt zu der Fragestellung, wie derartige Bewertungen zustande kommen können und vom Markt akzeptiert werden. Klassische Bewertungsverfahren zielen vor allem auf Fundamentaldaten ab. Sie analysieren finanzielle Kennzahlen wie Umsatz, EBIT, EBITDA uvm. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse sind meist sehr genau und spiegeln exakt den Wert des Unternehmens wider. Die Grundproblematik bei der Bewertung junger Unternehmen stellt vor allem die kurze Unternehmenshistorie und die damit einhergehende mangelnde Datenbasis dar. Aufwands- und Ertragsgrößen können nur unzureichend eingeschätzt werden und die zentralen Werttreiber sind noch nicht zu erkennen. Startups sind generell von hohen Unsicherheiten geprägt, sodass einzelne Vergangenheitsdaten zwar einen Anhaltspunkt zum Verlauf der Geschäftstätigkeit geben, sicherlich jedoch keine Garantie darstellen können. Darüber hinaus werden Startups durch einen geringen Substanzwert, hohe immaterielle Vermögensgegenstände und ein hohes Wachstumspotential gekennzeichnet. Auch potentielle Werttreiber und Wachstumsraten können durch klassische Bewertungsverfahren nicht zureichend plausibilisiert werden. Somit ist eine klare Zukunftsprognose und Entwicklung der Cash Flows auch anhand reiner Fundamentaldaten nicht möglich.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Startup-Bewertung ein, beleuchtet das Phänomen der Überbewertungen an einem Beispiel und umreißt die zwei zentralen Forschungsfragen der Arbeit.
2 Merkmale junger Wachstumsunternehmen und Startups: Das Kapitel definiert den Begriff "Startup" in Abgrenzung zu klassischen Gründungen, analysiert Trends und ordnet Startups sowie deren Finanzierungsformen in den Unternehmenslebenszyklus ein.
3 Bewertung von Startups: Es werden die Grenzen klassischer Bewertungspraktiken bei Startups aufgezeigt und die Notwendigkeit sowie Einordnung qualitativer Faktoren in den Bewertungsprozess diskutiert.
4 Empirische Untersuchung: Dieser Teil beschreibt das Forschungsdesign mittels methodischer Triangulation, bestehend aus der Analyse eines Sekundärdatensatzes von sieben Unternehmen sowie der Auswertung von Experteninterviews.
5 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen, bestätigt die Hypothesen zum Einfluss von Managementteams, USPs und strategischen Investoren und gibt Handlungsempfehlungen für die Praxis.
Startup, Unternehmensbewertung, Venture Capital, Strategische Investoren, Werttreiber, Qualitatives Rating, Unternehmenslebenszyklus, Triangulation, Finanzierung, Unternehmenserfolg, Risikomanagement, Management-Qualifikation, Marktpotenzial, Businessplan, Exit-Strategie.
Die Thesis befasst sich mit der Herausforderung, den Wert von Startups korrekt zu bestimmen, da klassische Bewertungsverfahren bei diesen jungen Unternehmen aufgrund mangelnder Historie und hoher Unsicherheit oft an ihre Grenzen stoßen.
Die Arbeit fokussiert sich auf die Einordnung von Startups im Lebenszyklus, die Grenzen klassischer Finanzkennzahlen in der Bewertung sowie den spezifischen Einfluss strategischer Investoren auf das Wachstum und den Wert eines Startups.
Das Hauptziel ist es zu klären, inwiefern qualitative Werttreiber in die Bewertung einbezogen werden müssen und wie sich die Beteiligung strategischer Investoren auf den wahrgenommenen Unternehmenswert auswirkt.
Der Autor nutzt einen Methodenmix (Triangulation), der eine quantitative Sekundärdatenanalyse von sieben börsennotierten Ex-Startups mit qualitativen Experteninterviews kombiniert, um Hypothesen zu überprüfen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Abschnitte über Bewertungsmethoden (DCF, VC-Methode, etc.) sowie die empirische Analyse, bei der unter anderem KPIs wie die Qualität des Managements und der USP untersucht werden.
Zentrale Begriffe sind Startup, Unternehmensbewertung, Venture Capital, Strategische Investoren, qualitative Werttreiber, Unternehmenserfolg und finanzielle sowie strategische Einflussfaktoren.
Startups weisen häufig noch negative Ergebnisse auf, haben keine lange Historie und ihre Geschäftsmodelle sind oft disruptiv, wodurch traditionelle fundamentalanalytische Methoden nicht verlässlich auf die Zukunft schließen lassen.
Strategische Investoren bieten neben Kapital oft einen erheblichen Mehrwert durch Netzwerke, fachliches Know-how, Unterstützung bei der strategischen Planung und eine positive Signalwirkung (Reputation), die den Unternehmenswert steigern kann.
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