Masterarbeit, 2022
85 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1. Einführung in die Thematik
1.2. Zielsetzung und Forschungsfragen
1.3. Aufbau der Arbeit und methodisches Vorgehen
2. Begriffliche Grundlagen
2.1. Case Management im Krankenhaus
2.2. Zusammenarbeit in interdisziplinären Arbeitsteams
2.3. Beziehung zwischen Teamleistung, Motivation und Entlohnung
2.4. Prämien für interdisziplinäre Teams
2.5. Zusammenfassung
3. Vorgehen und Methodik
3.1. Suchstrategie und Auswahlkriterien
3.2. Prozess der Literaturauswahl und Datenerhebung
3.3. Analyse und Synthese der Ergebnisse
3.4. Beurteilung der Literaturqualität
4. Ergebnisse des systematischen Reviews
4.1. Ergebnisse zur ersten Forschungsfrage
4.2. Ergebnisse zur zweiten Forschungsfrage
4.3. Zusammenfassung der Ergebnisse
5. Beantwortung der Fragestellung und Diskussion
5.1. Interdisziplinäre Teamprämie als ein Instrument zur Verbesserung des Case Managements im Krankenhaus
5.2. Stärken und Limitationen
5.3. Schlussfolgerungen
6. Ausblick
Ziel dieser Masterarbeit ist die Untersuchung, wie eine interdisziplinäre Teamprämie im Case Management gestaltet sein muss, um als effektives Instrument zur Verbesserung der Patientenversorgung im Krankenhaus zu dienen. Hierbei werden sowohl Einflussfaktoren auf die Teamleistung als auch spezifische Gestaltungselemente von Prämienmodellen analysiert.
2.1. Case Management im Krankenhaus
Professionelles Case Management in Krankenhäusern hat seine Wurzeln in den USA und in Großbritannien. In den 1980er Jahren war Karen Zander eine der Pionierinnen des Case Managements. Sie arbeitete im New England Medical Center in Boston/USA. Das zugrunde liegende Modell im New England Medical Center bezeichnet sich als Primary Nurse Case Management Model mit dem Ziel einer verbesserten Kosten- und Qualitätssteuerung und einer Reduzierung der Verweildauer der Patienten in den Krankenhäusern (Zander 2002). Case Management wurde monodisziplinär ausgeführt, indem ein von Pflegekräften ausgehender Ansatz verfolgt wurde. Im Mittelpunkt steht das Continuum of Care mit der Zielvorstellung einer kontinuierlichen und integrierten Gesundheits- und Sozialversorgung der Patienten (WHO 1978; Zander 2002; Ewers 2005b). Im weiteren Entwicklungsverlauf wurden Sozialarbeiter in das Case Management mit einbezogen (Ewers/Schaeffer 2005, S.12). In Deutschland begann das Case Management mit dem Unterstützungsmanagement der Sozialarbeit (Ewers/Schaeffer 2005). Da Case Management keiner einheitlichen Definition unterliegt, wird für diese Arbeit die Definition von Ewers und Schaeffer (2005, S. 8) genutzt: „Case Management ist eine auf den Einzelfall ausgerichtete diskrete, d. h. von unterschiedlichen Personen und in diversen Settings anwendbare Methode zur Realisierung von Patientenorientierung und Patientenpartizipation sowie Ergebnisorientierung in komplexen und hochgradig arbeitsteiligen Sozial- und Gesundheitssystemen.“ Diese Definition zeigt auf, dass sich Case Management nicht mehr ausschließlich auf den Krankenhaussektor bezieht, sondern sich von monodisziplinär zu interdisziplinär entwickelt hat. Es versteht sich als ein integratives Modell, in dem mehrere Berufe, wie z. B. Ärzte, Pflegekräfte und Sozialarbeiter, zusammenarbeiten (Daniels 2011).
1. Einleitung: Vorstellung der Thematik, der Zielsetzung sowie der Forschungsfragen und des methodischen Aufbaus dieser Arbeit.
2. Begriffliche Grundlagen: Erläuterung der theoretischen Basis, einschließlich Case Management, interdisziplinärer Teamarbeit sowie der Zusammenhänge von Leistung, Motivation und Vergütung.
3. Vorgehen und Methodik: Detaillierte Darstellung des systematischen Literaturreviews, inklusive Suchstrategie, Dokumentenauswahl und Qualitätsbewertung.
4. Ergebnisse des systematischen Reviews: Analyse und Aufbereitung der identifizierten Literatur zur Beantwortung der beiden Forschungsfragen.
5. Beantwortung der Fragestellung und Diskussion: Synthese der Ergebnisse, Reflexion der Stärken und Limitationen der Arbeit sowie Entwicklung von Schlussfolgerungen für die Praxis.
6. Ausblick: Zusammenfassung der Bedeutung des Case Managements und Herausforderungen für zukünftige Entwicklungen im Krankenhaussektor.
Case Management, Krankenhaus, interdisziplinäres Team, Teamprämie, Patientenversorgung, Leistung, Motivation, Vergütung, Unternehmenskultur, Continuum of Care, systematische Literaturanalyse, Anreizsystem, Arbeitszufriedenheit, interprofessionelle Zusammenarbeit.
Die Arbeit untersucht, ob und wie eine interdisziplinäre Teamprämie ein geeignetes Instrument sein kann, um die Arbeit im Case Management sowie die Patientenversorgung in Krankenhäusern zu verbessern.
Die zentralen Felder sind das Case Management in Krankenhäusern, die Funktionsweise interdisziplinärer Teams, Motivationstheorien sowie die Gestaltung leistungsorientierter Vergütungssysteme (Teamprämien).
Das Ziel ist aufzuzeigen, wie Teamprämien gestaltet sein müssen, um im interdisziplinären Case Management zielführend zu wirken, unterteilt in die Einflussmöglichkeiten auf das Case Management und die benötigten Elemente der Prämie.
Die Arbeit nutzt die Methode eines systematischen Literaturreviews (systematic review) nationaler und internationaler Publikationen zur Beantwortung der Forschungsfragen.
Im Hauptteil werden begriffliche Grundlagen gelegt, das systematische Vorgehen bei der Literaturrecherche erläutert und die aus der Literatur gewonnenen Ergebnisse hinsichtlich der Einflussmöglichkeiten und Prämienelemente diskutiert.
Wichtige Begriffe sind Case Management, interdisziplinäre Teams, Teamprämie, Patientenversorgung, Motivation und Vergütung.
Die Autorin hebt hervor, dass die Gestaltung aufgrund unterschiedlicher Verdienstniveaus, geforderter Transparenz und der Notwendigkeit einer professionellen Teamführung als komplex und aufwendig wahrgenommen werden kann.
Das Review lieferte wichtige Anhaltspunkte, zeigte jedoch auch, dass es bisher kaum Literatur gibt, die explizit Teamprämien im spezifischen Kontext des Case Managements in Krankenhäusern untersucht, weshalb weiterer Forschungsbedarf besteht.
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