Bachelorarbeit, 2020
29 Seiten, Note: 1,3
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
Einleitung
1. Sprachförderung
1.1. Spracherwerbstheorien für Deutsch als Erstsprache
1.2. Spracherwerbstheorien für Deutsch als Zweitsprache
1.3. Mögliche Erwerbsschwierigkeiten
1.4. Methoden der Sprachförderung
1.4.1. Allgemeine Sprachförderung
1.4.2. Besonderheiten bei DaZ-Lernenden
2. Potential des Bilderbuchs
2.1. Potential im Hinblick auf Zwei- und Mehrsprachigkeit
3. Vorschläge für den Literaturunterricht
3.1. Der handlungs- und produktionsorientierte Ansatz
3.2. Das literarische Gespräch
3.2.1. Die dialogische Bilderbuchbetrachtung
3.3. Anlegen von Lexika
4. Schlusswort
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potential von Bilderbüchern als Medium der Sprachförderung in der Grundschule, um eine inklusive Lernumgebung für eine heterogene Schülerschaft mit unterschiedlichen sprachlichen Vorerfahrungen zu schaffen. Dabei wird insbesondere betrachtet, wie durch methodische Ansätze und die gezielte Einbindung mehrsprachiger Bilderbücher motivationale und sprachliche Lernprozesse unterstützt werden können.
3.2. Das literarische Gespräch
Eine weitere Möglichkeit der Auseinandersetzung mit (Bilder-)Büchern bietet das literarische Gespräch. Das Sprechen über literarische Eindrücke, Empfindungen und Meinungen ist essentiell für den Erwerb literarischer Fähigkeiten und „[…] ein entscheidendes Antriebsmoment literarischen wie auch medienbezogenen Lernens […]“ (Wieler 2005, 135). Zusätzlich stärkt es die Kinder in ihren narrativen und sprachlichen Kompetenzen.
Ein Konzept, welches einen Vorschlag für die Umsetzung eines literarischen Gesprächs im Literaturunterricht beschreibt, ist das „Heidelberger Modell" (s. Steinbrenner/ Wiprächtiger-Geppert 2010). Dabei soll es sich jedoch weniger um eine angewandte Technik, als um eine gewisse Haltung der Lehrperson gegenüber den Lernenden, der Literatur sowie dem literarischen Austausch handeln (s. Steinbrenner/ Wiprächtiger-Geppert 2010, 6). Diese Haltung soll im Kern das Interesse seitens der Lehrkraft an den Eindrücken und Beiträgen der Kinder beinhalten, statt wie im veralteten, aber häufig noch stattfindenden klassisch analytischen Literaturunterricht, den Kindern eine vorgefertigte Meinung aufzuzwingen, nach der sie zu Denkmustern erzogen werden sollen, welche die Lehrperson von ihnen erwartet.
Beim Heidelberger Modell geht es neben dem Erwerb literarischer Fähigkeiten auch um Partizipation. Nicht zuletzt auch seitens der Lehrkraft. Diese ist wichtig, da die Kinder durch Mitbestimmung und Mitgestaltung ihrer Lernumwelt aktiviert werden können und ohne Aktivierung kein Lernen stattfindet. Das Heidelberger Modell orientiert sich dabei am Modell der themenzentrierten Interaktion, in dem Authentizität und Entscheidungsfreiheit in besonderem Maße angestrebt werden und nach welchem die Lehrperson weniger als allwissende Gesprächsleitung, sondern vielmehr als aktiver Teil des Austauschs und somit gleichwertig angesehen werden soll (s. Steinbrenner/ Wiprächtiger-Geppert 2010, 3).
Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Herausforderungen einer heterogenen Schülerschaft und stellt das Bilderbuch als inklusives Medium zur Sprachförderung vor.
1. Sprachförderung: Dieses Kapitel fundiert die Arbeit theoretisch, indem Spracherwerbstheorien erläutert und Methoden der Sprachförderung sowie Besonderheiten bei DaZ-Lernenden differenziert werden.
2. Potential des Bilderbuchs: Der Abschnitt analysiert, wie Bilderbücher durch visuelle Reize und thematische Vielfalt als Brücke für sprachliches und interkulturelles Lernen dienen können.
3. Vorschläge für den Literaturunterricht: Dieses Kapitel präsentiert konkrete methodische Umsetzungen wie den handlungs- und produktionsorientierten Ansatz, das literarische Gespräch und das Anlegen von Lexika.
4. Schlusswort: Das Schlusswort resümiert, dass Bilderbücher eine wertvolle Unterstützung im Unterricht bieten, Therapie jedoch nicht ersetzen können.
Sprachförderung, Bilderbuch, Grundschule, Spracherwerb, DaZ, DaM, Inklusion, Mehrsprachigkeit, Literaturunterricht, literarisches Gespräch, handlungsorientiert, Produktionsorientierung, Wortschatz, Identität, Interkulturalität
Die Arbeit untersucht, wie Bilderbücher als niederschwelliges und motivierendes Medium genutzt werden können, um Sprachförderprozesse in heterogenen Grundschulklassen zu unterstützen.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen des Spracherwerbs, das spezifische Potential von Bilderbüchern für Kinder mit und ohne Deutsch als Muttersprache sowie praktische Methoden im Literaturunterricht.
Ziel ist es, Lehrkräften praxisorientierte Vorschläge an die Hand zu geben, um durch den Einsatz von Bilderbüchern eine inklusive, spielerische und stressfreie Sprachförderung im regulären Unterricht zu ermöglichen.
Die Autorin stützt sich auf eine umfassende Literaturrecherche und wertet fachdidaktische Konzepte wie das „Heidelberger Modell“ des literarischen Gesprächs oder das handlungs- und produktionsorientierte Lernen aus, um diese auf den Kontext der Grundschule zu übertragen.
Im Hauptteil liegt ein besonderes Hauptaugenmerk auf der methodischen Gestaltung des Unterrichts, konkret auf der dialogischen Bilderbuchbetrachtung, der Erarbeitung von Hörspielen und dem Anlegen individueller Lexika.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Sprachsensibilität, Inklusion, Mehrsprachigkeitsdidaktik, visuelle Literacy und handlungsorientierter Unterricht charakterisiert.
Das Dokument plädiert für eine bewusste Wertschätzung der Herkunftssprachen, um die interkulturelle Identität der Kinder zu stärken, statt lediglich eine Assimilation an die deutsche Sprache zu forcieren.
Es wird hervorgehoben, weil es die aktive Partizipation der Kinder in den Mittelpunkt stellt und die Lehrperson von einer allwissenden Leitung hin zu einem gleichwertigen Kommunikationsteilnehmer transformiert.
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