Masterarbeit, 2022
107 Seiten, Note: 3,0
1. Einleitende Worte und Begriffsklärung
2. Jugendliche und Social Media
2.1. Überblick über die wichtigsten Social Media Plattformen
2.2. Ergebnisse vorangegangener Studien zur Nutzung von Social Media Kanälen
3. Cybermobbing
3.1. Formen
3.2. Die Beteiligten
3.2.1. Die Opfer
3.2.2. Die Täter*innen
3.2.3. Die Zuschauer*innen
3.3. Ausgewählte Fälle
3.4. Cybermobbing während der Covid-19 Pandemie
3.5. Rechtliche Grundlage
4. Lösungsstrategien und Handlungsmöglichkeiten
4.1. Handlungsoptionen betroffener Kinder und Jugendlicher
4.2. Handlungsoptionen von Lehrer*innen
4.3. Handlungsoptionen der Eltern von betroffener Kinder und Jugendlicher
5. Projekt „Dialog statt Hass“ vom Verein neustart
5.1. Ziele, Module und Ergebnisse
5.2. Empirischer Teil I: Qualitatives Expert*innen Interview
5.2.1. Methode
5.2.2. Auswertung und Kategorienbeschreibung der Inhaltsanalyse
5.2.3. Diskussion
6. Empirischer Teil II: Quantitative Forschung zum Thema Cybermobbing
6.1. Fragestellung
6.2. Methode
6.3. Stichprobenauswahl und -beschreibung
6.4. Empirische Ergebnisse
6.5. Auswertung und Diskussion der Ergebnisse
7. Fazit und Ausblick
Ziel der Arbeit ist es, die Hintergründe von Cybermobbing unter Jugendlichen zu beleuchten, das Nutzungsverhalten sozialer Netzwerke zu untersuchen und Handlungsmöglichkeiten für Betroffene, Eltern und Lehrkräfte aufzuzeigen. Zudem wurde das Präventionsprogramm „Dialog statt Hass“ des Vereins neustart für straffällige Hassposter*innen analysiert.
3.2.1. Die Opfer
Die Opfer Charakteristika zwischen Schulmobbing Opfern und Cybermobbing Opfern ähneln sich in den meisten Fällen. Ein großer Unterschied ist jedoch, dass im Internet das äußere Erscheinungsbild, sowie auch das Alter, das Geschlecht oder die Nationalität, weniger Auswirkungen auf die Mobbing Attacken haben, da diese für die Täter*innen nicht immer sichtbar ist, während dies beim „klassischen“ Mobbing meist ein zentraler Ausgangspunkt ist. Dennoch werden aufgrund der bestehenden Parallelen zwischen den beiden Formen auch Erkenntnisse aus den Untersuchungen zu Opfertypen von Schulmobbing mit angeführt.
Dan Olweus war ein skandinavischer Psychologe, der sich intensiv mit Mobbing und Gewalt an Schulen beschäftigte und auf Basis seiner Untersuchungen ein umfassendes Interventions- und Präventionsprogramm namens „Was wir gegen Gewalt tun können“ entwickelte. Ziele seines Programms sind unter anderem, bestehende Probleme innerhalb der Täter*innen und Opfer Konstellation zu mindern und die Entstehung von neuen Konflikten zu verhindern. Im Zuge seiner Untersuchungen unterschied er im Falle von Mobbing in der Schule zwei Typen von Opfern, wobei an dieser Stelle kritisch anzumerken ist, dass eine Darstellung von „Opfer Typen“ oft schwierig ist, da dies zu einer Stigmatisierung führen kann.
1. Einleitende Worte und Begriffsklärung: Einführung in das Phänomen Cybermobbing sowie Definition der zentralen Begriffe und Abgrenzung zum klassischen Mobbing.
2. Jugendliche und Social Media: Überblick über das Nutzungsverhalten von Jugendlichen auf Social Media Plattformen und die Rolle der Medien bei zentralen Entwicklungsaufgaben.
3. Cybermobbing: Detaillierte Analyse der Erscheinungsformen, der Beteiligten, spezifischer Fälle sowie Auswirkungen und rechtliche Rahmenbedingungen.
4. Lösungsstrategien und Handlungsmöglichkeiten: Darstellung praktischer Handlungsoptionen für Kinder, Jugendliche, Lehrkräfte und Eltern sowie Präventionsansätze.
5. Projekt „Dialog statt Hass“ vom Verein neustart: Analyse des Interventionsangebots für straffällige Hassposter*innen mittels Experteninterviews und inhaltlicher Auswertung.
6. Empirischer Teil II: Quantitative Forschung zum Thema Cybermobbing: Durchführung und Analyse einer Online-Befragung zur Untersuchung der Erfahrungen von Jugendlichen mit Cybermobbing und deren Wohnsituation.
7. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und Diskussion des Handlungsbedarfs sowie zukünftige Potenziale für Präventions- und Interventionsmaßnahmen.
Cybermobbing, Social Media, Hasspostings, Prävention, Intervention, Jugendliche, Schulmobbing, Medienkompetenz, Dialog statt Hass, Straffälligkeit, Online-Befragung, Bewährungshilfe, Psychische Folgen, Anonymität, Digitale Medien.
Die Arbeit untersucht das Phänomen Cybermobbing unter Jugendlichen, beleuchtet Hintergründe und Folgen, sowie Handlungsoptionen für Betroffene und das Umfeld. Zudem widmet sie sich einem speziellen Programm für erwachsene Täter*innen von Hasspostings.
Zu den Kernbereichen zählen die Dynamik von Cybermobbing, das Nutzungsverhalten digitaler Medien bei Jugendlichen, Handlungsstrategien im schulischen und privaten Kontext sowie Interventionsmöglichkeiten bei Online-Hassrede.
Ziel ist es, ein umfassendes Verständnis für Cybermobbing zu schaffen, auf diese Problematik aufmerksam zu machen und effektive Lösungswege bzw. Präventionsstrategien aufzuzeigen.
Die Arbeit kombiniert einen theoretischen Teil mit einer qualitativen Expertenbefragung zum Programm „Dialog statt Hass“ sowie einer quantitativen Online-Umfrage unter Jugendlichen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (Formen, Beteiligte), eine Diskussion von Handlungsstrategien, die Evaluation des Projekts „Dialog statt Hass“ und die empirische Forschung unter Jugendlichen.
Zentrale Begriffe sind Cybermobbing, Prävention, Medienkompetenz, soziale Medien, Jugendarbeit und digitale Gewalt.
Es richtet sich an Personen ohne ideologische Verhärtung, die aufgrund „verbaler Ausrutscher“ im Netz – etwa Hasspostings – einen Straftatbestand erfüllen.
Die empirische Forschung der Arbeit ergab keinen signifikanten Unterschied bei den Erfahrungen mit Cybermobbing zwischen fremduntergebrachten Jugendlichen und Jugendlichen, die im Elternhaus aufwachsen.
Die hohe Anonymität senkt die Hemmschwelle der Täter*innen und führt dazu, dass Cybermobbing für Opfer oft als unentrinnbar wahrgenommen wird.
Zuschauer können durch den Bystander-Effekt passiv bleiben oder das Mobbing durch Eingreifen und Empathie beeinflussen, was für das Opfer eine entscheidende Rolle bei der Konfliktlösung spielt.
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