Bachelorarbeit, 2021
141 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2 Die Lieferkette der Bekleidungsbranche
2.1 Allgemeiner Branchenüberblick
2.2 Aufbau der Lieferkette
2.3 Produktgruppen
2.4 Beschaffung
2.5 Einkaufspraktiken und dessen Auswirkungen
2.6 Menschenrechtsverletzungen entlang globaler Lieferketten
2.7 Nachhaltigkeit innerhalb der Lieferkette
2.8 Maßnahmen und Möglichkeiten
3 Das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz
3.1 Ausgangslage
3.2 Inhalt und Geltungsbereich
3.3 Auswirkungen
4 Lösungsansätze für den Umgang mit dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz
4.1 Die Risikoanalyse
4.2 Matrix – Aspekte und Maßnahmen
4.2.1 Bewertungskriterien
4.2.2 Gütersiegel, Organisationen & Initiativen, Audits & Zertifikate und Management -Tools
4.2.3 Brancheninterne Zusammenarbeit, Arbeitsverträge garantieren, Gewerkschaften ermöglichen, faire Löhne und transparente Lohnabrechnungen
4.2.4 Entschädigung, Schulungen & Trainings, Begleitende Rehabilitation, Beschwerdemechanismen einführen
4.2.5 Check-Ups, Einkaufspraktiken hinterfragen, Transparenz schaffen
4.2.6 Finanzielle Unterstützung, Aufbau nachhaltiger Geschäftsbeziehungen, Prüfung mittelbarer Vertragspartner
4.2.7 Unterstützung von Minderheiten, Umweltschützende Maßnahmen, Gesundheit sicherstellen
4.2.8 Kinder schützen, Lebensraum sichern, Alternativen schaffen
5 Fazit
6 Ausblick
Die Arbeit zielt darauf ab, deutsche Mode- und Bekleidungsunternehmen bei der Einhaltung des neuen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LkSG) zu unterstützen, indem sie eine Matrix mit konkreten Lösungsansätzen für identifizierte Risiken erstellt. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, welche Möglichkeiten Unternehmen haben, die Anforderungen des Gesetzes erfolgreich umzusetzen, wobei insbesondere die sozialen und ökologischen Risiken in den Lieferketten sowie verfügbare Audit- und Managementsysteme analysiert werden.
Die Lieferkette der Bekleidungsbranche
Die beiden Begriffe Textil- und Bekleidungsindustrie können unter der Bezeichnung Textilwirtschaft zusammengefasst werden und umfassen weitreichend die einzelnen Prozessschritte der Herstellung und dem Vertrieb textiler Güter über mehrere Wertschöpfungsstufen hinweg. An erster Stelle der Lieferkette steht die Produktion der Fasern. Man unterscheidet die Produktion natürlicher Fasern und synthetischer Fasern. Natürliche Fasern, wie Baumwolle oder Flachs, werden durch einen landwirtschaftlichen Betrieb angebaut und geerntet, während synthetische Fasern wie Polyester oder Nylon, meist von großen Chemie Unternehmen in Fabriken hergestellt werden. Nach der Gewinnung der Fasern werden diese gereinigt, gekämmt sowie zu Garn gesponnen und anschließend durch Weben oder Stricken zu textilen Stoffen weiterverarbeitet. Ein weiterer Verarbeitungsschritt ist die Textilveredelung. Der Textilveredelungsprozess umfasst das Färben und Bedrucken der Stoffe und kann in jeden einzelnen Prozessschritt der Faser-, Garn- und Textilverarbeitung integriert werden. Nachdem die Stoffe und Textilien von der Textilindustrie vollständig hergestellt und veredelt wurden, werden sie anschließend von der Bekleidungsindustrie zu Fertigerzeugnissen weiterverarbeitet. Wie in Abb. 1 abgebildet, besteht der Verarbeitungs- und Produktionsprozess aus dem Design der Kleidungsstücke, der Musteranfertigung und der Produktion der Kleidung durch Schneiden und Nähen der Stoffe und Textilien. Anschließend folgen das Etikettieren und Versenden der Ware. Durch den Einsatz verschiedener Distributionskanäle wird die Kleidung schließlich an den Endkunden vertrieben.
1 Einleitung: Dieses Kapitel motiviert die Arbeit durch das Thema des globalen Konsumwachstums von Fast Fashion und die daraus resultierenden negativen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt, was die Notwendigkeit gesetzlicher Regulierungen begründet.
2 Die Lieferkette der Bekleidungsbranche: Es werden die Struktur, die Beschaffungsprozesse und die sozialen sowie ökologischen Herausforderungen innerhalb der Branche detailliert analysiert.
3 Das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz: Dieses Kapitel erläutert die Entstehung, den Inhalt und den Anwendungsbereich des LkSG, einschließlich der Pflichten, die auf Unternehmen zukommen.
4 Lösungsansätze für den Umgang mit dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz: Es werden praxisorientierte Lösungsansätze sowie eine Matrix zur Risikobewertung und Maßnahmendefinition vorgestellt, die auf verschiedenen Kriterien basieren.
5 Fazit: Das Fazit überprüft die Anwendbarkeit der Matrix anhand des Praxisbeispiels der Peter Hahn GmbH.
6 Ausblick: Der Ausblick diskutiert zukünftige Entwicklungen hinsichtlich noch strengerer EU-weiter Regulierungen.
Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz, LkSG, Textilindustrie, Bekleidungsbranche, Nachhaltigkeit, Risikoanalyse, Lieferkettenmanagement, Soziale Standards, Umweltstandards, Menschenrechte, CSR, Compliance, Beschaffung, Zulieferer, Audits.
Die Arbeit behandelt die notwendige Anpassung von deutschen Textil- und Bekleidungsunternehmen an das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) und präsentiert Lösungswege zur Risikominimierung.
Die zentralen Themen sind das Lieferkettenmanagement, die menschenrechtliche und umweltbezogene Sorgfaltspflicht, die Identifikation von Risiken in globalen Lieferketten sowie die praktische Anwendung von Audit- und Zertifizierungsmaßnahmen.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie deutsche Modeunternehmen die Auswirkungen und Anforderungen des LkSG durch gezielte Möglichkeiten und Maßnahmen erfolgreich bewältigen können.
Die Arbeit nutzt eine Literaturrecherche als Basis, um auf dieser Grundlage eine Matrix zu entwickeln, die komplexe soziale und ökologische Aspekte mit geeigneten Maßnahmen verknüpft und durch Kriterien bewertet.
Im Hauptteil werden der Aufbau der globalen Lieferkette, die Details des LkSG, eine Länder- sowie Risikobewertung und eine umfassende Matrix mit Umsetzungsvorschlägen erarbeitet.
Wichtige Begriffe sind LkSG, Lieferkettenmanagement, soziale und ökologische Standards, Risikoanalyse, Lieferantenselbstauskunft und Zertifizierungen.
Dies bezieht sich auf ein in Indien verbreitetes Problem, bei dem junge Frauen unter falschen Versprechungen in Fabriken angeworben werden, wobei ihre Bewegungsfreiheit eingeschränkt ist und ihre Arbeitsbedingungen unethisch sind.
Das Unternehmen dient im Fazit als praxisnahes Beispiel für ein mittelständisches Unternehmen, um die Anwendbarkeit und Qualität der in der Arbeit erstellten Matrix zu prüfen.
Sozialaudits sind oft nur angekündigte Momentaufnahmen, die durch das Management der Fabriken manipuliert werden können, weshalb sie als alleiniges Instrument kritisch betrachtet werden.
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