Bachelorarbeit, 2022
59 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Methode: Literaturarbeit
2.1 Literaturrecherche
2.2 Literaturauswahl
2.3 Methodenkritik der Literaturarbeit
3. Bildung und Behinderung
3.1 Schulsystem / Bildungssystem
3.1.1 Grundschule (Primarbereich)
3.1.2 Förderschule
3.1.3 Förderschwerpunkte
3.2 Behinderung und Eingliederung
3.2.1 Behinderung
3.2.2 Klassifikationsmodelle
3.2.3 Stufen der Eingliederung
3.3 Gesetzliche Grundlagen der (schulischen) Inklusion
3.3.1 Auf Ebene der Vereinten Nationen
3.3.2 Auf Ebene der Bundesrepublik Deutschland
3.3.3 Auf Ebene der Bundesländer
3.4 Konzepte schulischer Inklusion
3.4.1 Kooperationsklassen
3.4.2 Partnerklassen
3.4.3 Inklusion einzelner Schüler*innen
3.4.4 Schulprofil „Inklusion“
3.4.5 Klassen mit festem Lehrertandem
4. Theoretische und praktische Ansätze zur Umsetzung schulischer Inklusion
4.1 Jakob Muth-Preis
4.1.1 Sieben Merkmale guter inklusiver Schule
4.1.2 Preisträger 2019 – Staatliche Gemeinschaftsschule „Kulturanum“ in Jena
4.1.3 Preisträger 2016 – Grund- und Mittelschule Thalmässing
4.2 Index für Inklusion
4.2.1 Indikatoren für gemeinsame und inklusive Werte
4.2.2 Der ganzheitliche Ansatz im Überblick
5. Diskussion und Verknüpfung von Theorien und aktuellen Zahlen
5.1 Verknüpfung und kritische Hinterfragung der Best Practice
5.2 Schlussfolgerung und Handlungsempfehlung
6. Fazit
Ziel der Bachelorarbeit ist es, die Komplexität einer gelingenden inklusiven Unterrichtung an Grundschulen zu beleuchten und konkrete Konzepte sowie Ansätze zu identifizieren, die eine erfolgreiche Praxis ermöglichen. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie inklusives Lernen an Grundschulen trotz bestehender theoretischer und praktischer Herausforderungen besonders gut umgesetzt werden kann.
3.1.1 Grundschule (Primarbereich)
Die Grundschule umfasst die Jahrgangsstufen eins bis vier, in manchen Bundesländern eins bis sechs (Edelstein, 2013, Abs. 8). Sie ist die einzige Bildungseinrichtung, welche von (fast) allen schulpflichtigen Kindern besucht wird. Dies zeigt sich auch deutlich in der Statistik vom September 2021 (Statistisches Bundesamt, 2021). Im Erhebungszeitraum 2020/2021 gab es 15.447 Schulen im Primarbereich in Deutschland. Im Vergleich dazu 2.806 Förderschulen und 1.752 Realschulen. Welchen weiteren Bildungsweg die jeweiligen Kinder nach der Grundschulzeit beschreiten, wird durch eine sogenannte Schullaufbahnempfehlung ausgesprochen (Edelstein, 2013, Abs. 8). Diese wird anhand von Arbeitsverhalten und Schulnoten im Primarbereich gestellt. Wenn eine andere (höherwertigere) Schulform als die empfohlene gewählt wird, so muss häufig eine Aufnahmeprüfung absolviert oder die Probezeit an der weiterführenden Schule bestanden werden.
Ihren gesetzlichen Ursprung hat die Grundschule in der Weimarer Republik (Götz & Sandfuchs, 2014, S. 35). Im August 1919 wurde diese Form der Einrichtung im Artikel 146 in der Weimarer Verfassung verankert. Kurz darauf wurde von der Weimarer Nationalversammlung das große Grundschulgesetz erlassen, welches eine einheitliche Umsetzung auch auf Länderebene ermöglichen sollte und eine Mindestzeit von vier Jahren vorgab. Die Grundschule als Institution wurde der Volksschule zugeordnet und stellte keine eigenständige Schulform dar.
Von 1933 bis 1945 herrschte der Nationalsozialismus in Deutschland vor. In diesem Zeitraum erlangte die Schulform Grundschule ihren Titel als „konkurrenzlose öffentliche Pflichtschule“ (ebd. S. 38). Sie war jedoch weiterhin der Volksschule zugeordnet und ein mehrklassiger Ausbau der Volksschulen fand nicht statt. Der Unterricht dieser Schulen wurde mehrheitlich in ein- oder zweiklassiger Form, das heißt Schüler*innen aus unterschiedlichen Jahrgangsstufen besuchten eine Klasse.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Relevanz der Inklusionsdebatte und formuliert die Forschungsfrage hinsichtlich einer gelingenden Umsetzung in der schulischen Praxis.
2. Methode: Literaturarbeit: Dieses Kapitel definiert und begründet den systematischen Literaturansatz zur systematischen Durchdringung des Forschungsgegenstandes.
3. Bildung und Behinderung: Hier wird das deutsche Schulsystem hinsichtlich seiner Strukturen und Förderschwerpunkte analysiert sowie der Behindertenbegriff und die Stufen der Eingliederung theoretisch eingeordnet.
4. Theoretische und praktische Ansätze zur Umsetzung schulischer Inklusion: Dieses Kapitel stellt evaluierte Praxisbeispiele durch den Jakob Muth-Preis sowie theoretische Rahmenkonzepte wie den Index für Inklusion vor.
5. Diskussion und Verknüpfung von Theorien und aktuellen Zahlen: Die Diskussion verknüpft die theoretischen Erkenntnisse kritisch mit aktuellen Umfrageergebnissen zur praktischen Umsetzung der Inklusion.
6. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt Handlungsempfehlungen für die zukünftige Gestaltung inklusiver Schulpraxis.
Inklusion, schulische Inklusion, inklusiver Unterricht, Jakob Muth-Preis, Index für Inklusion, Behinderung, Teilhabe, Exklusion, Förderschwerpunkt, Schulsystem, Sonderpädagogik, Schulentwicklung, Multiprofessionalität, Sozialarbeit, Bildungsgerechtigkeit.
Die Arbeit untersucht, wie inklusives Lernen an Grundschulen effektiv umgesetzt werden kann und analysiert dabei sowohl theoretische Rahmenbedingungen als auch praktische Ansätze.
Die Schwerpunkte liegen auf dem deutschen Schulsystem, dem Verständnis von Behinderung, den gesetzlichen Inklusionsgrundlagen sowie konkreten Konzepten wie dem Jakob Muth-Preis.
Ziel ist es, Lösungsansätze zu identifizieren, die eine gelingende inklusive Unterrichtung an Grundschulen fördern und die Komplexität dieses Aufgabenbereichs zu entschlüsseln.
Die Autorin verwendet eine systematische Literaturarbeit, um den Forschungsstand aufzuarbeiten und aktuelle Ansätze kritisch zu hinterfragen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Bildung & Behinderung), eine Vorstellung praktischer Ansätze (Jakob Muth-Preis, Index für Inklusion) sowie die Verknüpfung dieser Theorien mit aktuellen Daten.
Wichtige Begriffe sind Inklusion, Exklusion, Sonderpädagogischer Förderbedarf, Schulentwicklung sowie die verschiedenen Stufen der Eingliederung.
Die Arbeit verdeutlicht, dass Inklusion eine Weiterentwicklung der Integration darstellt, bei der sich Strukturen an die individuellen Bedürfnisse der Schüler anpassen, anstatt Differenzierung auf institutioneller Ebene zu zementieren.
Der Preis dient als Quelle für Best-Practice-Beispiele, anhand derer sieben Merkmale guter inklusiver Schulen abgeleitet werden, die als Orientierung für eine erfolgreiche Umsetzung im Schulalltag dienen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

