Masterarbeit, 2021
169 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung und Methodik
1.1 Einführung und Hinleitung zum Thema
1.2 Vorgehensweise und Gliederung der Arbeit
2. Mobilitätsmanagement und Mobilitätskonzepte
2.1 Begriffsdefinition
2.2 Notwendigkeit für Mobilitätsmanagement und Mobilitätskonzepte
2.3 Zielsetzungen von Mobilitätsmanagement und Mobilitätskonzepten
3. Erfahrungen anhand von Best-Practice-Beispielen
3.1 Die Lincoln-Siedlung in Darmstadt
3.2 Stadt Staufen im Breisgau
3.3 Ableitung allgemeingültiger Aussagen
4. Festlegung des Untersuchungsgebiets und Schaffung eines Leitbilds
4.1 Abgrenzung des Untersuchungsgebiets
4.2 Definition eines grundsätzlichen Leitbilds
5. Räumliche Analyse des Untersuchungsgebiets
5.1 Geographische Lage und erster Überblick
5.2 Einwohnerstruktur und Siedlungsstruktur
5.3 Verkehrsbeziehungen in die Umgebung
5.3.1 Berufspendler
5.3.2 Bildung
5.4 Verkehrsinfrastruktur und Mobilitätsangebote
5.4.1 Straßeninfrastruktur
5.4.2 Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV)
5.4.3 Weitere Mobilitätsangebote
6. Mobilitätsverhalten im Untersuchungsgebiet
6.1 Verkehrszählung
6.1.1 Erhebungskonzept und Durchführung
6.1.2 Analyse und Auswertung
6.1.3 Fehlerquellen
6.2 Haushaltsbefragung
6.2.1 Erhebungskonzept und Durchführung
6.2.2 Analyse und Auswertung
6.2.3 Fehlerquellen
6.3 Ermitteltes Mobilitätsverhalten
7. Beschreibung von Defiziten und Definition von konkreten Zielen
7.1 Beschreibung von Defiziten
7.2 Definition konkreter Ziele
8. Konzeption von Maßnahmen für die nahe Zukunft
8.1 Etablierung eines Car-Sharing-Angebots
8.1.1 Konzeptionelle Gedanken
8.1.2 Ausgestaltung des Angebots
8.1.3 Nutzen des Angebots und Wechselwirkungen
8.2 Stärkung des ÖPNV-Angebots
8.2.1 Konzeptionelle Gedanken
8.2.2 Ausgestaltung des Angebots
8.2.3 Nutzen des Angebots und Wechselwirkungen
8.3 Schaffung einer Plattform für Mitfahrgelegenheiten
8.3.1 Konzeptionelle Gedanken
8.3.2 Ausgestaltung des Angebots
8.3.3 Nutzen des Angebots und Wechselwirkungen
8.4 Mobilitätsberatung zur Stärkung von Multimodalität
8.4.1 Konzeptionelle Gedanken
8.4.2 Ausgestaltung des Angebots
8.4.3 Nutzen der Maßnahme und Wechselwirkungen
8.5 Zusammenfassende Darstellung
8.6 Prognose-Null-Fall
9. Die Mobilität im Untersuchungsgebiet im Jahr 2040
9.1 Die Methodik der Szenariotechnik
9.2 Entwicklungen von Mobilitätsszenarien für das Jahr 2040
9.2.1 Das Szenario „Neue Individualmobilität“
9.2.2 Das Szenario „Neue Dienstleistungen“
9.2.3 Das Szenario „Neue Mobilitätskultur“
9.3 Mobilität im Untersuchungsgebiet unter Einfluss der Szenarien
9.3.1 Auswirkungen des Szenarios „Neue Individualmobilität“
9.3.2 Auswirkungen des Szenarios „Neue Dienstleistungen“
9.3.3 Auswirkungen des Szenarios „Neue Mobilitätskultur“
9.4 Zusammenfassender Vergleich und Ausblick
10. Schlussteil
10.1 Weitergehende Untersuchungsmöglichkeiten
10.2 Zusammenfassung und Fazit
Die vorliegende Masterthesis entwickelt ein Mobilitätskonzept für das Wohngebiet Rabenwiesen in Süßen, um dessen Mobilitätsverhalten nachhaltiger und umweltverträglicher zu gestalten. Ausgehend von einer Ist-Analyse des Mobilitätsverhaltens und der bestehenden Infrastruktur beantwortet die Arbeit die Forschungsfrage, wie durch gezielte Maßnahmen sowie eine langfristige Szenarienbetrachtung für das Jahr 2040 die Mobilität in einem ländlich geprägten Wohngebiet zukunftsfähig transformiert werden kann.
Die Lincoln-Siedlung in Darmstadt
Das vorgestellte Quartier liegt am südlichen Rand der Stadt Darmstadt im Stadtteil Bessungen. Darmstadt liegt im südlichen Teil von Hessen und gilt als eines der zehn Oberzentren des Bundeslandes. Neben einer Vielzahl an Hochschulen, weshalb sich Darmstadt selbst auch als „Wissenschaftsstadt“ bezeichnet, haben sich hier große Firmen und Einrichtungen der Informations- und Kommunikationstechnikbranche angesiedelt (vgl. Stadt Darmstadt 2020). Insbesondere auch diese Einrichtungen haben zu einer stetig steigenden Nachfrage nach Wohnraum geführt, welcher jedoch in Darmstadt nur sehr eingeschränkt durch Flächenwachstum geschaffen werden kann. Eine zentrale Rolle spielt daher die Innenentwicklung und damit auch die hier vorgestellte Lincoln-Siedlung (vgl. BVD New Living 2019b).
Ursprünglich entstand das Quartier in den 1950er-Jahren als „Lincoln Family Housing“ und beherbergte US-Soldaten sowie deren Angehörige. Neben Wohngebäuden und sozialen Einrichtungen wurden im Gebiet auch Schulen, Kindergärten und Sporteinrichtungen errichtet. Zum damaligen Zeitpunkt gab es dort fast 600 Wohnungen, die in 33 Gebäuden untergebracht waren. Damit stellte das Quartier das größte Wohngebiet der US-Streitkräfte in Darmstadt dar (vgl. BVD New Living 2019a).
Im Jahr 2007 wurde von den USA die Entscheidung getroffen, den Standort Darmstadt aufzulösen. Als Konsequenz wurde im Herbst 2008 auch das Wohnquartier „Lincoln Family Housing“ aufgegeben. Die von den Amerikanern abgegebenen Konversionsflächen erstrecken sich dabei über fast 320 Hektar, wovon 94 Hektar grundsätzlich als Bauland eingestuft werden konnten (vgl. Methlow 2008).
Einleitung und Methodik: Einführung in die Thematik der nachhaltigen Mobilität und Beschreibung der methodischen Vorgehensweise sowie Gliederung der Arbeit.
Mobilitätsmanagement und Mobilitätskonzepte: Erläuterung der theoretischen Grundlagen, Begriffsdefinitionen und der Notwendigkeit moderner Mobilitätsansätze.
Erfahrungen anhand von Best-Practice-Beispielen: Analyse praktischer Vorbilder wie der Lincoln-Siedlung in Darmstadt und Staufen im Breisgau zur Ableitung allgemeingültiger Erkenntnisse.
Festlegung des Untersuchungsgebiets und Schaffung eines Leitbilds: Auswahl und Abgrenzung des Wohngebiets Rabenwiesen sowie Definition der Vision für dessen zukünftige Mobilität.
Räumliche Analyse des Untersuchungsgebiets: Untersuchung der geographischen Lage, Siedlungsstruktur und der vorhandenen Verkehrsinfrastruktur im Untersuchungsgebiet.
Mobilitätsverhalten im Untersuchungsgebiet: Empirische Erhebung und Auswertung des Status Quo mittels Verkehrszählung und Haushaltsbefragung.
Beschreibung von Defiziten und Definition von konkreten Zielen: Identifikation der aktuellen Schwachstellen im Mobilitätsverhalten und Ableitung messbarer Ziele.
Konzeption von Maßnahmen für die nahe Zukunft: Entwicklung konkreter Lösungsvorschläge zur Verbesserung der Mobilitätssituation durch Push- und Pull-Maßnahmen.
Die Mobilität im Untersuchungsgebiet im Jahr 2040: Perspektivische Betrachtung zukünftiger Entwicklungen unter Anwendung der Szenariotechnik.
Schlussteil: Zusammenfassende Betrachtung der Erkenntnisse, ein Fazit sowie ein Ausblick auf weitergehende Untersuchungsmöglichkeiten.
Mobilitätsmanagement, Mobilitätskonzept, Verkehrsplanung, Untersuchungsgebiet, Rabenwiesen, Süßen, Verkehrsverhalten, Szenariotechnik, Umweltverträglichkeit, Car-Sharing, ÖPNV, Multimodalität, Pendler, Modal Split, Nachhaltigkeit
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung eines nachhaltigen Mobilitätskonzepts für ein spezifisches Wohngebiet ("Rabenwiesen") in der Stadt Süßen, um dessen Verkehrsaufkommen zukunftsfähig zu gestalten.
Zu den Kernbereichen gehören Mobilitätsmanagement, Verkehrsplanung in ländlichen Räumen, die Analyse des Mobilitätsverhaltens und die Anwendung von Szenariotechniken zur Zukunftsplanung.
Das Hauptziel ist es, die derzeitige verkehrliche Situation zu analysieren, Schwachstellen (Defizite) aufzudecken und konkrete Maßnahmen zur Stärkung nachhaltiger Verkehrsmittel zu konzipieren.
Der Autor nutzt eine Kombination aus Literaturrecherche, empirischen Daten (Verkehrszählung, Haushaltsbefragung), einer Nutzwertanalyse zur Gebietsauswahl und die methodische Szenariotechnik für Prognosen bis 2040.
Der Hauptteil umfasst die detaillierte räumliche Analyse, die Erfassung des aktuellen Mobilitätsverhaltens der Bewohner, die Erarbeitung von Maßnahmen zur Förderung des Umweltverbunds sowie die modellhafte Zukunftsbetrachtung.
Mobilitätsmanagement, Nachhaltigkeit, Wohngebiet Rabenwiesen, Verkehrsverhalten, Szenariotechnik, ÖPNV, Car-Sharing und Multimodalität.
Im Gegensatz zu Ballungszentren spielt der MIV (Motorisierte Individualverkehr) in diesem ländlichen Gebiet eine dominierende Rolle bei gleichzeitigem Fehlen von breit gefächerten, innovativen Mobilitätsangeboten.
Die Pandemie beeinflusste die Verkehrszählungen und das Nutzerverhalten signifikant, was bei der Interpretation der erhobenen Daten berücksichtigt wurde, da sie zu Verzerrungen gegenüber dem "Normalzustand" führte.
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